Entwürfe für neue Buskampagne

Erzieht mich religiös...

Update! Oben ein neues Logo. Und noch mehr Neue gibt es unten:

Wohin gehe ich heute?

Schwierig, diese alltäglichen Entscheidungen.

Erzieht mich religiös...

Islamisten wären stolz darauf.

Er weiß, ob du böse warst...

Die beiden haben etwas gemeinsam. Sie sind allwissend, überall zur gleichen Zeit, sie belohnen die Guten und bestrafen die Bösen.

Entwürfe von Matthias Krause:

26 Kommentare zu “Entwürfe für neue Buskampagne

  1. Benne sagt:

    Ich finde beide gut, nur weiß ich nicht ob die breite bevölkerung „bereit“ für solche kritik ist… wäre sowas wie die „please don’t lable me“ nicht besser verständlich für die masse?

    • derautor sagt:

      Die sind nicht ernstgemeint. Im GBS-Forum arbeiten sie an ernstgemeinten.

      • Bebu sagt:

        Hätte ich soviel Geld, wie ich gerne hätte, würde ich aber allein für den Spaß und die Gerichtsverhandlung nach §166 die Plakatierung mit diesen (und ähnlichen) Sprüchen bezahlen.

      • Benne sagt:

        schon klar 😉 trotzdem fände ich diese gut, da ich finde das sie zum nachdenken anregen.. vorrausgesetzt viele religiöse hätten ein bisschen mehr humor…

  2. skydaddy sagt:

    Kannst Du mal die URL nennen, wo die „ernsthaften“ Entwürfe zu finden sind? Konnte sie bisher nicht finden. Danke.
    Vielleicht könnte man „und ich fliege ein Flugzeug in euer Haus“ ändern in „und ich sprenge eure Busse in die Luft“?

  3. […] Neue Buskampagne? Es gibt Überlegungen, nach dem Vorbild der englischen Billboard Campaign, im nächsten Jahr eine neue Buskampagne zu starten. Hier sind schon mal zwei sehr gelungene Vorschläge von Andreas Müller: […]

  4. reneknauer sagt:

    Die Kampagnen sind super. hihihi

  5. asphyx68 sagt:

    Beide humorvollen Sprüche gefallen mir sehr. Und ich würde mich freuen, würden diese auf Bussen bundesweit stehen!

    Immerhin richten sie sich direkt gegen Fundamentalismus. Und jener ist ja nicht rein islamisch.

  6. Sofa sagt:

    Die „Erzieht mich religiös“-Banner sind Übertreibungen und werden von Theisten bestimmt auch als solche erkannt. Wie wär es mit „Du bist ein Atheist / Wenn es um Zeus und Shiva geht“

    • Benne sagt:

      Natürlich würde ein Theist, dieses erkennen, aber so eine Kampange soll ja _denke ich_ nicht auf Theisten abzielen, sonder auf die Breite Bevölkerung und diese könnte mit diesen Sprüchen denke ich nicht umgehen.

      • asphyx68 sagt:

        @On

        Dann unterschätzt die Denkfähigkeit dieses Volkes. Das ist durchaus in der Lage, hinter dem vermeintlichen Sarkasmus, die Wahrheit zu erkennen.

  7. Epicurus sagt:

    Wer meint, dass man Menschen am besten von etwas überzeugt, in dem man sie beleidigt, sollte die hier dargestellten Entwürfe prima finden. Menschen als potentielle Terroristen oder psychisch krank darzustellen ist dazu eine bewährte Methode.

    Haben die Fans dieser Sprüche schon mal die Erfahrung gemacht, einen anderen Menschen zu überzeugen? Falls nein, so hätte ich einen Verdacht, woran das liegen könnte 🙂

  8. verquer sagt:

    Wer meint den gemeinen Gläubigen überzeugen zu können, hat es wohl noch nie probiert.

    • Epicurus sagt:

      Hallo verquer. In den letzten Jahren habe ich rund ein Dutzend Leute davon ueberzeugen koennen aus der Kirche auszutreten. Ich behaupte einmal, darin eine gewisse Routine zu haben und das ein paar Standardargumentationswege gut funktionieren.

      Die meisten haben allerdings ihren Glauben behalten. Zwei bis drei von diesen (bei einem bin ich nicht sicher) meine ich „entkehrt“ zu haben. Dies ist aber schwieriger und ich mache das ja nicht hauptberuflich.

      Warum sollte dies aber auch nicht gehen? Wir haben gute Argumente und das hier gerne kultivierte Vorurteil, dass Glawubige alle doof oder boesartig seien ist schlicht unwahr.

      • verquer sagt:

        Hi Epicurus,

        offensichtlich hätte ich meinen Einzeiler doch mit einem aufklärenden Smilie kennzeichnen müssen, um klar zu stellen, dass dieser eher darauf hindeuten sollte, dass es zwar schwer aber nicht unmöglich ist, Gläubige zu „entkehren“ (netter Ausdruck btw).

        „Warum sollte dies aber auch nicht gehen? Wir haben gute Argumente und das hier gerne kultivierte Vorurteil, dass Glawubige alle doof oder boesartig seien ist schlicht unwahr.“

        Ist dieses Vorurteil hier kultiviert? Wenn ja, dann würde ich dagegen sprechen. Nicht alle Gläubigen sind doof oder bösartig. Ok. von der Laien ist evident doof und die vatikanische Vorsteherdrüse mit Sicherheit böse. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die meisten sogar durchschnittsintelligent und durchschnittsgutböse sind.

        Allerdings sind (fast) alle ihre Argumente doof.

    • Epicurus sagt:

      Und als Ergaenuung noch eine aktuelle hpd-Meldung ueber Kiirchenaustritte

      http://hpd.de/node/8373

      Von dieser Art gibt es zur Zeit viele Nachrichten. Eine große Gruppe von Menschen steht an der Schwelle zu Kirchenaustritt und Glaubensabkehr wie die Zahlen beweisen.

      Diese gilt es abzuholen und nicht sie zu beleidigen. Den Hardcore-Gläubigen ist so nicht beizukommen, aber man gräbt ihnen die Basis weg. Nicht zuletzt sind die Zahlen zu Kirchenaustritten auch ein Signal an Politiker, die immer auf der Suche nach Mehrheiten sind. Lasst uns diesem vor unseren Augen ablaufenden Trend mit den richtigen Slogans beschleunigen statt diese Menschen zu vergraulen.

      • Bebu sagt:

        Wie du selbst schreibst, ist ein Kirchenaustritt noch nicht gleichbedeutend mit einem Abfall vom (religiösen) Glauben (an was auch immer).

        Mir stellt sich da die Frage zu was man diese Menschen, die bereits aus der Kirche ausgetreten sind, überzeugen soll? Atheismus/Agnostizismus oder irgendeine dieser Formen als Antwort auf EINE Frage ist da nicht so sonderlich prickelnd. Wer da unbedingt meint sich irgendein Wesen denken zu müssen, soll es tun, so lange er sich an bestimmte Normen hält und mir meine Freiheitsrechte nicht meint einschränken zu müssen, ist es mir diesen oft nicht vielversprechenden Aufwand zur Überzeugung nicht wert.

        Den Rest des übrig gebliebenen Glaubens anzukratzen oder zu zertrümmern, mag auch seinen gewissen Reiz haben (kann ja sehr erheiternd sein). Ich für mich sähe aus meiner Position sicherlich einen Gewinn aus einem Wegfallen solcher Denkinhalte, wenn ich sie denn hätte.
        Aber wie ist es beim Gegenüber? Je nach Person kann man damit viel Wut, Furcht, Verwirrung, etc. auslösen und diese kann mir je nach Art der zwischenmenschlichen Beziehungen nur neue Probleme schaffen.
        Also ist auch hier nur nach Einzelfall ein argumentativer Angriff sinnvoll.

        Stellt sich nun wiederum die Frage wozu ich sie überzeugen soll? Mir fehlt da irgendwie die Agenda.

        Mann könnte es mit einer gewissen Form irgendeiner Humanismusversion und Ethik versuchen. Nur habe ich da doch die Vermutung, dass Menschen, sobald sie über mehr und bestimmte Bildung verfügen, nicht so leicht auf eine ganz bestimmte, abgrenzte Weltsicht und Ethik einzuschwören sind. „Wir“ haben es da nicht so leicht wie Religionsgemeinschaften, die enorm von der Einfachheit ihrer Inhalte profitieren, die sich leicht an schlecht gebildete Menschen und Kinder vermitteln lassen. „Wir“ haben in solchen Fällen Menschen vor uns, die bereits erwachsen sind und über ein relativ festes Wertesystem verfügen, das sich nicht so leicht verschieben lässt.
        Selbst wenn man einen geistig recht offenen Menschen vor sich hat, der empfänglich für neue Inhalte ist, frage ich mich doch noch, wohin soll ich diese Menschen befördern?

        „Wir“ haben einfach nicht die Einheitsethik, das Einheitsweltbild (gut, das wahrscheinlich noch mehr als die Einheitsethik) und bis auf vielleicht ein sehr allgemein gehaltenes Ziel, auch kein Einheitsziel.

        So bleibt dann nur das realistische Ziel diese Zweifelnden/aus der Kirche Ausgetretenden für ganz bestimmte, eng abgrenzte Ziele und Forderungen zu begeistern, wie z.B. eine komplette Trennung von Staat und Kirche, eine Abschaffung der Subventionierung von Religionsgemeinschaften, eine Verteidigung der Menschenrechte (als kleinen Konsens der Ethik einiger) ggü. den Angriffen islamisch dominierte Staaten, etc.
        Nur wiederum: Muss ich dafür zwangsweise immer den Krampf einer kompletten Entgottifizierung auf mich nehmen?

  9. Oliver sagt:

    Die Kampagnen sind toll. Vor „ob“ würde ich ein Komma setzen. Gott sieht auch fehlende Satzzeichen. Und die bestraft er besonders hart.

  10. derautor sagt:

    Ich denke, es ist klar, dass sich meine Kampagnenvorschläge nicht an Gläubige richten, sondern an andere Atheisten oder solche „in der Mitte“, wie überhaupt die meisten Beiträge dieses Blogs.

  11. Andreas P sagt:

    Epicurus: Meine drollige Erfahrung ist, dass Leute, die mich kennenlernen, komischerweise reihenweise vom Glauben abfallen, obwohl ich eigentlich im Alltag nicht zu „demissionieren“ versuche. Mehr als gelegentlich über klerikalen Unsinn lustig machen oder ein paar Fakten fallen lassen tue ich kaum. Die Selbstverständlichkeit, mit der Leute Atheist sind, scheint für viele Zweifelnde letztlich ansteckend zu sein – sprich, der entscheidende Ruck, ebenfalls das vormals „undenkbare“ zu tun und den Glauben hinter sich zu lassen.

    Der wesentliche common ground scheint mir zu sein, dass Atheisten über alle Religionen so denken, wie Gläubige über alle Religionen *außer ihrer eigenen* denken. (Das kann und darf man beliebig genau differenzieren, ich lass es mal so plakativ stehen.) Letztlich müssen die Leute aber selbst erkennen, dass sie keine besonderen Gründe für ihre Religion haben – mehr als „Geburtshelfer“, Katalysator kann man da schwer sein, denke ich.

  12. Nina sagt:

    Ich finde die „Erzieh mich religiös“-Sprüche etwas arg beleidigend. Manche Menschen sehen in Gott eine Ausfüllung des eigenen, tristen Lebens. Das macht sie noch lange nicht zu Attentätern.

    Der letzte Spruch gefällt mir hingegen sehr, den Weihnachtsmann und Gott auf eine Stufe zu stellen. 🙂

    Bin echt gespannt, wann und ob es wieder losgeht mit den Busfahrten. An der letzten konnte ich aus Termingründen leider nicht teilnehmen.

  13. Warum tragen alle Poster den schönen muslimischen Namen „Said“, so wie Edward Said p.e., nach dem an der Columbia University ein eigener Lehrstuhl benannt ist auf dem der Obama-Freund Rashid Khalidi seine Mistkübel über Israel ausschütten darf p.e.?

    Ist das hier ein Familienbetrieb, hä?

  14. […] ob ihr euer Geld lieber für die Aktion in Österreich oder in Deutschland spenden wollt, denn wie man hört, arbeitet man bei der Giordano-Bruno-Stiftung ebenfalls an einer entsprechenden […]

  15. skydaddy sagt:

    Anlässlich der geplanten Kampagne in Österreich noch ein Gedanke:

    „Erzieh mich religiös“ weicht m.E. deutlich vom englischen Original „Etikettier‘ mich nicht“ ab. Ich könnte mir etwas vortellen wie: Pack mich in keine Schublade oder Ich will in keine Schublade gepackt werden. (OK, dafür braucht’s ’nen Gelenkbus…)

    Als Unter-Schrift etwas wie „Wenn ich groß bin, entscheide ich selbst“ bzw. „will ich selbst entscheiden“

  16. skydaddy sagt:

    … oder: „Ohne Schubladendenken / fährt man besser“

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