Religion tötet noch ein Kind

Die Gesundbeter

Nach Daniel Hauser, der wegen dem Aberglauben seiner Eltern in Lebensgefahr schwebt, hat es nun ein weiteres Kind erwischt: Die 11-jährige Kara Neumann ist tot. Sie starb an Diabetes, weil ihre Eltern nicht an die „Schulmedizin“ glauben und lieber die Kranheit ihres Mädchens wegbeten wollten.

Auf den Fall hat der Biologe Jerry Coyne in seinem Blog hingewiesen. Sieht man sich das gesamte Ausmaß des Problems an, wird klar, dass der Tod von Kindern aufgrund religiöser Eltern ein auch statistisch relevantes Phänomen darstellt. Im zugehörigen Artikel der New York Times erfährt man folgendes:

1. Etwa 300 Kinder sind in den letzten 25 Jahren in den USA gestorben, weil ihnen medizinische Hilfe aus religiösen Gründen untersagt wurde.

2. 30 Bundesstaaten schützen Gläubige in Fällen der Kindesvernachlässigung durch spezielle Gesetze.

Mit anderen Worten: Wenn Sie gläubig sind, dürfen Sie Ihre Kinder töten, indem Sie ihnen medizinische Hilfe verweigern. Wenn Sie nicht gläubig sind, dürfen Sie das nicht. Was für eine Diskriminierung…

Ein Essay auf der Website der christlichen Gemeinschaft der Familie Neumann (Unleavened Bread Ministries) besagt folgendes: „Jesus hat niemals jemandem zu einem Arzt oder in ein Krankenhaus geschickt. Jesus bot Heilung durch ein einziges Mittel an. Heilung durch den Glauben.“

Auf dieser Website gibt es einen Link zu helpthenewmanns.com. Dort erfährt man, dass die Neumanns „für das Verbrechen des Betens angeklagt“ seien.

Nein, das sind sie nicht. Die Neumanns stehen vor Gericht, weil sie ihre Tochter sterben ließen. Offenbar kapieren sie noch immer nicht, trotz dieses deutlichen Belegs (den Tod ihrer Tochter), dass Gebete einfach wirkungslos sind. Dieser Fall illustriert auch sehr anschaulich, wie lernfähig religöse Menschen sind. Selbst wenn Gott ihre Tochter steben lässt und ihre Gebete ignoriert, glauben sie trotzdem noch an einen allguten Gott und an „Faith Healing“.

Wir müssen endlich den verhängnisvollen Respekt vor religiösem Glauben einstellen und so lange auf ihn einschlagen, bis er verschwunden ist und keine Kinder mehr für diesen bescheuerten Nonsense sterben müssen.

Amen.

Ein Kommentar zu „Religion tötet noch ein Kind

Kommentare sind geschlossen.