Rudolf Steiner und die Anthroposophen

"Organisches" Spielgerät einer Waldorfschule, Foto von Mathias BiggeGeisterbeschwörung, Hellseherei, satanische Mächte, Ätherleiber und materialistische Wissenschaftler im Dienste des finsteren Dämons „Ahriman“: Anthroposophen haben sich ganz schön was vorgenommen, wenn sie das alles glauben wollen. Offenbar gelingt es ihnen aber recht gut.

Die Pädagogik der Waldorfschulen basiert auf der Anthroposophie Rudolf Steiners. Das muss man sich einmal überlegen! Sie könnte genausogut auf den Fantasiewelten von H.P. Lovecraft basieren. Es gibt einen Blog, der sich kritisch mit der Anthroposophie befasst (von dort sind alle Zitate hier entnommen). Dort wird ein gewisser Lorenzo Ravagli bei einem Versuch zitiert, Rudolf Steiner gegen die Vorwürfe des Rassismus zu verteidigen (als würde das noch helfen bei der ausgefallenen Irrsinnsmixtur, an die Rudolf Steiner glaubte!):

„Es ist weiterhin unzutreffend, wenn Zander behauptet, die Völker seien für Steiner »Substrukturen der Rassen«. Nach Steiners Verständnis müsste man vielmehr von »Hyperstrukturen« sprechen. Völker sind nach Steiners Definition in GA 121 Gruppen von Menschen, in deren Ätherleib ein und derselbe Erzengel wirkt. »Rasseneigenschaften« sind auf das Wirken von »zurückgebliebenen« Geistern der Form im physischen Leib des Menschen zurückzuführen. Während die Völkererzengel mit der seelischen Differenzierung der Menschheit in der nachatlantischen Zeit verbunden sind und auf die Christuswesenheit als ihren »Lehrmeister« hinblicken, was dazu führt, dass es keine »wirklichen Gegensätze« zwischen Völkern geben kann, wenn sich deren Angehörige mit den Inspirationen der jeweiligen Erzengel verbinden, wirken die »zurückgebliebenen« Geister der Form der von Christus angestrebten Verbrüderung der Menschheit antagonistisch entgegen.“

Nein, nein. Rudolf Steiner war kein Rassist. Die Völker sind nämlich Hyperstrukturen, in deren Ätherleib ein und derselbe Erzengel wirkt, und keineswegs Substrukturen (das sollte die Sache ja wohl klarstellen!). In der nachatlantischen Zeit (die Zeit nach dem Untergang von Atlantis, für dessen Existenz es natürlich auch keine Beweise gibt) blickten die Völkererzengel auf die Christuswesenheit als ihren Lehrmeister hin, müssen Sie wissen, denn im Grunde ist das alles nur eine Sache verfeindeter Geister…

Hm. Zugegeben, hier verlassen mich meine parodistischen Fähigkeiten. Wie will man etwas humoristisch übersteigern, das die Grenzen des Wahnsinns schon hundertmal durchbrochen hat? Dass Rudolf Steiner rassistische Bemerkungen von sich gab, dürfte ja wohl kein Zweifel sein (wie die BJPM auch schon feststellte). So sagte Steiner zum Beispiel:

„wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistigs Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.“ (Rudolf Steiner, GA 348, S. 185)

Das ist gleich zweifach verrückt. Erstens ist der zugrundeliegende Rassismus verrückt, zweitens ist die Vorstellung verrückt, dass eine Mutter ein „mullatiges“ Kind gebären könnte, nur weil sie „Negerromane“ liest.

Ravagli hat auch eine interessante Meinung zu den aufsehenerregenden Katastrophen und Kriminalfällen der letzten Zeit:

„Die Attentäter des 11. September waren keine blindwütigen Affekttäter, der Amokläufer von Winnenden auch nicht, ebensowenig der Inzesttäter von Amstetten, der seine Tochter 24 Jahre lang im Keller gefangenhielt, und sie mehrere tausend Mal vergewaltigte. All diese Täter waren von einer kalten, seelenlosen Intelligenz besessen, die ihnen ihre Taten als rational, als logisch, als natürlich und gerechtfertigt erscheinen ließ. So auch der »Amokläufer« von Winnenden. Diese kalte, seelenlose, empathiefreie Intelligenz ist die Macht des Bösen, mit der wir es in unserer Epoche zu tun haben. Nennen wir sie beim Namen: sie ist satanisch.“

Islamisten, frustrierte Jugendliche, die Mädchen erschießen, und Väter, die ihre Tochter einsperren, sind in Wirklichkeit gar nicht, wie man annehmen könnte, sehr irrational, sondern es handelt sich bei ihnen, im Gegenteil, um wahrhaftige Aufklärungsphilosophen, die ihre Verbrechen nur darum begehen, weil sie so schlau sind und so viel denken. Alles klar.

Anthroposophie und Walddorfpädagogik sind mit einer so aufdringlichen Offensichtlichkeit den Gummizellen fortgeschrittenen Wahns entsprungen, dass man nicht nur an der Existenz Ahrimans Zweifel bekommen könnte, sondern auch an dem Verstand von Eltern, die ihre Kinder freiwillig in solche Schulen schicken.

25 Kommentare zu “Rudolf Steiner und die Anthroposophen

  1. Achter sagt:

    „Sehen Sie, so hat sich die Sache entwickelt, dass diese fünf Rassen entstanden sind. Man möchte sagen, in der Mitte schwarz, gelb, weiss und als ein Seitenhieb des Schwarzen das Kupferrote, und als ein Seitenzweig des Gelben das Braune – das sind immer die aussterbenden Teile. Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln.“
    Rudi Steiner, GA 354, S.62 f

    mehr davon:
    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=17

  2. Rainer sagt:

    Klasse Artikel!

  3. Rainer sagt:

    Lorenzo Ravagli ist einer der führenden Anthroposophen. Das hat er der Unterstützung aus dem Herz der Finsternis, der Zentrale der Anthroposophen-Sekte in Dornach zu verdanken. Einer der Unterstützer:

    Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs. Kugler war mit “judenkritischen” Parolen im Schweizer TV zu sehen, im Bericht des Lokalsenders Tele Basel vom 28.09.07 zur Anzeige von Samuel Althof gegen den Rudolf Steiner Verlag Dornach (Solothurn).

    Es ging um ein Buch von Rudolf Steiner, in dem Steiner folgende Aussage gemacht hatte:

    “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.”

    Am Ende der Sendung wurde Dr. Walter Kugler zu diesem Zitat befragt – O-Ton Kugler:

    “Erschüttern tut’s mich nicht, ich meine es sind – es handelt sich um Äußerungen, um kritische Äußerungen zum Judentum, aus dem Jahre 1888, wohlgemerkt, und – das muss man ertragen können in einer wissenschaftlichen Ausgabe und das heißt ja nicht, dass jeder Leser identifiziert sich ja nicht so mit Rudolf Steiner, dass er jetzt das alles als Glaubenssätze nimmt, sondern das sind auch Aspekte zum Nachdenken. Außerdem halte ich diese Äußerung auch gar nicht für antisemitisch, sondern sie sind ja, sie sind judenkritisch und das müsste ja eigentlich auch erlaubt sein, sonst dürften wir gar keine Kritik mehr üben. Antisemitisch werden die Dinge erst, wenn dadrin verborgen ist schon eine Überlegenheitsstrategie, die den Anderen diskriminiert.”

    Quelle: “Tele Basel: Strafanzeige gegen Rudolf Steiner”

  4. Kopfschüttel sagt:

    Sie geben sich ja in diesem Block sehr aufgeklärt und wahnsinnig parodistisch.
    Fragt sich nur, ob Ihr Humor so weit reicht die eigenen tempozentristischen Einseitigkeiten wahrzunehmen und auf die Schippe zu nehmen – bis hin zu der radikalen These mancher materialistischer Neurobiologen, dass das Ich eine Illusion sein, da nur ein vom Gehirn erzeugtes Epiphänomen.
    Wann wird diesem Irrationalismus mal eine entsprechende Karrikatur gewidmet? Ich finde es immer wieder lustig, wie furchtbar erhaben sich viele Zeitgenossen über Menschen vergangener Zeitalter fühlen, die etwa noch an Engel und Dämonen glaubten und auch vielfach entsprechende Wahrnehmungen hatten.

    Sicherlich kennen Sie auch den von Horkheimer geprägten Begriff der instrumentellen Vernunft bzw. die These, dass viele Verbrechen aus einer kalten, gefühllosen Intelligenz heraus verübt wurden.
    Auf nichts anderes wollte Ravagli hinweisen, auch wenn er in der kalten Intelligenz eben nicht eine Illusion im Sinne eines neurophysiologischen Epiphänomens, sondern im Sinne eines realgeistigen Wesens erblickt.
    Es gibt Formen der Besessenheit:
    Psychiatrisch betrachtet sind es fixe Ideen, die Menschen zu verbrecherischen Handlungen treiben, anthroposophisch gesehen befinden sich hinter diesen fixen Ideen, von denen Täter besessen sind, die Inspirationen von geistigen Wesen, die die Gesundheit und Ethik des Menschen zu zerstören versuchen. Daran ist absolut nichts Irrationales, weil sich beide Weltsichten ergänzen, die eine der anderen nicht widerspricht, geschweige denn widerlegt.

    Zu dem Rassismus-Vorwurf gegen Steiner rate ich Ihnen mal den Bericht auf Hagalil von Ralf Sonnenberg zur Kenntnis zu nehmen. Dieser Bericht ist doch etwas differenzierter und anspruchsvoller als die von Ihnen ergoogelten Kurzbeiträge:
    http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm

  5. Bert sagt:

    Siehe zur Reinwaschung von Steiners Rassimus auch:

    „Lorenzo Ravagli“

    http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=239

    In den zahlreichen Kommentaren zu diesem EsoWatch-Artikel:

    Ein kleines Ravagli-Juwel aus seinem aktuellen Buch „Zanders Erzählungen“:

    „Die Bemerkung, die weiße Rasse sei die »zukünftige, die am Geiste schaffende« Rasse, ist so zu verstehen, dass ihr gerade die Aufgabe zugeschrieben wird, den Rassismus zu überwinden.“

    Das Steiner-Original-Zitat, das Ravagli WEISS, WEISSER geht´s nicht, wäscht:

    „Und so ist es wirklich ganz interessant: Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“ (Rudolf Steiner, GA 349, S. 67)

  6. Kopfschüttel sagt:

    @ Said

    Steiner sah in der europäischen Geschichte der Bewusstseinsentwicklung, die heute die ganze Welt im Positiven wie Negativen prägt, die Möglichkeit veranlagt, sich von dem Rein-Naturalistischen zu empanzipieren und das Geistige insofern über das Rein-Intellektuelle hinaus fortzubilden.
    Da der Rassismus nur dadurch überwunden werden kann, dass man aufzeigt, dass das Individuelle eines Menschen nicht in seiner Biologie/Genetik aufgeht und auch kein bloßes materielles Epiphänomen ist, wie die moderne Neurobiologie postuliert, obliegt der »weißen Rasse« – heute würde man von Europäern sprechen – eine besondere Aufgabe in der Überwindung des materialistisch-biologistischen Menschenbildes und damit auch des Rassismus.

    Insofern sind vor allem die Europäer, die in einer ganz bestimmten Bewusstseinsentwicklung stehen, veranlagt, das spirituell Geistige zu entwickeln.

  7. HFRudolph sagt:

    Und was soll das sein, der naturalistische Fehlschluss in umgekehrter Richtung?

  8. derautor sagt:

    „obliegt der »weißen Rasse« – heute würde man von Europäern sprechen“

    Die Europäer sind nicht gleichbedeutend mit der „weißen Rasse“. So etwas will ich hier nicht mehr hören.

  9. Kopfschüttel sagt:

    @ Said

    Es geht nicht darum, ob Sie etwas hören wollen oder nicht, es ging mir nur um eine adäquate Historisierung bzw. geschichtliche Kontextualisierung des Steiners-Zitates. Ausdrücke wie »Rasse«, deren Benutzung in den zwanziger Jahren gang und gäbe war, würde man heute durch »Kultur« oder »Mentalitäten« ersetzen – etwa wenn man davon spricht, dass Demokratie oder die Definition von Menschenrechten sowie die Gleichstellung von Mann udn Frau vor allem in Europa entwickelte Werte sind.
    Die Höhe einer Kultur bemisst sich eben auch daran, ob und ich welchem Grad die Gleichstellung von Mann und Frau verwirklicht wurde oder nicht.
    Diese Werte sind in Europa entstanden, als hoher Ausdruck des europäischen Geisteslebens, ebenso wie Medizin, Naturwissenschaften und vieles andere. Ob es einem nun passt oder nicht – historische Tatsachen kann man nicht leugnen.
    Heute ströhmen Menschen aus allen Teilen der Welt nach Europa, um von diesem Kontinent zu lernen – keinesfalls nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch aus kulturell-wissenschaftlichem Interesse.

    Im Übrigen hat sich Steiner selber später von dem Rassen-Begriff distanziert.
    „Ein Mensch“, so urteilte Steiner 1917 im Hinblick auf die Ursachen des Ersten Weltkrieges, „der heute von dem Ideal der Rassen und Nationen und Stammeszugehörigkeiten spricht, der spricht von Niedergangsimpulsen der Menschheit. Und wenn er in diesen so genannten Idealen glaubt, fortschrittliche Ideale vor die Menschheit hinzustellen, so ist das die Unwahrheit. Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“
    (Quelle: Steiner: Die spirituellen Hintergründe, S. 205.)

  10. Bert sagt:

    @ Kopfschüttel

    schon eine starke Leistung, die Kommentatoren mit „Said“ anzusprechen:

    Wie soll man Steiners Wahnsinn „adäquat historisieren“? Das „schaffen“ nur Anthroposophen.

    „Auf das Drüsen-System endlich – nur auf dem Umwege durch alle anderen Systeme – wirkt dasjenige, was wir bezeichnen können als die abnormen Geister der Form, die im Saturn ihren Mittelpunkt haben. Da haben wir in allem, was wir als Saturn-Rasse zu bezeichnen haben, in allem, dem wir den Saturn-Charakter beizumessen haben, etwas zu suchen, was sozusagen zusammenführt, zusammenschließt das, was wieder der Abenddämmerung zuführt, deren Entwicklung in gewisser Weise zum Abschluß bringt, und zwar zu einem wirklichen Abschluß, zu einem Hinsterben. Wie sich das Wirken auf das Drüsensystem ausdrückt, sehen wir an der indianischen Rasse. Darauf beruht die Sterblichkeit derselben, ihr Verschwinden. Der Saturn-Einfluß wirkt durch alle anderen Systeme zuletzt auf das Drüsensystem ein. Das sondert aus die härtesten Teile des Menschen, und man kann daher sagen, daß dieses Hinsterben in einer Art Verknöcherung besteht, wie dies im Äußeren doch deutlich sich offenbart. Sehen Sie sich doch die Bilder der alten Indianer an, und sie werden gleichsam mit Händen greifen können den geschilderten Vorgang, in dem Niedergang dieser Rasse.“ Rudolf Steiner, „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie”

    Was sind denn „abnorme Geister der Form, die im Saturn ihren Mittelpunkt haben“?

    Steiner hat doch den totalen Schuss.

  11. Bert sagt:

    @ der autor

    der Anthroposoph „Kopfschüttel“ schreibt:

    „Im Übrigen hat sich Steiner selber später von dem Rassen-Begriff distanziert.“

    Der Anthroposoph „Kopfschüttel“ lügt.

    Das folgende Steiner-Zitat stammt von 1923:

    “Und so ist es wirklich ganz interessant: Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.” (Rudolf Steiner, GA 349, S. 67)

    Steiner hat bis zu seinem Tode, † 30. März 1925, seinen Rassen-Wahn aufrechterhalten.

  12. Peter sagt:

    There’s a new article on right-wing anthroposophist Lorenzo Ravagli. Content:

    Ravagli, one of the masterminds of the cult anthroposophy tries to manipulate public opinion sueing journalists, see:

    http://hpd.de/node/7184

    “Steiners Apologet im Zwielicht

    (hpd) Dass Anthroposophen häufig ein gestörtes Verhältnis zu Meinungsfreiheit und unabhängiger Medienberichterstattung haben, ist durch viele Beispiele belegt. Nun will einer ihrer „Vordenker“, Lorenzo Ravagli, Zitate aus unveröffentlichtem Material verbieten lassen. (…)”

  13. from sweden sagt:

    the desecration of law

    2009 juni 13

    by zooey

    Earlier on this blog, I’ve dealt briefly with the Molau/Ravagli affair, mostly in Swedish. Andreas Lichte wrote an interesting post about the embarrassing collaboration that the waldorf movement does not want to acknowledge.

    Long story short: Ravagli is a prominent anthroposophist. Molau is–or was, until he had to quit–a waldorf teacher in a German waldorf school. Molau also happens to be a highranking representative of the German nationalist party, NPD. The pair wrote a book together, but when Ravagli and his anthroposophical friends realized that the book project would endanger the reputation of the anthroposophical movement, Ravagli withdrew his participation and wouldn’t let the book be published.

    Andreas Lichte interviewed Molau, who quoted passages from the book–thus it happened that Ravagli’s statements from the book were made public, to the detriment–or so I assume–of the anthroposophical movement. Ravagli, rather than refute or comment on the statements, chose the all too familiar–in anthroposophical circumstances–route: he had his lawyer hand Molau, Lichte and the publisher of the article threats that he’d sue if they didn’t refrain from publishing the quotes. Andreas Lichte was to agree to a settlement which would prohibit him from using Ravagli’s quotes from the unpublished book in any and all contacts with the press.*

    The misuse and abuse of law to silence criticism is by no means a new tactic for cult followers and pseudoscience adherents. Anthroposophists have used it to suppress expression of opinion on web forums (e g, Mumsnet, Times Education Supplement, BBC discussion board). They have threatened journals (i e, Folkvett) with lawsuits if their demands are not met. They have had books (i e, the Grandts’ books on anthroposophy) taken off the market or stopped the publication (that is, apparently, an option available in some countries). This is a tactic sadly familiar. Right now, Simon Singh is standing trial for writing that chiropractors promote bogus treatments when they recommend chiropractics for conditions such as asthma and various childhood problems–indications for which chiropractics have no proven effect and no realistic explanation regarding how it works.

    In Humanistischer Pressedienst I read more about the legal threats againts Andreas Lichte. In an article aptly entitled “Steiners Apologet im Zwielicht”, Lichte is reported as saying that although he had counted on winning a case, he had no choice but settling; even a potential risk of losing was too tough to bear, he did not dare it. Unfortunately, anthroposophists win, and they once again succeed in stifling criticism. They don’t want to discuss with people, they don’t want to engage with criticism, they don’t want honesty and fairness–they only want people to shut up, before the repuation of anthroposophy is harmed.

    But eventually, such a tactic may backfire.

    And, as Humanistischer Pressedienst notes, the fact that Ravagli turns to this method of lawsuit threats, is

    “… characteristic and sheds light on his dysfunctional relationship to foundational democratic rights, such as the freedom of information and the freedom of press.”

    ps. Thanks to Peter who recommended the new article.

    Update: anthroposophists make an unsuccessful attempt at resurrecting a sense of dignity. Not very convincing. Note how the writer refrains discussing any of the matters honestly. What about that collaboration? What about the anthroposophist who’s a Nazi? What about the racism expressed by Ravagli, even without the aid of Molau? What about the scare tactics and the use of legal threats to silence criticism? What about the content of those quotes the world is now prohibited from seeing?

    http://zooey.wordpress.com/2009/06/13/desecration/

    • zooey sagt:

      Hallo Feuerbringer!
      Just want to say that somebody is posting my blogpost as comment on other people’s blogs. It’s not me. However, I don’t mind it, but I want to point out that it’s not my habit to copy and paste large chunks of text from my own blog as comments 😉
      Who is doing it, I don’t know, and he/she apparently adds no content of his/her own.
      (Good post, btw, Feuerbringer!)
      -z

  14. Thomas sagt:

    @ zooey

    in your blogpost you give such a good summary of the Ravagli/Molau partnership and its political implications for the anthroposophic cult you SHOULD post it where ever you can!

    Thanks for your great job!

    • zooey sagt:

      @thomas

      thanks a lot! I was just sort of worried that the large chunks were annoying to people or blog owners (sometimes that can be the case…)

      -z

  15. Friedrich sagt:

    Ein neuer Artikel der „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“ zum ultra-rechten Anthroposophen Lorenzo Ravagli:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html

    „Anthroposophische Führerherrschaft – Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung“

  16. Friedrich sagt:

    Lorenzo Ravagli, Redakteur der „Erziehungskunst“, herausgegeben vom Bund der Freien Waldorfschulen, erscheint selbst einem Waldorfschüler als untragbar:

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/07/15/ravagli-die-rassen-und-die-rechten/

    „Ravagli, die “Rassen” und die Rechten“

  17. Stefan sagt:

    @Kopfschüttel:
    Also…es ist wirklich unglaublich wie ernsthaft sie es fertig bringen ihren Schwachsinn in Worte zu fassen!

    „Ich finde es immer wieder lustig, wie furchtbar erhaben sich viele Zeitgenossen über Menschen vergangener Zeitalter fühlen, die etwa noch an Engel und Dämonen glaubten und auch vielfach entsprechende Wahrnehmungen hatten.“

    Ich finde es immer wieder lustig, wie körperlich erwachsene Individuen so dämlich sein können. Ich meine, es ist wirklich unfair, wie bringe ich es nur immer wieder fertig mich über Menschen lustig zu machen, die OFFENSICHTLICH an Halluzinationen leiden und diese für überirdische, ja göttliche Wahrnehmungen hielten! Und dass geistig verwirrte Personen die unter Halluzinationen leiden und an diese auch noch allerernstes glauben in unserer Gesellschaft dann Satan sei dank doch nicht so ernst genommen werden halte ich durchaus für dankenswert!!!

    Und für die Zukunft, lassen Sie ihre anthrophosophhischen Krankheitsauswüchse bitte in ihren möglicherweise irreparabel beschädigten Gehirnwindungen vergraben, ihre Kommentare zu lesen ist eine Beleidigung für jeden halbwegs unverblödeten Mitmenschen!

  18. R.S. sagt:

    Lügen, Lügen, Lügen!

    Die Wahrheit über mich und die Geistige Welt erfahrt ihr hier:

    Esoterik und Anthroposophie – Und nichts als die Wahrheit!

    http://esoreikundanthroposophie.wordpress.com/

  19. Moby sagt:

    Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.

    Ruhrbarone: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

  20. Andreas Lichte sagt:

    Rudolf Steiner ist nicht der einzige anthroposophische Rassist. Der bekannteste Italienische Anthroposoph, Massimo Scaligero, der auch ins Deutsche übersetzt wurde, war im italienischen Faschismus aktiv.

    Massimo Scaligero wird nach wie vor von Anthroposophen als spirituelle Autorität verehrt, so von Michael Eggert, Betreiber des anthroposophischen blogs “Egoisten” in seinem neuesten Artikel “Die Kraft des Lebens”, siehe:

    http://www.egoisten.de/files/kraft_des_lebens.html

    Michael Eggert ist seit langen bekannt, dass Massimo Scaligero Faschist, Antisemit und Rassist war, spätestens seitdem ich meine von der Italienischen Botschaft durchgesehene Scaligero-Übersetzung auf seinem blog postete:

    Massimo Scaligero, „Coscienza del sangue“ in „La Difesa della Razza“, August 20, 1942, 4:

    „Se esiste una finalità essenziale della dottrina razzista, questa necessariamente consiste in una prassi etico-scientifica che rettifichi i valori della razza, secondo un modello che non occorre inventare ma che già esiste. Ciò può essere realizzato non soltanto attraverso una serie di norme eugeniche e sanitarie, ma anche destando una sensibilità e una coscienza razzista, così che il popolo non accolga passivamente i risultati di un’azione razzista, ma divenga esso stesso consapevole cooperatore di tale azione.“

    Massimo Scaligero, „Bewusstsein des Blutes“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. August 1942, S. 4:

    „Wenn eine essentielle Zielsetzung der rassistischen Doktrin [i.e: der Rassen-Lehre] existiert, dann besteht diese notwendigerweise in einer ethisch-wissenschaftlichen Praxis, die die Werte der Rasse richtigstellt, gemäss eines Modells, das nicht erfunden werden muss, sondern das bereits existiert. Dies kann nicht nur durch eine Reihe von Normen der Eugenik und der Gesundheit erreicht werden, sondern auch indem eine rassistische Sensibilität und ein rassistisches Bewusstsein [i.e.: ein Rasse-Bewusstsein] erweckt wird, so dass das Volk nicht passiv die Resultate einer rassistischen Aktion aufnimmt, sondern selbst bewusster Mitwirkender dieser Aktion wird.“

    ……………………………………..

    Massimo Scaligero, „Fronte unico ario“ in „La Difesa della Razza“, February 20, 1941, 22:

    „Il movimento anti-ebraico giustamente oggi deve acquisire un’ampiezza supernazionalistica sino a divenire un’intesa di tutti i paesi. Proprio perchè si è mossi da un ideale di universalità che non abolisce ma mantiene e armonizza la differenziazione gerarchica, non si può ammettere l’azione di un gruppo etnico culturale a carattere internazionalistico, quale quello ebraico; tale inamissibilità per i popoli acquista vivente significato sopratutto allorchè alla concezione di una nuova universalità ariana corrisponde il risveglio di quell’elemento etnico-spirituale che inizialmente dette impulso a questo ideale di umanità. Ora, un fronte unico si rende necessario per dare all’universalità dell’ideale ariano uno strumento positivo sul piano dell’azione, in quanto non si tratta di combattere contro una nazione, ma contro una ‘internazionalità’ che è nazione nelle nazioni e si presenta non soltanto sotto l’aspetto di razza, ma sotto quello di religione, di cultura, di modo di pensare, di conoscere, di agire.“

    Massimo Scaligero, „Arische Einheitsfront“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. Februar 1941, S. 22:

    „Die anti-jüdische Bewegung muss heute richtigerweise eine übernationale Größe erlangen, bis sie zu einem Übereinkommen aller Länder wird. Gerade weil man von einem Ideal der Universalität bewegt [i.e.: angetrieben] ist, das die hierarchischen Differenzierungen nicht abschafft, sondern beibehält und harmonisiert, kann man die Aktion einer ethnisch-kulturellen Gruppe mit internationalistischem Charakter, wie die der jüdischen, nicht zulassen; diese Unzulässigkeit für die Völker erlangt lebende [auch: lebendige] Bedeutung vor allem sobald mit der Konzeption einer neuen arischen Universalität das Erwachen [auch: Wiederaufleben] jenes ethnisch-spirituellen Elementes übereinstimmt, das ursprünglich diesem Ideal der Humanität den Impuls gab. Jetzt ist eine Einheitsfront unentbehrlich, um der Universalität des arischen Ideals ein positives Instrument auf der Ebene des Handelns zu geben, insofern es nicht darum geht, gegen eine Nation zu kämpfen, sondern gegen eine ‘Internationalität’, die Nation in den Nationen ist, und sich nicht nur unter dem Aspekt der Rasse präsentiert, sondern auch unter dem Aspekt der Religion, Kultur, der Denkweise, des Erkennens, des Handelns.“

    Dies sind nur 2 Beispiele, es gibt unzählige andere faschistische Scaligero-Texte.

  21. Batman sagt:

    Offensichtlich können die Betreiber dieser Website nur in Comic-Sprechblasen denken. 🙂

  22. Graue Maus sagt:

    Sie scheinen wohl nicht verstanden zu haben, dass alle diese Verbrechen, die hier vermeldet wurden, auf sehr intelligente Art begangen waren und sind. Verstehen Sie, was hiermit gemeint wird ? Es handelt sich um Leute die ihre Intelligenz anwenden in allen Einzelheiten von ihren Verbrechen.

  23. Andreas Lichte sagt:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-curriculum-und-karma-das-anthroposophische-erziehungsmodell-rudolf-steiners/

    „Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners

    Die anthroposophische Pädagogik ist eine Mogelpackung für Herrschaft. Sie beutet das vielfach anzutreffende Orientierungsbedürfnis aus, um die Herrschaft einer selbsterwählten Elite zu begründen. Von unserem Gastautor Klaus Prange.

    (…) Als Beleg und zur Illustration nur dieses Beispiel: Warum sind einige Menschen nicht “weiß”, wie die meisten Europäer, sondern dunkel bis schwarz? Die wissenschaftliche Antwort wird üblicherweise in der Physischen Anthropologie gesucht. Dr. Steiner jedoch weiß es besser und tiefer. Dass jemand dunkel auf die Welt kommt, liegt daran, dass er in seinem vorherigen Leben ein “dunkles”, verderbliches Leben geführt hat. (14) Mehr noch: Er könne jetzt schon bei einigen Zeitgenossen voraussagen, dass sie in der nächstfälligen Inkarnation als Schwarze auf die Welt kämen, zur Strafe für ihre Schandtaten. Das ist die feine anthroposophische Art des Rassismus. Ebenso werden Krankheiten, Missbildungen, Geistesstörungen als Ergebnis früherer moralischer Verfehlungen gedeutet. (…)

    Zum Autor: Prof. em. Dr. Klaus Prange, Jahrgang 1939, Emeritierter Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Tübingen. Arbeitsschwerpunkte sind u. a. Pädagogische Anthropologie als Anthropologie des Lernens und die Pädagogische Ethik.“

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