Neuro-Enhancement: Eine Verletzung der Menschenwürde?

Am 18. Juli 2010 hat der Philosoph Edgar Dahl in Nürnberg einen Vortrag gehalten über die Frage, ob die technologische Verbesserung menschlicher Fähigkeiten die Menschenwürde verletzen würde. Insbesondere ging es um die „Happy Pills“, um Pillen zur Steigerung der Glücklichkeit.

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6 Kommentare zu „Neuro-Enhancement: Eine Verletzung der Menschenwürde?

  1. Au weia, was für ein flacher Artikel, der letztlich nur auf der falschen Alternative: ‚entweder verbieten wir jedes Enhancement oder wir verbieten überhaupt kein Enhancement‘ beruht. Da kann man sich letztlich nur noch fremdschämen ob dieser Argumentation.

    Die funktioniert schon innerhalb einer bestimmten Art von ‚Enhancement‘ (technologisch, medikamentell und genetisch) nicht, aber dann noch alle drei Enhancements in einen Topf schmeißen wollen und (mehr oder weniger implizit) zu sagen: ‚entweder bist Du ein freier Pluralist und erlaubst alles oder Du bist ein böser Reaktionär‘? Weia. Absolut unfassbar.

    (Vergleiche einfach diesen Artikel:

    http://www.brainlogs.de/blogs/blog/medicine-amp-more/2010-04-01/neuro-enhancement-die-unertr-gliche-leichtigkeit-des-arbeitens2

    zum Neuro-Enhancement.)

    Höchst merkwürdig auch, dass zuerst für eine völlige Freigabe von Allem argumentiert wurde, (ist jeder ja selber für verantwortlich), und dann plötzlich auf Seite 3 in der Diskussion bei der Frage nach den ‚fröhlichen-12-Stunden-Arbeitssklaven‘ auf das bestehende Drogen-Verbot hingewiesen wird, mit der merkwürdigen Frage ‚warum solle das gelockert werden, nur weil neue Drogen auf den Markt kommen‘?

    Da wird es dann völlig absurd, spätestens hier löst sich die ganze Argumentation in einem kleinen rosa Logikwölkchen auf.

    Ein Punkt allerdings im hier besprochenen Artikel ist interessant: das ‚Diminishment‘ ist auch meiner Meinung nach philosophisch sehr viel interessanter als das Enhancement.

    Schade jedoch, dass das weder weiter behandelt, noch dass die Einstellung dazu wenigstens mal kurz angedeutet wurde. Wäre auch im Zusammenhang mit dem kritisierten Begriff der ‚Menschenwürde‘ unermesslich viel interessanter und aufschlussreicher gewesen.

  2. Drücke ich mich so unklar aus? Ja, muss ja wohl so sein.

    Vielleicht mal einfach zwei Fragen:

    1. Was ist das Resümee des verlinkten Artikels? (Mir scheint, es ist dieses: ‚Letzten Endes leben wir in einer freien, pluralistischen Gesellschaft, wo wir tun können, was wir wollen, solange wir die Rechte anderer respektieren. Der „Krieg gegen Drogen“ in den USA hat sich als ineffektiv und sogar schädlich herausgestellt, weshalb das Verbot von „Happy Pills“ nicht empfehlenswert erscheine.‘ – woraus ich schließe, dass ein jegliches Verbot von Enhancement abgelehnt wird. Richtig? Wenn ja: wie wird dann nochmal das Verbot der ‚Happy-Pills‘ für die ‚glücklichen-12-Stunden-Sklaven‘ begründet? Besteht da nicht ein gewisser Widerspruch?

    2. Was hältst Du von ‚Diminishment’ und wie begründest Du Deine Einstellung, wenn Du auf den Begriff ‚Menschenwürde‘ verzichten willst?

    1. Es handelt sich um einen Veranstaltungsbericht. Ich schreibe über einen Vortrag des Philosophen Edgar Dahl und über die Diskussion nach diesem Vortrag. Also noch einmal: Was willst du von MIR? Habe ich Edgar Dahls Position falsch zusammengefasst?

      1. Wenn der verlinkte Artikel und Deine Zusammenfassung nicht Deine Meinung wiedergibt und Du auch Deine Meinung diesbezüglich nicht nennen willst, dann will ich weiter gar nichts von Dir.

        Dann sieh meine Anmerkungen dazu einfach nur als auf den verlinkten Artikel und die Meinung / Ausführungen von Edgar Dahl bezogen an.

  3. Und, okay, ich möchte dann explizit auch die Aussage in meinem ersten Kommentar dazu von ‚Au weia, was für ein flacher Artikel‘ in ‚Au weia, was für ein flache Argumentation in diesem Vortrag‘ umändern.

    Wenn Du anderer Meinung sein solltest als die in dem Vortrag vertretene, dann bezieht sich meine Kritik natürlich nicht auf Dich. Da habe ich mich zugegebenermaßen falsch ausgedrückt.

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