CDU-Sozialministerin für Kruzifixverbot

Aygül Özkan (Foto: hamburgische-buergerschaft.de)Bei den ZDF News lesen wir Erfreuliches: „Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen“, sagt Aygül Özkan dem Münchner Nachrichtenmagazin „Focus“. „Die Schule sollte ein neutraler Ort sein.“

„Ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere, erklärte die Muslimin. Darum hätten auch Kopftücher „in Klassenzimmern nichts zu suchen“. Für Schulen in kirchlicher Trägerschaft solle allerdings kein Kruzifixverbot gelten.“

Das hätte Richard Dawkins sagen können – in der Tat hat Dawkins das gesagt. Super! Wer hätte gedacht, dass ein solches Vorhaben ausgerechnet aus der CDU kommen sollte? Nun werden die parteieigenen Christenimperialisten Probleme bekommen, wenn sie widersprechen. Auf Kirche und Christentum sind die Deutschen gerade, glaube ich, nicht so gut zu sprechen.

Vielleicht wird es endlich etwas mit der längst überfälligen Trennung von Kirche und Staat.

Bei der Gelegenheit wird einmal mehr der gewaltige Unterschied deutlich zwischen feuerbringer.com und Politically Incorrect. Die ziehen nämlich über Özkan wie folgt her:

Die Katze aus dem Sack gelassen hat Niedersachsens neue Sozialministerin Aygül Özkan (Foto), die für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration zuständig ist, noch vor ihrer Amtseinführung: Wichtig ist die Unterscheidung in “die” und “wir”, wobei “die” wir Deutschen sind und “wir” die Türken. Irgendwie dachten wir, Integration geht anders.

Im Morgenpost-Interview erklärt sie:

„Wir brauchen an unseren Gerichten dringend mehr Richter mit Migrationshintergrund. Damit die Betroffen auch sehen, hier entscheidet nicht eine fremde Autorität, sondern wir gehören da auch zu.“

Komisch: Spanier, Italiener, Polen erkennen die “fremde Macht” an, wenn sie sich danebenbenehmen. Nur Moslems wollen eigene Richter! Wenn sie der “fremden Macht” den Schädel einschlagen können, warum soll dann nicht die “fremde Macht” auch zu Gericht sitzen? Warum brauchts denn ihresgleichen?

Natürlich hat Özkan auch mit diesem Vorschlag vollkommen recht. Und von einer Trennung zwischen „wir“ und „sie“ kann gar keine Rede sein, da sie hier eindeutig aus der Perspektive schlecht integrierter Muslime (die „Betroffenen“) spricht. Im Gegenteil versucht Özkan gerade, diese Trennung zu überwinden, wie sie an anderer Stelle in dem Interview ausführt:

Ein wesentlicher Grund ist, dass wir in den Familien immer noch diesen Verbundgedanken, dieses sehr starke Zusammengehörigkeitsgefühl haben. Der verhindert manchmal, dass die Kinder rechtzeitig die Sprache lernen, frühzeitig am Bildungssystem teilnehmen.

Sie erkennt die Probleme an, die es bei vielen Muslimen in Punkto Integration gibt und sie macht vernünftige Vorschläge, wie man diese lösen könnte.

Dass „Moslems“ so etwas wie „eigene Richter“ wollen, das geht nun wirklich nicht aus den Aussagen von Özkan hervor. Vorgeschlagen werden mehr deutsche Richter mit Migrationshintergrund, die möglicherweise die Probleme der muslimischen Community besser kennen und die auf jeden Fall eher von religiösen Muslimen als Autorität anerkannt werden. Ich finde auch, dass wir mehr Richter dieser Art gebrauchen können, natürlich nur so lange sich keine Kulturrelativisten sind und auf Boden des liberalen Rechtsstaats stehen, aber das ist garantiert hier so gemeint.

Sehen wir uns mal die PI-Kommentare an:

Danke Aische, äh Aygül. Deutlicher geht es nicht.

Hasst Du eine Ahnung was z.B. eure Dittib für uns ist, Mäuschen?

skunks, PI

Man braucht ja eine gewisse Intelligenz, um zu verstehen, wenn jemand aus der Perspektive eines anderen Menschen spricht. Offenbar selbst dann, wenn das explizit gesagt wird. Sich in andere hineinzuversetzen ist bei PIlern keine angeborene Fähigkeit, wie es aussieht.

Das wird noch heiter in Deutschistan, wenn jetzt bereichernde Gebärmaschinen Minister werden.

AngstvorderZukunft, PI

Sie wollen es unbedingt, ich verstehe nur nicht, warum wir zum Faschismus gezwungen werden.

AngstvorderZukunft, PI

Vielleicht kann man ja die zum Faschismus gezwungenen in die Wüste abschieben und mehr säkulare Muslime wie Aygül Özkan ins Land lassen?

Da werden sich noch einige sicher wundern, wie Frau Özkan alles nur durch die Migrantenbrille sehen wird. Da möchte ich mal einen sehr drastischen Vergleich ziehen, man wird einen Kinderf….
auch nicht als Leiter eines Kindergartens einsetzen

Ostberliner, PI

Frau Özkan, Sie sind also ein Nazi, toll!!

bademeister, PI

Das sagt der Richtige. Vielleicht sollten wir mehr Verständnis für die PIler haben. Es ist eben eine traumatische Erfahrung, wenn der Papa im KZ stirbt – indem er vom Wachturm fällt. Das hat die Armen ganz mitgenommen. Immerhin sind sie seinem Andenken treu.

Und wenn Frau Özkan Kanzlerin werden will, dann wähle ich sie. Hoffentlich explodiert ihr dann aus Fremdenhass.

Das erinnert mich an ein wunderbares Lied von der Punk-Band OHL:

Deine rechten Parolen machen keinen Sinn.

Denn du bist der Abschaum in unserem System!

21 Kommentare zu “CDU-Sozialministerin für Kruzifixverbot

  1. Dirk sagt:

    Das Zitat „Nur Moslems wollen eigene Richter!“ bringt mich dazu, umgehend weiter zu denken: „Gut, sollen diese Menschen doch ihre eigenen Richter bekommen. Dann sollen diese Richter aber auch nach islamischem Recht urteilen.“

    • derautor sagt:

      Finde ich nicht. Gleiches Recht für alle. Außerdem wollen Muslime keine eigenen Richter, das ist PI-Propaganda. Es ging darum, deutsche Richter, die auf dem Boden der Verfassung stehen, aber mit Migrationshintergrund, verstärkt einzusetzen. Und den Vorschlag unterstütze ich.

    • pufaxx sagt:

      Wie jetzt? Sollen dann bspw. „Ehrenmörder“ freigesprochen werden? Ich glaub auch nicht, dass das ursprünglich so gemeint war – Das haben nur die PI-Leute draus gemacht.

  2. schweizerkrieger sagt:

    Ich vertrete ganz klar die Meinung dass ein Kruzifix in den Schulen nichts verbohren hat.
    Religion ist Privat Sache. Ein Kind kommt als Atheist zur Welt und wir umerzogen, in die ein oder anderer Regionen. Auch an den Schulen wird nicht die Möglichkeit geleert keiner Religion anzugehören.

    http://schweizerkrieger.wordpress.com/2010/02/24/die-drei-bekanntesten-marchenbucher-bibel-tora-koran/

  3. Walter Bornholdt sagt:

    Das war noch anders: Der Opa, als „Opfer des Faschismus“, ist im Kleister (volltrunken) vom Wachturm gefallen!

  4. Trinculo sagt:

    Ich halte überhaupt nichts von Quotenregelungen.
    Wenn ein Richterposten frei wird, sollte der genommen, werden, der am besten dafür geeignet ist. Wenn das jemand mit Migrationshintergrund ist: Klasse. Nichts dagegen.
    Was aber blöd ist, ist jemand mit Migrationshintergrund den Posten zu geben, auch dann wenn er weniger geeignet ist als ein anderer Bewerber ohne Migrationshintergrund, bloß um eine Quote zu erfüllen.

    • Bebu sagt:

      Ich kann es auch nicht wirklich verstehen, warum ständig für den Fachbereich nicht relevante Merkmale bei der Stellenbesetzung berücksichtigt werden sollen. Es sollt einzig und allein um die Fachkompetenz gehen.

      • derautor sagt:

        Eine Ahnung von der muslimischen Community zu haben und von ihnen als Vorbild und Autorität anerkannt zu werden, ist aber mancherorts in Deutschland eine Fachkompetenz für Richter, finde ich.

      • Bebu sagt:

        „Eine Ahnung von der muslimischen Community zu haben“
        –> Das kann durchaus von Vorteil sein. Stimmt.

        „und von ihnen als Vorbild und Autorität anerkannt zu werden,“
        –> Das mag aus pragmatischen Erwägungen sinnvoll sein, aber was ist, wenn sowas demnächst alle verlangen? Wenn sich Feministinnen nur von Frauen, Katholiken nur von anderen Katholiken usw. beurteilt sehen wollen?

    • pufaxx sagt:

      Richtig. Entweder man ist gut genug – oder nicht.

      Andererseits ist mir ein Posten über Quote möglicherweise lieber als ein „passt in die Politik“.

      Man darf immerhin nicht vergessen, was das für ein Drecksverein ist, der die Richtung vorgibt, auf die bei der Amtsvereidigung hierzulande gewöhnlich geschworen wird: „So wahr mir Gott helfe!“ – Da wird mir echt ganz anders.

  5. Piet sagt:

    Das Blöde ist nur, wir werden die Christen noch benötigen damit uns der Islam nicht frißt.

  6. schweizerkrieger sagt:

    In der Schweiz wollen die Muslime einen Islamischen Rat. Der unter den Muslimen schlichten kann.

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