Schweinegrippe ist nicht koscher

Spider PigWährend Wissenschaftler versuchen, einen Impfstoff für die gefährliche Schweinegrippe herzustellen, beschwert sich die religiöse Fraktion über den Namen. Juden und Muslime können Schweine nämlich nicht leiden.

Das erinnert mich an die Pest, die im Mittelalter Millionen Menschen dahingerafft hat. Sie wurde theologischerseits zu einem Befall mit Dämonen oder als Strafe Gottes erklärt. Auch heute noch haben Gottes wollige Paarhufer nichts besseres zu tun, als sich über theologische Probleme wie den Namen der Schweinegrippe zu beschweren und, schlimmer noch, unzählige Schweine aus religiösen Gründen abzumetzeln (etwa in Ägypten), obwohl sie den Virus gar nicht übertragen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Verkauf von Schweinefleisch sogar verboten.

Was die Scheinegrippe selbst angeht, muss man leider feststellen:

Die Lage ist ernst

Normalerweise sind Meldungen über mögliche Katastrophen und Weltuntergänge reine Panikmache, nicht aber im Fall der Schweinegrippe. Diesmal bräuchten wir sogar etwa mehr, nicht Panik, aber Aufklärung und Vorkehrungsmaßnahmen. Es handelt sich nämlich wirklich um eine ernstzunehmende Bedrohung.

Die Technology Review informiert über angemessenes Verhalten, gerade was verantwortungsvolles Bloggen und „Twittern“ angeht. Über die Evolution von Viren erfährt man etwas bei RP Online. Dort geht es ferner darum, warum sie so schwer zu bekämpfen sind: Was nicht lebt, kann auch nicht getötet werden. Auch die Süddeutsche berichtet über die Gefährlichkeit des neuen Virus.

Immerhin: Der Schweinevirus lenkt von der Wirtschaftskrise ab.

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