Auf Brüste reduziert

„Auch, dass du es nötig hast, mich über meine Brüste zu definieren“, wirft Indira Weis Henryk Broder vor, nachdem sie in der ersten Folge der neuen Staffel von Entweder Broder nicht gut weggekommen ist.

Einerseits hat mich diese Darstellung von Frau Weis ebenfalls gestört (wie mich bislang jede Darstellung von Frau Weis gestört hat), andererseits stellt sie sich selber ununterbrochen als eine Frau dar, die sich über ihren Körper definiert! Was auch einer der Gründe ist, warum ich vor der Sendung keine Ahnung hatte, wer sie überhaupt sein mag.

Was das deutsche Fernsehen produziert, empfinde ich mit wenigen Ausnahmen nur noch als eine intellektuelle Beleidigung der Zuschauer, von denen sich leider genügend auf dieses Niveau begeben. Dazu gehört definitiv das Dschungelcamp und auf bild.de kann man Frau Weis dabei betrachten, wie sie ihrer Dschungelcamp-Liebe Jay Kahn einen Zungenkuss gibt.

Offenbar hat sie kein Problem damit, dass dieses Foto und die Fotos aus ihrer Zeit als Playboy-Model öffentlich zu sehen sind, während sie Henryk Broder wegen anderer Fotos mit dem Anwalt auf den Leib rückt. In Broders Sendung sieht man sie in einem sehr freizügigen Bikini – den sie ja wohl freiwillig angezogen hat! Ebenso gibt es auf bild.de ein Foto zu bestaunen, auf dem man ihren nackten Oberkörper sehen kann und noch eines, wo sie mit gespreizten Beinen daliegt und „die Tochter des Teufels“ spielt in irgendeinem „Film“. Wer wollte, konnte sich auf YouTube ihre „scharfen Sex-Spielchen auf der Toilette“ ansehen, was sie zunächst untersagen wollte, nur um sich dann zu überlegen, ob sie das Video selber veröffentlicht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die amerikanischen Opfer der Anschläge des 11. September ungerne durch ihre Nichtexistenz definiert werden möchten, könnten sie da noch mitreden, wie Frau Weis nicht anhand ihrer „Titten“ definiert werden möchte. Trotzdem sagte Frau Weis: „In den Twin Towers waren überhaupt keine Amerikaner“. Mit der Meinung steht sie zwar nicht alleine da, aber Schwachsinn ist sie trotzdem und ein Affront für die Angehörigen der amerikanischen Opfer. Und viel gravierender als irgendwelche „Titten“!

Die Freundin deiner Frau ohne Kopf fotografieren und dies im Internet veröffentlichen?

Es ist halt auch keine normale Freundin, oder? Sondern eine, die sich bei ihren öffentlichen Auftritten und Rollen massiv über ihr Aussehen definiert. Man wird den Eindruck kaum loswerden, dass Frau Weis genau diese Rolle des „Tittenblödchens“ (wie sie es nennt) absichtlich öffentlich spielt! Sie hat sich dazu entschieden, als dieser Charakter – der gewiss, der hoffentlich! bis zu einem gewissen Grad fiktiv ist – ihr Geld zu verdienen, wie bereits Verona Feldbusch alias Verona Pooth. Oder wie Paris Hilton und viele andere weibliche Prominente.

Man kann nicht jahrelang das „Tittenblödchen“ spielen und sich bei der ersten Gelegenheit, wo sich jemand darüber lustig macht, über die Objektivierung der Frau beschweren! Ja, dann objektiviere dich doch selber nicht, oder?

Frauen – immer Opfer, nie Täter, können tun, was sie wollen und sind für nichts verantwortlich! Frauen sind quasi unsere eingeborenen Muslime; danke Feminismus.

2 Kommentare zu „Auf Brüste reduziert

  1. Hab mich auch amüsiert. Schwer zu sagen, ob Henk das so geplant hat; bei Frauen ist er ja oft gnädig, wenn schlichte Dummheit vorliegt.

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