Religiöse Mädchen treiben häufiger ab

Verfassung gilt nicht für Frauen mit ungewollter Schwangerschaft

Und wieder eine amüsante Neuigkeit aus der verlogenen Welt des Glaubens: Eine neue Studie aus dem amerikanischen Fachmagazin „Journal of Health and Social Behavior“ kommt zu dem Ergebnis, dass Mädchen um die 20 häufiger abtreiben lassen, wenn sie religiöse Privatschulen besuchen, die für ihre strikte Haltung gegen Abtreibung bekannt sind.

Was folgt sind allerlei Spekulationen der Wissenschaftler, welche die Studie gestaltet haben. Den Schülerinnen stünden allerlei wirtschaftliche und soziale Probleme bevor, wenn sie nicht abtreiben und so weiter. Ergänzen müsste man aber unbedingt, dass die Mädchen Abstinenzunterricht statt Sexualaufklärung erhalten und also keine Ahnung haben, wie das mit den Verhütungsmitteln funktioniert. Andernfalls würde sich die Frage, ob sie abtreiben wollen oder nicht, gar nicht erst stellen.

Die Forscher merken nun an, dass unverheiratete, schwangere Mädchen soziale Probleme in ihrem Umfeld bekämen. Man würde sie von der Gemeinschaft ausschließen und verächtlich behandeln, wenn sie Kinder auf die Welt bringen, ohne verheiratet zu sein. Wegen ihrem Schuldgefühl ob der sündigen Tat und um diese sozialen Nachteile zu vermeiden, treiben die Mädchen ab. Laut ihrer religiösen Moralität ist das zwar Mord, aber wenigstens ist es kein gesellschaftlicher Selbstmord. Und wenn niemand davon erfährt, können sich die Mädchen ihre Schuldgefühle ersparen. Gott sieht zwar alles, aber der, und das wissen konservative Christinnen offenbar insgeheim auch, existiert ja sowieso nicht.

Wenn die Mädels erst einmal heiraten, dann steht auch ihre Ehe auf wackligen Beinen. Religiöse Menschen lassen sich nämlich häufiger scheiden als Atheisten und Agnostiker:

Variation der Scheidungsraten nach Religionszugehörigkeit:

Religion % haben sich scheiden lassen
Juden 30%
Wiedergeborene Christen 27%
Andere Christen 24%
Atheisten, Agnostiker 21%

Die Queen ist vielleicht „not amused“, aber ich bin es mit Sicherheit schon…

2 Kommentare zu „Religiöse Mädchen treiben häufiger ab

  1. betr. der scheidungsstatistik muß angemerkt werden, daß die differenz von drei prozentpunkten zwischen den einzelnen gruppen nicht wirklich als signifikant gelten kann (Signifikans normalerweise immer erst ab 5%) aufgrund der Möglichkeit statistischer Fehler & Umfragefehler. Daher ist die einzige Aussage, die man eigentlich wirklich aus der aufstellung ziehen kann, daß Juden sich häufiger scheiden lassen als Atheisten (und nebenbei bemerkt: die haben auch das älteste Scheidungsrecht der Geschichte)

  2. PS: ganz davon abgesehen, daß „Jude“ nicht nur eine Bezeichnung der religiösen Zugehörigkeit ist/ sein muß – da hätteeigentlich noch zwischen „praktizierenden“ und „nicht praktizierenden“ unterschieden werden müssen… hach je

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