Was glauben Christen?

In einem kreativen Anfall habe ich mich mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis beschäftigt und darüber eine Art Podcast erstellt, will heißen eine Audiodatei, auf der ich mich darüber auslasse, was Christen eigentlich glauben müssten, unterlegt mit wunderbarer Kirchenmusik von Bach und Händel. Halleluja und viel Spaß:

Was glauben Christen?

13 Kommentare zu “Was glauben Christen?

  1. Anna sagt:

    Cool…Das mit dem Podcasten solltest du öfter machen!

  2. Lichtecho sagt:

    Als ich das letzte mal in einer Kirche (ev.) war, wurde das apostolische Glaubensbekenntnis auch aufgesagt. Für mich war das der endgültige Anlass aus der Kirche auszutreten, da ich mir gesagt habe, wenn es das ist, was ihr wollt, was ich glaube, dann ohne mich. Ich denke es ist ein großer Fehler der Kirchen ihren Gläubigen zu sagen, was sie von ihnen erwarten. So eine vorgesetzte Theologie macht aus dem Glauben ein Wissen, das natürlich nur ein Pseudowissen ist. Aber natürlich machen sich die allermeisten Kirchenbesucher keinerlei Gedanken beim Aufsagen solcher Verse.

    • Patch sagt:

      „Ich denke es ist ein großer Fehler der Kirchen ihren Gläubigen zu sagen, was sie von ihnen erwarten. “

      Ja aber wozu braucht man denn sonst eine Kirche?

      • Lichtecho sagt:

        Naja, die Kirche könnte ja auch auf solche dogmatischen Tatsachenbehauptungen verzichten und zum Beispiel die Frage ob Jesu nun Gottes Sohn war oder nicht einfach offen lassen. Mich stört an den Gläubigen weniger ihr spirituelles Bedürfnis, ihre Sinnsuche, usw., als vielmehr ihre Glaubensgewissheit. Die tun immer so, als wüssten sie, wer dieser Herr Gottt ist.
        Ob Kirche ohne Dogma funktionieren würde, weiß ich aber nicht, denn viele Leute wollen eben gerade Gewissenheit im Glauben – paradox aber wahr.

  3. Oliver sagt:

    Das ist gut gemacht! Eine schriftliche Form wäre noch schön. Gibt es das schon? So eine schöne, schrittweise Widerlegung?

  4. gorgias sagt:

    Ich habe das Gefühl, dass du dich nicht wirlich mit dem christlichen Glauben auseinandergesetzt hat. Weil das Christentum wurde nicht von Jesus, sondern von Paulus erfunden.

    Wenn jemand an einen allwissenden, allmächtigen und allgütigen Gott glaubt (wie er dazu kommt ist eine andere Sache) dann wäre es wohl rational diesen als Führer anzunehmen. Wie das gehen soll ist dann ein anderes Problem, weil wer sich mit der christlichen Rezeptionsgeschichte der für das Christentum heiligen Texten redlich auseinandergesetzt hat, der muss sich ziehmlich schwer tun diese als göttliche Offenbahrung anzunehmen.

    Auch finde ich es ziehmlich einfallslos das Glaubensbekenntis nach naturwissenschaftlicher Nachvollziehbarkeit zu untersuchen, denn ein Christ glaubt das die Welt in Natürlichen und Übernatürlichen unterteilt ist. Und das Übernatürliche ist nicht den Naturgesetzen nicht unterworfen und kann im Natürlichen eingreifen. Wer dieses Konzept annimmt kann der Rest problemlos glauben, insofern würde ich mich mit der Idee des Übernatürlichen auseinandersetzen und ob dieser Glaubwürdig ist, anstatt sich mit tausend kleine Details auseinander zu setzen die nach einem strengen naturwissenschaftlichen Weltbild unsinn sind.

    Ein Einwand gegen das Übernatürliche wäre die Feststellung dass dessen Eigriffe in die Natur ja empirisch feststellbar wären und unter Laborbedingungen feststellbar. Leider lebt Jesus nicht, sonst könnte man ihn in einem klinischen Test, Wasser in Wein verwandeln lassen (natürlich von einem versiegelten Gefäß) und es dann biochemisch analysieren. Doch leider scheuen christliche Wunder (neben paranormale Phänomene) die wissenschaftliche Überprüfung, wie der Teufel das Weihwasser. 🙂

    Ich sehe die Notwendigkeit, Menschen von einem irrationalen wissenschaftsfeindlichen Weltbild abzubekommen, weil unsere Welt zu komplex ist, dass es sich eine Gesellschaft leisten kann zuviele Menschen mit so einer Weltanschauung zu haben.

    Doch leider finde ich deinen Ansatz als äußerst unfruchtbar und kontraproduktiv, so wirst du es höchstens dazubringen, dass religiöse Menschen beleidigt sind, einschnappen und dir nicht mehr zuhören. Ein besserer Ansatz wird in diesem Buch von Edward deBono beschrieben:

    http://www.amazon.de/Have-Beautiful-Mind-Edward-Bono/dp/0091894603/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1283094888&sr=1-3

    • derautor sagt:

      Ich denke, ich habe mich genug mit dem Christentum auseinandergesetzt, wenn ich nicht schon zu viel Zeit damit verschwendet habe. Der Beitrag hat zudem wenig bis gar nichts mit Naturwissenschaft zu tun, insofern habe ich keine Ahnung, worauf deine Kritik abzielt.

      • gorgias sagt:

        Ich wollte damit sagen, dass wenn jemand an das Übernatürliche glaubt, kann man das was du in deinem Postcast im Deteil beanstandest, einfach davon abgeleitet werden. Dass Tote sterben und nach 3 Tagen auferstehen und der Verwesungsprozess nicht eintritt, braucht man dann auch nicht mehr aus naturwissenschaftlicher Sicht weiter betrachten, weil es sich ja um einen Übernatürlichen eingriff handelt.

        Wenn man das was Christen glauben schon auseinandernehmen will muss man schon das Fundament angreifen, anstatt jede daraus gezogene Schlussfolgerung anzugreifen.

        Wenn jemand an das Übernatürliche Glaubt hat er auch keine Probleme mit der naturwissenschaftlichen Unzulänglichkeit des Apostolischen Glaubensbekenntnis.

        Wenn du schon das Glaubensbekenntnis angreifen willst musst du die Unglaubwürdigkeit an das Übernatürliche aufzeigen, dadurch fällt das ganze Gebäude zusammen. Wissenschaftliche Argumente greifen jedenfalls diese Weltanschauung kaum an.

  5. andreas, die menschen glauben was uihnen gefällt

  6. Bärli sagt:

    Huch, wenn ich das hier lese, da wird mein Glaube wieder richtig fest und froh!

  7. Bärli sagt:

    Danke, gleichfalls.

    • derautor sagt:

      Was sollte mein Memplex sein? „Denke kritisch“ oder „Prüfe alles“. Irgendein ganz schrecklicher Memplex auf jeden Fall.

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