Jack of All Trades

…mit dem grandiosen Bruce Campbell ist eine der besten Serien überhaupt! Ja, ich weiß: Das hat mal wieder nicht viel mit Aufklärung zu tun. Aber so ist das: Ich höre niemals auf, über abgedrehte Fernsehserien zu reden, die außer mir keiner kennt. Niemals!

Es geht um einen amerikanischen Geheimagenten, der für Thomas Jefferson („T.J.“) auf der Insel Palau-Palau arbeitet, um dort die Herrschaft der Franzosen zu unterwandern. Durch einen Zufall kommt er auf die Idee, sich als örtlicher Volksheld namens „The Daring Dragoon“ auszugeben.

Bruce Campbell spielt darin essenziell die selbe Rolle wie in Armee der Finsternis, einen hedonistischen, sprücheklopfenden Draufgänger, der trotzdem stets den Sieg davon trägt. Die Serie dient vor allem dazu, Campbell eine Chance zu geben, mit witzigen Sprüchen um sich zu werfen und sich durch abgedrehte Slapstick-Szenen zu schlagen. Das läuft erfrischend amerikanisch ab: Keinerlei Respekt vor Europa und dem Rest der Welt, einfach alles wird satirisch plattgewalzt. Dabei wird allerdings auch Amerika selbstironisch auf die Schippe genommen.

Die Franzosen werden wie schwuchtelige Trottel dargestellt und auch die Piraten wirken wie aus dem Bilderbuch ausgeschnitten. Benjamin Franklin verlangt es im Kerker vor allem nach einer Bediensteten, Napoleon tritt als arroganter Zwerg auf und der Marquis de Sade betreibt eine Sado-Maso-Insel. In der letzten Episode kämpfen der Dragoon und seine britische Partnerin gegen einen islamischen Herrscher und befreien seine Frauen, juhu!

Und das spiegelt in der Tat die Werte wider, die in der Serie vertreten werden. In einer anderen Folge sprechen Amalia Rothchild und Jack Styles (die Hauptcharaktere) über den Tod und sind beide der Meinung, dass danach nichts ist („Ein paar Leute schauen auf deinen Körper hinab und essen Kuchen“).

Hier der spaßige Titelsong:

Die Serie gibt es ausschließlich als US-Version (NTSC) auf DVD zu kaufen.

Produziert wurde die Serie übrigens von Sam Raimi, dem Regisseur der aktuellen Spiderman-Filme. Er und Campbell haben ihre Karriere zusammen mit billigen Horrorfilmen (The Evil Dead) begonnen.

4 Kommentare zu “Jack of All Trades

  1. Spaceman_Spiff sagt:

    Hmm ich mochte die Serie sehr, zumindest die erste Staffel, danach hat sie bedauerlicherweise extrem abgegeben, da sie aber schon in der Mitte der 2ten Staffel bgesetzt wurde isses im schnitt immer noch saugeil…

    • derautor sagt:

      Gegen Ende der ersten, Anfang der zweiten Staffel waren ein paar Folgen echt scheiße. Aber die letzten Folgen sind wieder gut, finde ich.

  2. Lebrac sagt:

    Dann doch lieber Rowan Atkinson als Blackadder.

  3. Martin sagt:

    Danke für den Tip, werde ich mir definitiv mal anschauen.

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