Evolution kann Existenz von Kreationisten nicht erklären

Ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der Evolutionswissenschaft: Der Biologe Richard Dawkins hat heute eingeräumt, dass die Evolutionstheorie keine vernünftige Erklärung für die fortgesetzte Existenz von Kreationisten liefern könne.

Durch den Prozess der natürlichen Selektion werden Gene, die einen Vorteil im Überlebenskampf bieten, über Generationen hinweg erhalten, doch Wissenschaftler können keinen nützlichen Zweck für das Gen finden, das Menschen glauben lässt, die Erde wäre in nur etwa sechs Tagen vor 10 000 Jahren erschaffen worden.

„Es ist gewiss ein Fehler in unserer Argumentation“, sagte Dawkins heute. „Wie auch immer wir die Evolutionstheorie auslegen, Kreationisten hätten auf jeden Fall schon vor Ewigkeiten aussterben müssen. Sie erfüllen keine Funktion im Ökosystem des Planeten und keine andere Spezies hat bei einem so grundlegenden Widerspruch zur beobachtbaren Realität so lange überlebt. Wäre ich kein so glühender Verfechter des säkularen Materialismus, würde ich darauf wetten, dass dieser Umstand Darwin im Nachleben ernsthaft beunruhigt.“

Trotz Dawkins Eingeständnis versichern Wissenschaftler schnell, dass es in den letzten Jahren große Fortschritte im Verständnis der Naturgeschichte von Kreationisten gegeben hat. Vor nicht allzu langer Zeit war die Biologie nicht in der Lage, die Entstehung der Spezies im Fossilienbestand aufzuspüren, aber eine scheinbar enge Korrelation zwischen modernen amerikanischen Kreationisten und Mitgliedern der National Rifle Association deuten darauf hin, dass sie von einer Gruppe von Jägern und Sammlern abstammen, die eine andere Untergruppe ausbeutete, die naiv genug war zu glauben, dass ein Mensch keine tödliche Gewalt anwenden würde, um sein Grundstück zu verteidigen, eine Gruppe, die selbst fast ausgestorben ist, außer in kleinen britischen Enklaven, wo liberale Demokraten weiterhin gedeihen.

Nicht alle Biologen sind von dieser Erklärung überzeugt und eine Gruppe von Eigenbrötlern zitiert Kreationisten noch immer als Beleg für einen Prozess der „natürlichen Anomalie“, laut der die Natur manchmal spektakulär schief läuft, eine Theorie, die als „Unintelligentes Design“ popularisiert wurde. Und, wie ihr nächster lebender Verwandter, der Vogel Strauß, haben Kreationisten sehr von den Bemühungen von Naturschützern profitiert. Ein Jahrhunderte altes Bauprojekt hat große, unbeheizte Schutzorte in den meisten Städten des Westens bereitgestellt und einige Kreationisten haben enge Gemeinschaften gebildet, um ihren Widerstand gegen die Fortschritte der Moderne zu stärken. Wissenschaftler vermuten auch, dass eine starke Abneigung gegenüber Abtreibung und Homosexualität die Bevölkerungsgrößen auf einem hohen Level stabilisieren konnte.

Newsbiscuit, Übersetzung: AM

3 Kommentare zu „Evolution kann Existenz von Kreationisten nicht erklären

  1. na klar: Alle Kirchenglieder sind KreationistInnen. Genauso, wie alle A- und Antitheisten eigentlich bloß einen unterdrückten Hass auf ihren Vater haben.

    ~.-.~

    Im Versuch von Ernsthaftigkeit bleibt nur zu fragen, inwieweit die Einschätzung ausgerechnet des Alters unserer kleinen blauen Billardkugel mit dem Überleben zusammenhangt?

  2. „Alle Kirchenglieder sind KreationistInnen“

    In den USA ist ihr Anteil sehr hoch.

    „Einschätzung ausgerechnet des Alters unserer kleinen blauen Billardkugel mit dem Überleben zusammenhangt?“

    Das ist nur ein Beispiel für die allgemeine Realitätsferne der Kreationisten. Eine derart mangelnde Bildung hat keine positiven Auswirkungen auf den individuellen Erfolg.

    Natürlich ist das Ganze ohnehin eine Satire.

  3. haha der artikel ist echt super!
    musste ein paar Mal herzhaft lachen („einen Prozess der „natürlichen Anomalie“, laut der die Natur manchmal spektakulär schief läuft“/“wie ihr nächster lebender Verwandter, der Vogel Strauß“)

    ROFL sehr schön! 😀

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