Die zehn größten Lügen über den Nahostkonflikt

Im Falle der Israelis sind die Opfer schuld (coxandforkum.com)

Im Falle der Israelis sind die Opfer schuld (coxandforkum.com)

In den letzten Tagen hatte ich zwei unangenehme Diskussionen mit sogenannten „Israelkritikern“, die großzügigerweise meinen Mangel an Judenhass auf mein geringes Alter zurückführten. Da haben sie vielleicht nicht einmal so Unrecht. Nicht, weil ich Juden noch hassen werde, sobald ich alt genug bin, sondern weil ältere Generationen noch stärker in den Judenhass „integriert“ wurden.

Statistiken, Umfrage-Ergebnisse und historische Tatsachen haben den selben Effekt auf diese Leute wie Febreze auf eine verstopfte Toilette. Trotzdem will ich die Sisyphos-Arbeit nicht aufgeben und noch einmal den Felsbrocken auf den Berg rollen. Es folgt eine Übersetzung der „Palästinensischen Wand der Lügen“ vom David Horowitz Freedom Centre. Das sind zehn Repliken auf die gängigsten Fehlurteile über den Nahostkonflikt.

Lüge 1: Juden haben kaum eine historische Verbindung zu Israel

Juden leben seit 3000 Jahren ohne Unterbrechung in Israel; die Araber sind durch verschiedene Invasionen in der Region angekommen, beginnend im siebten Jahrhundert nach Christus. Im Jahr 70 n. Chr., als die jüdische Zivilisation bereits über 1000 Jahre alt war, haben die Römer die meisten Juden von Judäa und Samaria (nun das Westjordanland) ins Exil gedrängt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Mehrheit der Bevölkerung Jerusalems jüdisch.

Lüge 2: Der Koran beschreibt Jerusalem als heilig für den Islam

Der Koran erwähnt Jerusalem nicht, weil Mohammed die Stadt niemals betrat. Jerusalem wurde im Jahr 636 nach Mohammeds Tod von muslimischen Armeen erobert. Muslimische Dschihadisten behaupten, dass der Koran „Die Fernste Moschee“ – Al-Aqsa auf Arabisch – erwähnt, und dass dies ein koranischer Hinweis auf Jerusalem sei. Das ist eine Lüge. Die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem war noch nicht gebaut, als der Koran geschrieben wurde, also bezieht sich der Hinweis auf eine andere (oder irgendeine andere) „fernste Moschee“. Im Gegensatz dazu war Jerusalem immer eine heilige Stadt für die Juden. Die täglichen Gebete der Juden konzentrieren sich auf Jerusalem. Die hebräische Bibel erwähnt Zion und Jerusalem insgesamt 809 Mal.

Lüge 3: Der salomonische Tempel ist nicht jüdisch

Diese ist eine von vielen Lügen, die erfunden wurden, um den Juden ihre Geschichte zu stehlen und so ihre Auslöschung im Mittleren Osten zu rechtfertigen. Als die palästinensische Autonomiebehörde 1994 etabliert wurde, startete sie unmittelbar eine Kampagne, um Israel zu delegitimieren, indem sie die Geschichte des Staates umschrieb, um Israels Existenzrecht zu bestreiten. Unter ihren falschen Behauptungen ist jene, dass die Überreste des salomonischen Tempels […] tatsächlich die Überreste der Al-Aqsa-Moschee wären. Die Al-Aqsa-Moschee wurde absichtlich nach der muslimischen Eroberung auf dem Tempel gebaut, um die Besiegten zu erniedrigen. Das ist die selbe imperialistische Tradition, die Dschihadisten heute dazu antreibt, eine Moschee auf Ground Zero zu errichten, der Ort der Anschläge vom 11. September.

Lüge 4: Israel hält das arabische Palästina besetzt

Dies ist eine genozidale Behauptung, welche die Muslim Students Association und andere pro-arabische Gruppen aufgestellt haben. Sie ist genozidal, weil sie den jüdischen Staat auslöscht. Falls Israel tatsächlich „Palästina besetzte“, dann gibt es keinen legitimen jüdischen Staat im Mittleren Osten.

Tatsächlich gab es nie einen arabischen Staat namens „Palästina“ und niemand hat je behauptet, dass es einen gäbe, bis eine ganze Weile nach der Gründung des israelischen Staates durch die Vereinten Nationen im Jahre 1948. Das Land, auf dem Israel durch die UN gegründet wurde, wurde ebenso von den Kolonialmächten benutzt, um Syrien, Irak, Libanon und Jordanien zu gründen. Es war Land, das 400 Jahre lang zu der Türkei gehört hatte. Die Türken sind keine „Palästinenser“ und nicht einmal Araber.

Es gab nie ein arabisches Land, das „Palästina“ genannt wurde oder in dem „Palästinenser“ gewohnt hätten. Vor der Gründung der Palestine Liberation Organziation (PLO) im Jahre 1964, 16 Jahre nach Israels Geburt, wurde keine arabische politische Entität bei diesem Namen genannt.

Lüge 5: Israel ist ein Apartheid-Staat

„Apartheid“ bezeichnet ein System, das von Südafrikanern gegründet wurde, in dem „nicht-weiße“ Einwohner dieser Nation keinen Bürgerstatus und keine grundsätzlichen Bürgerrechte zugestanden wurden und wo man sie dazu zwang, in abgetrennten Wohngegenden mit getrennten und unterlegenen Bildungs- und medizinischen Einrichtungen zu leben. Jene, die Israel dämonisieren und zerstören wollen, nennen es nun fälschlicherweise „einen Apartheid-Staat“. Aber die einzig wahren Apartheid-Staaten im Mittleren Osten sind islamische Staaten, in denen Juden nicht leben dürfen und wo Christen, Baha’is und andere religiöse Minderheiten diskriminiert und verfolgt werden.

1,4 Millionen Araber leben in Israel mit Bürgerrechten, um die sie die arabische Welt beneidet. Israelische Araber wählen in Israels Wahlen, haben Vertreter im israelischen Parlament, sitzen in israelischen Gerichten und im Obersten Gerichtshof und sie dienen als ordentliche Professoren in israelischen Colleges und Universitäten. Die arabischen Bürger Israels haben mehr Rechte und genießen mehr Freiheit, Bildung und ökonomische Möglichkeiten als die Einwohner irgendeines arabischen oder muslimischen Staates.

Lüge 6: Die Araber wollen Frieden und einen Staat im Westjordanland

Die Araber lehnten Frieden und einen Staat im Westjordanland erstmals 1948 ab, als es ihnen von der UN angeboten wurde und dann im Jahre 2000, als es von den Präsidenten Clinton und Barak angeboten wurde. 1949 wurden das Westjordanland und der Gaza-Streifen, welche die UN als Heimatland der Araber vorgesehen hatte, jeweils von Jordanien und Ägypten besetzt. Als die PLO 1964 gegründet wurde, erwähnte ihre Gründungserklärung die Befreiung des Westjordanlands oder Gaza von Jordanien und Ägypten mit keinem Wort. Die PLO-Führung gab bekannt, dass ihr Ziel darin bestehe, „die Juden ins Meer zu treiben“. Heute ist die „Befreiung“ Palästinas „vom Fluss bis zum Meer“ noch immer das Ziel der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Der Krieg im Mittleren Osten handelt vom Verlangen der Araber und Muslime, Israel zu zerstören; es geht nicht um das Verlangen nach einem palästinensischen Staat.

Lüge 7: Der Holocaust ist Europas Problem; Palästinenser spielten darin keine Rolle

Die Araber allgemein und die „Palästinenser“ im Besonderen waren in den 1930ern Unterstützer von Hitler. Der Vater des palästinensischen Nationalismus, Haj Amin Al-Husseini, war ein leidenschaftlicher Nazi, der den Krieg in Berlin verbrachte und der mit Mitgliedern des Dritten Reichs zusammenarbeitete, um Todeslager für Juden im Mittleren Osten zu planen. Heute wird er von Palästinensern als der George Washington ihres Anliegens angesehen. Die Muslimbruderschaft übersetzte Mein Kampf in den 1930ern auf Arabisch und rief bei seiner Geburt zur Zerstörung des jüdischen Staates auf. Heute rufen arabische Führer zur Zerstörung des jüdischen Staates auf und leugnen regelmäßig, dass der Holocaust, mit dem ihre Vorgänger kollaboriert hatten, jemals stattgefunden hatte.

Lüge 8: Israels Sicherheitszaun ist eine „Apartheid-Mauer“

Das sind zwei Lügen in einer. Der Zaun an der Grenze zum Westjordanland ist ein Zaun, keine Mauer. Ungefähr 97% des Zaunes besteht aus Maschendraht. Die übrigens 3% sind Beton, der in bestimmten Gebieten dazu dient, Feuer von Scharfschützen abzuwehren. Der Zaun wurde im Jahr 2003 gebaut als Reaktion auf Tausende Selbstmordattentäter und Raketenangriffe auf israelische Bürger durch palästinensische Terroristen, finanziert und ausgerüstet durch die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas. Der Zaun wurde gebaut, um Terroristen abzuwehren, nicht Araber.

In den Jahren seit der Konstruktion des Zaunes haben Terrorangriffe um mehr als 90% abgenommen. Der Zaun ist Israels legitime Verteidigung gegen einen gnadenlosen und morallosen terroristischen Aggressor.

Lüge 9: Israel ist die Ursache des Flüchtlingsproblems

Die Palästinenser behaupten, es gäbe 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge, die während des Kriegs von 1948 aus Israel geflüchtet wären. Das ist falsch. Es gab nur 500 000 arabische Flüchtlinge vor dem Krieg von 1948 – ein unprovozierter Krieg, den Ägypten und vier weitere arabische Staaten gegen den neu geschaffenen israelischen Staat gestartet hatten. In der Folge des Krieges wurden 500 000 jüdische Flüchtlinge aus den arabischen Staaten im Mittleren Osten vertrieben. Heute, 60 Jahre später, gibt es keine jüdischen Flüchtlinge, weil Israel sie umgesiedelt hat. Warum gibt es noch arabische Flüchtlinge? Den Arabern wurden seitens Israel und den Vereinigten Staaten viele Milliarden Dollar gegeben, um die Flüchtlinge umzusiedeln. Aber die Araber befinden sich noch immer in Flüchtlingslagern. Während Israel jüdische Flüchtlinge umsiedelt, würde kein arabisches Land die „Palästinenser“ aufnehmen, die in Lager gezwungen und dort von den arabischen Regimen festgehalten wurden, um den Hass gegen die Juden zu befeuern. Das Flüchtlings-„Problem“ wurde von den arabischen Regimen als eine Waffe in ihrem Krieg gegen die Juden erschaffen. Es sollte gelöst werden durch eine Umsiedlung der Bewohner der Flüchtlingslager in das Westjordanland und Gaza, wo fast alle von ihnen ihr ganzes Leben verbracht haben.

Lüge 10: Israel verübt Kriegsverbrechen, indem es Zivilisten tötet

Das ist die Große Lüge, die ausgerechnet von Palästinensern stammt, die Terrorangriffe auf Zivilisten zu ihrer bevorzugten Waffe gemacht haben und die Märtyrer und Nationalhelden aus ihren Selbstmordattentätern machen.

Der Gaza-Streifen war eine Basis für 7000 Raketenangriffe auf Schulhöfe und Gemeinden in Israel, bevor die Israelis 2007 reagierten. Während Israels Luftangriffe auf Raketenbasen in Gaza gab es einen toten Zivilisten für je 30 Terroristen. Im Gegensatz dazu hat eine Studie aus dem Jahre 2001 vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes herausgefunden, dass das Verhältnis von toten Zivilisten im Verhältnis zu militärischen Zielen in den Kriegen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts 10:1 gewesen ist – zehn tote Zivilisten für jeden toten Soldaten. Mit anderen Worten schützen die Israelis Zivilisten 300 Mal erfolgreicher als jede andere nationale Armee. Wie der Harvard-Professor Alan Dershowitz feststellt: „Keine Armee in der Geschichte hatte jemals ein besseres Verhältnis zwischen getöteten Kombatanten zu Zivilisten in einer vergleichbaren Situation.“

Quelle: http://walloflies.org/lies/

Übersetzung: Feuerbringer

Freie Verbreitung erwünscht.

Noch mehr zum Verbreiten: Die zehn größten Anti-Israel-Lügen (Simon Wiesenthal Center) – nicht identisch mit der obigen Liste. (Danke an David Rosen für den Hinweis)

Ein Kommentar zu “Die zehn größten Lügen über den Nahostkonflikt

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