Cyberdyne entwickelt Exoskelette

Cyberdyne

Das aus „Terminator“ bekannte Unternehmen Cyberdyne existiert wirklich. Es gehört zu den führenden Entwicklern von kybernetischen Produkten und es entwickelt Exoskelette – die metallenen Skelette, aus denen Terminatoren bestehen.

Doch kein Grund zur Panik! Ihr Roboteranzug „HAL“ (Anspielung auf den Kubrik-Film „2010: Odysee im Weltraum“) könnte behinderten Menschen helfen, wieder zu laufen!

Dies hat bereits funktioniert bei einem 46-jährigen Mann, der sein linkes Bein nicht mehr bewegen konnte, weil es im Alter von elf Monaten von Polio befallen wurde. HAL misst elektrische Signale auf der Haut, die von sich bewegenden Muskeln darunter ausgehen und setzt sie in Bewegungen der entsprechenden Robotergliedmaßen um. In Japan sind bereits über 20 Exoskelette in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken im Einsatz.

HAL dient allerdings auch dazu, die Körperkraft von normalen Menschen zu steigern und kann verwendet werden, um schwere Lasten zu heben, zum Beispiel für Rettungsaktionen bei Erdbebenopfern. Transhumanismus in praktischer Anwendung – vielleicht doch keine so schlechte Idee.

14 Kommentare zu “Cyberdyne entwickelt Exoskelette

  1. Ari sagt:

    Ja die Cyberdynesachen sind wirklich gut, hoffen wir das sie ihren Kurs (keine militärische Nutzung) beibehalten und nicht bald von einem großen (Rüstungs)konzern geschluckt werden.

    In den USA läuft es ja gerade andersrum, sogut wie sämtliche Forschung an Exoskeletten erfolgt mit staatlichem Zuschuss und dem Ziel sie militärisch zu nutzen (Kampfkraftverstärkung)

  2. Stefan sagt:

    Jaja, Behinderten und Erdbebenopfern helfen, so fängt es an, aber wehe, der Geist ist aus der Flasche. Wenn man eine künstliche Retina entwickelt, damit Blinde sehen können, ist das natürlich gut, aber es gibt keinen Grund, den Chip nicht auch zum Beispiel für Infrarotstrahlung empfindlich zu machen und dann gibt es auch keinen Grund, zum Beispiel Menschen mit funktionierenden Auge mit solch einem Infrarotsender „aufzuwerten“ und das werden natürlich Soldaten/Agenten sein. Oder einfach reiche Leute, die ihre Körper nicht mehr nur beim Chrirurgen verschönern, sondern gleich verbessern lassen.

    • Stefan sagt:

      Militär und Finanzeliten profitieren sowieso von sämtlichen Annehmlichkeiten als erste. Deshalb kann man aber nicht einfach aufhören, neue Gadgets zu entwickeln.

  3. Stefan sagt:

    Die Odyssee findet 2001 im Weltraum statt 🙂

  4. Der mit dem Glauben tanzt sagt:

    Ich bin dafür. Es ist eine gute und ehrenhafte Idee, diese Exoskelette zu verwenden. Außerdem ist allein die Vorstellung extrem geil XD.
    Und ich glaube nicht, dass sie nicht von den Militärs verwendet werden. Gibt es überhaupt ein Land, in dem das Militär weniger weiß als die zivile Forschung? Zumindest in den Industrieländern?

  5. derautor sagt:

    Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum das Militär diese Technologie nicht verwenden sollte. Je effektiver die gezielte Tötung von Menschen ist, desto weniger müssen unnötig sterben. Ebenso sehe ich keinen Grund, warum man Menschen nicht mit Technologie „updaten“ sollte, wenn sie das freiwillig machen.

  6. H. Lektor sagt:

    als Leser dreier Shadowrun-Romane hab ich gleich einen ganzen Blumenstrauß an Einwänden dagegen, die Dinger für den Privatgebrauch körperlich unversehrter idioten zuzulassen, die nicht wissen wohin mit ihrer kohle und sich dann einen spaß daraus machen, mit ihren gekauften „kräften“ beim rest der welt angeben zu gehen…ich meine, wenn ich mich heute irgendwo mit jemandem in die wolle kriege, können wir uns streiten oder prügeln, und wennns mir zu doof wird, kann ich weglaufen. keine lust habe ich darauf, daß mir schlimmstenfalls jemand den unterkiefer rausreißt, weil ihm meine nase nicht paßt. (und hej: der Kapitalismus lebt: das zeug wird bei den leuten landen, die es sich „leisten“ können). aber ein paar wütende worte werden den „Fortschritt“ auch nicht aufhalten, im gegenteil. Daher verbünde ich mich mit dem nicht zu sclagenden gegner und schlage gleich vor, auch technologische hirn-zusatzaggregate für gesteigerte intelligenz undsoweiter zu bauen. ließe sich auch zur steigerung sozialer kompetenzen verwenden: der richtige Charakter in der richtigen Situation, auf Knopfdruck. Bestellen sie jetzt und bekommen einen elektronischen Haus-Hüte-und-Kuschelhund gratis dazu 🙂

    Mit Transhominismus hat das allerdings herzlich wenig zu tun.
    Jedenfalls, wenn man den ernst nimmt, von dem ich annehmen, daß er der Vater des Gedankens ist. Das ganze läßt den Menschen, der schon da ist, tierischer als jedes Tier, bloß größer und breiter werden. mehr vom alten abgestandenen Mist, aber nichts, was sichh „jenseits des Menschen“ nennen dürfte.

  7. Trinculo sagt:

    „ich meine, wenn ich mich heute irgendwo mit jemandem in die wolle kriege, können wir uns streiten oder prügeln, und wennns mir zu doof wird, kann ich weglaufen. keine lust habe ich darauf, daß mir schlimmstenfalls jemand den unterkiefer rausreißt, weil ihm meine nase nicht paßt.“
    Schlimmstenfalls kann bereits heute jemand ne Knarre ziehen und dir eine Kugel verpassen. Und dazu braucht er nicht mal einer der zu sein, „die nicht wissen wohin mit ihrer kohle“.
    Da ist so ein Exoskelett auch nicht schlimmer. Und hey, wenn die Technik in Serie ist, dann kriegst du vielleicht gleich einen neuen kraftverstärkten Unterkiefer. 🙂

    „mehr vom alten abgestandenen Mist, aber nichts, was sichh „jenseits des Menschen” nennen dürfte.“
    Was verstehst du denn unter jenseits des Menschen?

    • H. Lektor sagt:

      ne Handfeuerwaffe muß aber erstmal gezogen und entsichert sein (ganz zu schweigen von überhaupt geladen), während ein exoskellet , wenn es am körper is, sofort einsatzberreit ist (und mir auch aus versehen eine verpassen kann)…und ich gehöre zu den leuten, die sich nicht mal kontaktlinsen in die Augen tun.

      was ich unter transhomo verstehe, ist ne gute frage. trifft irgendwas zwischen philosophie und versponnener Dichterei. Es ist die Suche nach Freiheit in einem determinierten Universum, Realisierung objektiver Unmöglichkeiten, der Versuch, die negativen Auswirkungen der Condition Humaine zu anullieren, das abschütteln von angst, das weglassen von dummheit. „Die Menschheit bedroht den Fortbestand und das Glück unzähliger Tier- und Pflanzenarten […] Es gibt besseres“; das öffnen bereits geöffneter augen …vor allem was geistig-cognitives und eher weniger „Verbesserungen“ am Körper.

  8. ZeroMatter sagt:

    „ne Handfeuerwaffe muß aber erstmal gezogen und entsichert sein (ganz zu schweigen von überhaupt geladen), während ein exoskellet , wenn es am körper is, sofort einsatzberreit ist (und mir auch aus versehen eine verpassen kann)…und ich gehöre zu den leuten, die sich nicht mal kontaktlinsen in die Augen tun.“

    Hui, er braucht dann drei Sekunden, um seine Schusswaffe bereit zu machen.
    Nimm nur mal das großartige Duell: Exoskelett gegen Knarre. Wer wohl gewinnt, hmm?
    Ach ja, das Duell gab’s schon. Vor Jahrhunderten.
    Schusswaffen > Nahkampf. (Ach wenn einem ausreichend Filme das Gegenteil einreden wollen…)

    Aber wenn du solche Angst vor dem Nahkampf hast – ein Messer muss auch nicht geladen, oder entsichert werden. Nehmen, stechen, tot.
    That’s Life. War schon immer so.
    Wer den anderen, statt ihn abzustechen oder abzuknallen, lieber mit seinem Exoskelettverstärkten Armen den Kopf abreißen will, der ist lediglich ein Angeber.
    Kosten-Nutzen-effizient ist das Ganze aber sicher nicht…

    „Es gibt besseres“; das öffnen bereits geöffneter augen …vor allem was geistig-cognitives und eher weniger „Verbesserungen“ am Körper.“

    Also für mich ist Transhumanismus nur „künstliche“ Verbesserung des Menschen, ob dies zu geistiger Erleuchtung oder nicht führt, spielt da keine Rolle.

    Ich persönlich stelle mir unter Transhumismus tatsächlich lediglich Science-Fiction artige bionische Implantate, künstliche Körperteile, etc. vor.

    • H. Lektor sagt:

      Das ist ja eben genau das Problem: Der technische Fortschritt hat den mentalen schon mehrfach überrundet. Und da stehen wir (noch) und geraten so langsam ins schwimmen……

  9. Stefan sagt:

    Was erwartest du? (Noch) ist unsere Lebenszeit begrenzt, in 80 Jahren kann man nun mal nicht unendlich viel verstehen/lernen etc. D. h. Bis wir unsere Lebenszeit nicht mit biomechanischem Zeug aufgebessert haben bleibt auch die Erleuchtung aus XD

  10. Nico sagt:

    Im Endeffekt ist diese Erfindung sicher nützlich. nur wird sie doch mindestens die nächsten 20 Jahre viel zu teuer sein, für jemanden der wegen seiner Behinderung nicht arbeiten kann und auch für jemanden der arbeiten kann….

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