arte für die Sau

Es ist einerseits schade, dass sich nur wenige Menschen für Kunst und Philosophie interessieren. Andererseits kann ich es gut verstehen, wenn man bedenkt, was für ein kranker Rotz der Öffentlichkeit als „Kunst“ und „Philosophie“ präsentiert wird.

Arte gilt als der Kultursender schlechthin. Wer sich auf die eigene kulturelle Überlegenheit einen runterholen will, muss unbedingt arte schauen, oder sich von der Blue Man Group Torten ins Gesicht werfen lassen. Habe ich im Prinzip nichts dagegen, aber dass quasi alle Bürger dafür Gebühren zahlen müssen (oder dass irgendwer irgendwelche Gebühren zahlen muss, wenn er die angebotenen Leistungen gar nicht nutzen möchte) ist eine Perversion.

Was mir aktuell die Galle hochbringt, ist eine Dokumentation über die „verschwimmenden Grenzen zwischen Mensch und Schwein“, die ich auf arte gesehen habe. Darin gab es „Künstler“ zu bestaunen, die tätowierte menschliche Haut auf Schweinefleisch draufgenäht haben. Weil nämlich „die Grenzen verschwimmen“. Das war keineswegs Hannibal Lecter, der das gemacht hat, das waren „kulturschaffende“ oder vielmehr kulturvernichtende Bastarde.

Das soll irgendwas zu tun haben mit der genetischen Verwandtschaft zwischen Menschen und Schweinen und mit der Tatsache, dass ihre Organe so ähnlich sind wie unsere und wir darum unsere Organe notfalls durch Schweineorgane ersetzen könnten. Schön und gut. Auch ich denke, dass Menschen und Schweine beides Säugetiere und Allesfresser sind, dass Schweine relativ intelligent sind und dass beide Lebewesen Produkte der Evolution sind. Aber das bedeutet nicht, dass Menschen und Schweine identisch wären, oder das die Grenzen zwischen Menschen und Schweinen verschwimmen würden.

Schweine können zum Beispiel nicht denken. Sie sind auch keine moralischen Akteure. So ähnlich wie, scheinbar, die Arte-Programmgestalter, welche für die Ausstrahlung von diesem Machwerk verantwortlich sind mit seinen krabbelnden, grunzenden Franzosen, die stolz sind auf ihren „kulturellen Beitrag“!

Oh ja: Am Ende von dieser Tortur sind Franzosen in Schweinskostümen durch die Städte gelaufen und haben gegrunzt. Das war kein Fasching, oder dergleichen, sondern – angeblich – „Kunst“ mit einer „philosophischen“ Botschaft. Es ist schon eine Kunst, mich innerhalb von zwei Minuten dazu zu bringen, ernsthaft darüber nachzudenken, Selbstmord zu begehen, weil ich eine Welt, in der selbst „Kultursender“ mit grunzenden Künstlern hausieren gehen, einfach nicht mehr ertragen will!

Ich stelle mir all die normalen, gutmütigen, harmlosen Menschen vor, welche die Sendung auch gesehen haben, um ein bisschen Kultur abzubekommen. „Das ist ja interessant, nicht wahr, Robert?“ Wer will schon wie ein Crétin klingen und leugnen, dass die Schweinsmenschen interessant wären? „Oh ja, sehr interessant, Tania! Diese verschwimmenden Grenzen zwischen uns und der Sau, faszinierender Stoff!“ Und dann sehen sie sich für die nächsten Monate nichts „Kulturelles“ mehr an. Wer kann es ihnen verübeln?

Wer will schon noch gebildet sein, wenn das Bildung ist? Das müssen Leute sein, die solche Sendungen produzieren und ausstrahlen, die ihre Zuschauer geradezu verabscheuen, und sich selbst, die ganze Menschheit!

Aber das ist noch lange nicht die ganze Schweinerei auf arte. Dort wurde zum Beispiel ein Film ausgestrahlt mit dem Titel Das Schwein von Erzsebet Racz. Haltet euch fest, denn das hier ist die Story:

Die achtjährige Anna Elisabeth lebt als Tochter eines Tierarztes auf einem Dorf. […] Ganz stolz ist sie, wenn sie seine Arzttasche tragen darf. Und natürlich möchte sie Tierärztin werden. Sie tut alles, um ihm zu gefallen.

Eines Tages ist sie dabei, als ihr Vater zum Kastrieren eines Schweins gerufen wird. Unter seiner Aufsicht muss sie das Schwein aufschneiden, die Hoden des Tiers drückt er ihr in die Hand. Sie versucht ihre Tränen zurückzuhalten, als er sie zwingt, dieses Fleisch an den Hund Kantor, ihren Freund, zu verfüttern. Da wird ihr bewusst, dass ihr Vater ihr Dinge antut, die nicht sein dürfen…

Da möchte man sich so richtig im Schlamm wälzen, denn im Schlamm gibt es zumindest keinen Fernseher. Perverser geht es endgültig nicht mehr. Obwohl, das nehme ich zurück. Ich wette, dass ihr böser Tierarzt-Vater im zweiten Teil, dem modernen Klassiker Das Schwein, Ficken, seine achtjährige Anna Elisabeth dazu zwingen wird, mit Schweinen und Hunden zu kopulieren. Warum nicht? Jetzt ist sowieso alles egal. Jetzt wissen wir schließlich, dass einfach alles als „Kultur“ gilt, wenn es mit progressiven Anliegen wie Tierrechten in Verbindung gebracht wird.

Welcher Vater würde bitteschön seine Tochter dazu zwingen, die Eier von einer Sau an ihren liebsten Haushund zu verfüttern? Das ist eine übelst konstruierte, geisteskranke Story, die zu nichts anderem dient, als uns zur Befürwortung von Tierrechten zu überreden. Da sehen wir wenigstens mal, dass Tierrechte und Menschenhass oftmals Hand in Hand gehen. Falls es jemand noch nicht gewusst haben sollte.

Habt ihr schon genug? Da kennt ihr arte aber schlecht! Die sind gerade auf einem Schweine-Trip, der sich gewaschen hat.

E-pigs von Petar Pasic ist ein weiterer Film, den jener kulturhassende Sender ausstrahlt, der unsere Gebühren auffrist wie Schweine den Biomüll des Bauern. Und hier die Story von jener genialen Schöpfung:

Ein ganz normaler Bauer und seine Frau, die in einem winzigen Dorf leben, sind mehr als schockiert, als ihr Lieblingsschwein wirft und die Ferkel alle zur Hälfte aus Elektronik bestehen. Sie sind gezwungen, Ingenieure aus der Stadt um Hilfe zu bitten und müssen gleichzeitig die Wut der anderen Dorfbewohner abwehren, die über die seltsamen Neuankömmlinge alles andere als glücklich sind. Als zwei Welten aufeinandertreffen, entstehen nicht nur neue Formen von Chaos, sondern auch eine Liebesgeschichte.

Die meinen das wirklich ernst! Das ist keine Satire! Jetzt weiß ich wenigstens, warum so viele Linkshumanisten meine Satiren nicht verstehen – wahrscheinlich schauen sie sich die ganze Zeit arte an und können daher übertriebenen Spott von der Realität nicht mehr unterscheiden. Weils für die Kulturvernichter von arte dasselbe ist!

Ein linker Kulturtyp-Regisseur will die dummen Bauern aufklären. Was, wenn eure Säue moderne Roboter wären? Nicht, dass ich irgendetwas von Maschinenbau verstehen würde, aber hey. Dann hättet ihr bestimmt den Drang, voll die bösen Rassisten zu sein gegenüber den Roboter-Schweinen und ihren Besitzern. Aber Rassismus ist voll schlecht. Echt jetzt. Das ist die Moral von der Geschicht. Die immer gleiche Moral. Rund um die Uhr geht es immer gegen Rassismus, als wäre das das einzige Problem auf der Welt. Allmählich werde ich zum Anti-Rassismus-Rassisten!

Ihr müsst offen für das Neue sein, auch wenn das Neue scheiße ist, wie arte täglich zu beweisen sucht. Da bekommt man ja fast Lust, der Tochter die Hoden von einer Sau in die Hand zu drücken. Nach ein paar Stunden arte ist man ein „kulturell“ derart gebildeter Mensch, dass man wahrscheinlich zu allem fähig ist.