Kollektivismus führt zu Terrorismus

Was hatten Anders Behring Breivik und Mohammed Atta gemeinsam? Zunächst waren sie beide Terroristen, die Zivilisten ermordeten. M. Northrup Buechner wies in der Ausgabe vom Oktober 1981 der Zeitschrift The Objectivist Forum in dem Artikel The Root of Terrorism auf eine weitere Gemeinsamkeit von Terroristen allgemein hin, die sehr aufschlussreich ist:

Terrorismus ist der Versuch privater Banden, eine Bevölkerung durch willkürliche Gewalt und Mord in Schrecken zu versetzen, damit sie eine soziale Veränderung herbeiführt. Böses in diesem Maßstab geschieht nur als Ergebnis von mächtigen sozial-ideologischen Kräften. […] Wenn man sich die Terrorgruppen weltweit ansieht, macht eine Tatsache lauthals auf sich aufmerksam, die niemals bemerkt wird. Ohne Ausnahme sind die Terroristen alle Kollektivisten.

[…] Angesichts der Natur des Menschen und der Realität ist die Opferung eines Individuums für irgendein höheres Gut das einzige Prinzip, das die Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen wird. Angesichts dieser Grundlage ist es ein Detail, ob das höhere Gut das irische Selbstbestimmungsrecht ist, ein palästinensisches Heimatland, die Diktatur des Proletariats, die Rückkehr des Schahs, oder was auch immer. Der Kollektivist sieht Mord nicht als Mord an.

[…] Kollektivisten haben kein Problem mit der Tötung von Individuen, viele Zehn und Hunderte, wenn sie nicht an der Macht sind; Millionen, wenn sie den Staat kontrollieren. Die Essenz des kollektivistischen Ideals ist die Opferung des Individuums für das Kollektiv. Eine opferbereite Gesellschaft ist das Ziel in der Theorie, und in der Realität ist der Kollektivismus, wie er praktiziert wird, die Opferung, die Zerstörung, die Ermordung individueller menschlicher Wesen. Jeder einfache Gangster, der gedankenlos die Rechte anderer beiseite schiebt, kann im Kollektivismus eine moralische Sanktion finden.

[…] [Kollektivismus] verwandelt die Übertreter individueller Rechte in die Helden einer Kultur. Moralisch selbstgerechte Kriminelle – das ist die Essenz der kollektivistischen Seele. Der Terrorist ist deren konsistenteste Ausdruck. Allerdings sind die meisten Terroristen nicht einfach Kriminelle, die sich den Kollektivismus zu Nutze machen, um ein zuvor existierendes Verlangen nach Mord zu rechtfertigen. Das Übel des Kollektivismus liegt viel tiefer als das. Kollektivismus entschuldigt Terroristen nicht nur, er erschafft sie. Sie entsteigen den philosophischen und psychologischen Trümmern des Opfers, ein Opfer, das der Kollektivismus nicht nur entschuldigt, sondern erfordert.