Auf dem rechten Auge blöd

Organisierte Neonazis von der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ haben über Jahre hinweg zehn Menschen ermordet und die Behörden gehen von einem weiten Unterstützernetz aus.

„Wir alle stehen in der Verantwortung, daran mitzuwirken, dass sich rechtsextreme, fremdenfeindliche, nationalistische und antisemitische Gruppierungen und Netzwerke nicht in Deutschland weiter verfestigen und zurückgedrängt werden“, sagte Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bei der Amtseinführung des neuen Generalbundesanwaltes Harald Range am Donnerstag in Karlsruhe.

Das Problem ist nur, dass man einen großen Teil der deutschen Bevölkerung „zurückdrängen“ müsste, wenn man es auf antisemitische Gruppierungen abgesehen hat. Laut einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung stimmt eine deutliche Mehrheit der Deutschen antisemitischen Varianten der Israelkritik zu.

Laut einer aktuellen N24-Emnid-Umfrage halten 70% der Befragten die nukleare Aufrüstung des Irans für eine „ernsthafte Gefahr“. Und trotzdem haben sich im Falle einer militärischen Konfrontation zwischen Iran und Israel 83% der Befragten dafür ausgesprochen, dass Deutschland sich neutral verhalten soll. Lediglich 16% fordern, dass wir dem Land, dem gegenüber wir uns angeblich „als Deutsche besonders verpflichtet fühlen“, im Falle seiner existenziellen Bedrohung helfen sollten.

Die Jüdische Allgemeine fasst die aktuelle Form des Judenhasses in Deutschland wie folgt zusammen:

Dass die Juden ständig auf ihrer Verfolgung herumreiten, obwohl die doch schon ewig her ist; dass Israel mit den Palästinensern nicht besser umgeht als einst die Nazis mit den Juden; dass durch diese Politik die globalen Spannungen verschärft, wenn nicht überhaupt erst hervorgerufen werden; dass man das aber öffentlich nicht sagen darf, weil man sonst mit der »Auschwitzkeule« eins übergebraten bekommt – das ist in Deutschland längst gesellschaftlicher Konsens vom Stammtisch bis in den Salon, von der Linkspartei bis Norbert Blüm.

Für die betroffenen Deutschen gilt im Prinzip dasselbe wie für die betroffenen Palästinenser: Sie müssen lernen, Juden weniger zu hassen, als sie ihr eigenes Leben lieben.

Gemeinsamkeiten

Aktuell gibt es eine Diskussion über die Frage, ob man die Rechtsterroristen mit der Roten Armee Fraktion und mit islamistischen Terrorgruppen vergleichen könne. Sicherlich gibt es Unterschiede, aber interessanter sind doch die Gemeinsamkeiten dieser und weiterer Terrorgruppen.

– Sie folgen einer kollektivistischen Ideologie, welche die Interessen ihrer Gruppe den Rechten und Interessen von Individuen überordnet.

– Sie streben die Weltherrschaft an, sei es in Form eines Weltkommunismus, eines „Vierten Reichs“ oder eines Weltkalifats

– Sie sind im Kern Nihilisten, die Tod und Zerstörung, auch ihre eigene, in Kauf nehmen.

– Sie greifen Zivilisten an.

– Sie verschließen sich dem Dialog. Ihr Mittel ist die Gewalt.

– Sie sind unzugänglich für rationale Argumente. Ihre Ideologie und Denkweise sind irrational.

Für separatistische Terrorgruppen wie die ETA und die IRA gilt Punkt 2 nicht.

Aktuell haben wir es erneut mit der Vierte-Reich-Version der Terrorideologie zu tun. Wenn die Behörden nach Unterstützern der Ideologie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ suchen möchten, können sie bei all jenen „mutigen“ Israelkritikern anfangen, die in jeder zweiten Zeitung und in jedem zweiten Fernsehprogramm ihre als „Israelkritik“ getarnten antisemitischen Meinungen verbreiten und sie können bei jenen die Fahndung aufnehmen, die stillschweigend dasitzen und nicken.

Nein, das meine ich nicht wörtlich. Aber schämen sollten sie sich trotzdem und vor allem, sich einmal informieren!

Literatur

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http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3203760266&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Wer mutig sein will und seine Solidarität mit den Verfolgten dieser Erde ausdrücken möchte, kann seinen Palästinenserschal in die Tonne kippen und die hier aufsetzen:

http://feuerbringer.spreadshirt.de/i-love-israel-A18126859