Norwegen: Wird Anders Breivik Innenminister?

Der norwegische Attentäter Anders Breivik hat seine Strategie geändert. Anstatt von Kreuzrittern zu schwärmen und den Westen mit Sowjetrussland gleichzusetzen, möchte Breivik nun zeigen, dass er ein ernsthafter politischer Aktivist ist. „Als die Medien zugelassen wurden, habe ich begriffen, dass meine Strategie nicht richtig aufging. Ich wurde lächerlich gemacht, nicht ernst genommen“, bedauerte Breivik bei seinem Prozess.

Mit Hilfe seines PR-Managers arbeitete der Attentäter viele Nächte in seiner Zelle, um die Politik Norwegens konstruktiv zu verbessern. Gestern präsentierte er seinen ersten Entwurf für eine Reform der norwegischen Verkehrsordnung. „Es ist einfach übertrieben, dass in unserem schönen Land ständig das Fahrlicht angeschaltet sein muss. Gäbe es keine kulturmarxistische Paranoia, wäre niemand der Meinung, dass hier immer trübes, winterliches Wetter herrschen würde. Man sollte das Fahrlicht nur bei schlechter Sicht anschalten müssen.“

Breivik kritisierte außerdem die zahlreichen Mautstationen Norwegens. „Allein auf dem Weg nach Utoya musste ich drei mal eine Maut entrichten. Das entschädigt geradezu für die Steuerzahler, auf die Norwegen nun verzichten muss.“ Der Massenmörder wandte sich auch gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h, die in Norwegen gilt. „Da hat man Glück, wenn man rechtzeitig am Ziel ankommt. Hoffentlich ändern sie das bis zu meiner Freilassung, sonst verpasse ich noch den Termin für die Sprengung des Osloer Polizeigebäudes.“

Breivik lobte hingegen die sehr niedrige Promillegrenze von 0,1 Promille auf Norwegens Straßen. „Es ist wichtig, dass man einen klaren Kopf behält, wenn man seine Ziele treffen will.“ Die vielen automatischen Blitzanlagen bezeichnete Breivik hingegen als „islamische Sabotage“ und wies darauf hin, dass in den Regeln des Templerordens Blitzanlagen nirgendwo erwähnt werden.

Verkehrsminister Grete Faremo fand lobende Worte für Breiviks alternative Verkehrsordnung, die er in sein neues Manifest „2084 – eine verkehrspolitische Revolution“ integrierte. „Es ist gut, dass es noch Leute gibt, die es sich zu sagen trauen“, sagte Faremo gegenüber der Kronenzeitung. „Insgeheim wissen wir alle hier in Norwegen, dass unsere Verkehrsordnung einfach scheiße ist. Ich schätze, wir haben erst einen Terroristen gebraucht, um es auszusprechen. Vielleicht können wir die Vorschläge in Anders großartiger Schrift ‚2084‘ in unser Reformpaket einarbeiten. Der verehrte Herr Breivik dürfte nicht länger als 20 Jahre sitzen, vielleicht kann er sogar bei der Umsetzung behilflich sein. Jedenfalls, wenn diese Multikulti-Spinner es zulassen.“

Ministerpräsident Jens Stoltenberg hingegen sprach sich scharf gegen eine Involvierung Breiviks in die norwegische Politik aus. „Wir brauchen hier keine solchen Aufsteiger“, betonte er gegenüber der Kronenzeitung. „Da macht Herr Breivik mal ein paar gute Vorschläge, insbesondere die Idee mit den Schneeketten, aber das macht ihn noch lange nicht zu einem guten Politiker. Warten wir mal bis zur nächsten Wahl ab, was er ansonsten zu bieten hat.“ Zur Frage, wie Stoltenberg angesichts von Breiviks Anschlägen die Sicherheit Oslos erhöhen möchte, verwies er die Journalisten an den Innenminister. Allerdings hat Norwegen keinen Innenminister.

Also fragte die Kronenzeitung bei Justizminister Knut Storberget an. „Da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen“, sagte er. „Aber ich kenne jemanden, der sich da gut auskennt. Ich persönlich glaube nicht an Strafe, sondern nur an Wiedergutmachung und ich denke, es wäre der Gesellschaft am besten gedient, wenn wir Herrn Anders Breivik nach seiner baldigen Entlassung zum Innenminister machen würden. Er weiß viel mehr über Sicherheitspolitik als wir, lesen sie nur mal den Anhang §22a in seinem Manifest über die Verkehrspolitik. Aber das machen Sie ja sowieso nicht; die Kronenzeitung gehört, wie Herr Breivik richtig erkannt hat, zu den sowjeteuropäischen Kulturmuslims. Also ziehen Sie ab, Sie Verräter!“

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