Linke Zombies finden neues Opfer

Warum „linke Zombies“? Weil der Marxismus als Ideologie eigentlich tot ist oder sein sollte; siehe die Folgen seiner Implementierung in Sowjetrussland, China, Nordkorea, etc. Inzwischen torkelt er auf Friedhöfen und philosophischen Fakultäten herum und rächt sich für seine Selbstzerstörung an nichtsahnenden Studenten der Geisteswissenschaften, indem er ihre Gehirne auffrisst.

Warum tut er das? Im Zombiefilm Return of the Living Dead 2 drückt es ein Untoter wie folgt aus: „Wegen dem Schmerz!“ Welcher Schmerz? „Der Schmerz, tot zu sein!“

Das neueste Opfer der linken Zombies (es gibt auch rechte Zombies, aber um die geht es hier nicht) ist die amerikanische Journalistin Naomi Schaefer Riley, denn als Journalist ist man entweder links oder man riskiert die Verspeisung des eigenen Gehirns.

Naomi Schaefer Riley beging den tragischen Fehler, den aktuellen Zustand eines akademischen Fachgebietes namens „Black Studies“ (das Menschen mit schwarzer Hautfarbe untersucht – passende Tätigkeit für linke Antirassisten) mit einem gewissen Sarkasmus anhand dreier aktueller Dissertationen zu verurteilen.

Wie es aussieht, zeichnet sich „Black Studies“ dadurch aus, dass es den weißen Mann für alle Probleme der Schwarzen in den USA verantwortlich macht. Mächtig große Überraschung, wenn man bedenkt, dass sämtliche „Studies“ auf einer neomarxistischen Ideologie beruhen, die irgendwelche finsteren Herrscherfiguren der Bourgoisie (liberales Bürgertum) ausgemacht zu haben glaubt, die alles daran setzen, alle möglichen Minderheiten (= Menschen, die keine wohlhabenden, weißen, männlichen Amerikaner sind; d.h. die absolute Mehrheit der Amerikaner) zu unterdrücken.

Da wäre zunächst die Dissertation (!) von Ruth Hayes mit dem Titel: „So I Could Be Easeful’: Black Women’s Authoritative Knowledge on Childbirth“, wo es um das besondere Wissen geht, das schwarze Frauen im Gegensatz zu weißen Frauen über die Kindesgeburt angesammelt haben. Der Autorin ist nämlich aufgefallen, dass es kaum Literatur von schwarzen Frauen über die Kindsgeburt gibt und überwiegend Literatur von weißen Frauen. Eigentlich sehe ich nur einen Grund, warum jemand eine spezifisch „schwarze“ Literatur über die Kindsgeburt in einem wissenschaftlichen Kontext einfordern könnte, nämlich wenn er glaubt, dass sich schwarze und weiße Frauen grundlegend biologisch voneinander unterscheiden und insofern auf ganz andere Weise Kinder auf die Welt bringen. Die Rassenkunde, was haben wir sie vermisst! Diesmal kommt sie aus der linken Ecke; immerhin eine nette Abwechslung. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Aber kommen wir nicht zu vorschnellen Urteilen. Eine alternative Erklärung neben dem blankem Rassismus fällt mir auch noch ein: Voodoo! Vielleicht haben schwarze Voodoo-Priesterinnen in Haiti mit Hilfe von magischen Ritualen etwas über die Kindsgeburt herausgefunden, das weißen Frauen ohne diese Dissertation für immer verborgen geblieben wäre?

Riley glaubt dies nicht. Sie schrieb in ihrer Kolumne The Most Persuasive Case for Eliminating Black Studies? Just Read the Dissertations, aufgrund derer sie entlassen wurde: „Wie konnten wir nur die nichtweiße Erfahrung in der ‚Natürliche-Geburt-Literatur‘ übersehen, was auch immer zur Hölle das ist. Es ist skandalös und eindeutig ein Zeichen, dass der Rassismus in Amerika, ganz zu schweigen vom akademischen Bereich, lebt und es ihm gut geht.“

Keeanga-Yamahtta Taylor argumentiert in ihrer Dissertation “Race for Profit: Black Housing and the Urban Crisis of the 1970s“ derweil, dass die aktuelle Wirtschaftskrise eine Verschwörung der Weißen gegen die Schwarzen sei, oder so ähnlich: „Die Hypothekenkrise um den zweitklassigen Kredit verdeutlicht, wenn nichts anderes, die Profitabilität von Rassismus im Immobilienmarkt.“ Millionen Weiße haben ihr Haus verloren, nur um den Schwarzen so richtig eins auszuwischen!

La TaSha B. Levy argumentiert derweil, dass konservative schwarze Politiker wie Thomas Sowell, Clarence Thomas und John McWhorter die Bürgerrechte verraten würden, von denen sie profitierten. Warum? Weil sie Privilegien für Schwarze in Form von Quoten ablehnen. Weil sie nicht glauben, dass der weiße Mann für alle Probleme der schwarzen Amerikaner verantwortlich ist.

Diese Probleme sind unter anderem: Hohe Verbrechensraten, viele außereheliche Geburten, wenige akademische Abschlüsse. Rassisten argumentieren, diese Probleme begründeten sich durch biologische Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen, die man durch Quoten, also rassische Diskriminierung, ausgleichen sollte. Was diese Sache angeht, bin ich noch immer auf der Seite des britischen Neocons Douglas Murray, der vielmehr kulturelle Faktoren am Werk sieht, konkret den Rassismus von einigen Schwarzen, laut dem schulische Errungenschaften etwas „weißes“ seien und die Ghetto-Kultur einiger Schwarzer („black culture“), die schnelles Geld glorifiziert, Erfolg ohne Anstrengung.

Die Chefredakteurin des Chronicle of Higher Education (!), wo die Kolumne erschien, Liz McMillen, feuerte Riley als Redakteurin, weil viele tausend linke Zombies drohten, andernfalls ihr Gehirn aufzufressen. Sie waren sehr empört – und hungrig! Die Erklärung von McMillen für ihre Leser ist so extrem böse; wahrscheinlich war sie besessen, als sie diese verfasste.

„Seit Brainstorm [der Blog des Chronicle] vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde, haben wir Blogger ausgesucht, die ein weites Spektrum intellektueller und politischer Ansichten repräsentieren und wir haben ihnen weitgehende Freiheit in Themenwahl und Herangehensweise erlaubt.“

Lassen Sie mich das kurz fortführen: „Aber wir haben nicht mit tausenden linken Zombies gerechnet, die sich von abweichenden Meinungen betrogen fühlen; nur weil eine Bloggerin eines ihrer paranoiden, rassistischen Bullshit-Fächer kritisiert. Es tut uns sehr leid, dass die Herren und Damen Zombies nun unsere Gehirne fressen wollen. Darum distanzieren wir uns in aller Form von der Abweichlerin Naomi Schaefer Riley, denn sie vertrat eine nicht-linksradikale Meinung; möge sie vor ein stalinistisches Tribunal kommen. Heil Satan!“

Die Autoren der kritisierten Disserationen kamen in einer eigenen Erklärung zu Wort. Sie nutzen die Gelegenheit, den Vorwurf, sie würden Schwarze zu ewigen Opfern erklären, zu bestätigen:

„Bei unserer Arbeit geht es nicht um Opferkult, es geht um Befreiung. Befreiung der Geschichte, Kultur und Politik unseres Volkes [!] von den Verdrehungen und Verzerrungen eines weißen Rassisten-Netzwerks, das historisch unsere Eigenschaft als Akteure und unsere Subjektivität als aktive Teilnehmer an der Erschaffung der Welt, in der wir leben, verhinderte.“

Nein, wir stellen nicht alle Schwarzen als Opfer von weißen Rassisten dar! Alleine schon, weil das weiße Rassisten-Netzwerk dies beständig verhindert!

In ihrer Replik stellte Naomi Schaefer Riley fest, dass ganze 6500 Akademiker eine Petition unterzeichneten, damit sie gefeuert wird.

Siehe auch den FrontPage-Artikel zum Thema von Arnold Ahlert.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Politik.

7 Kommentare zu “Linke Zombies finden neues Opfer

  1. Karl sagt:

    Eine besondere Stärke des akademischen Betriebs ist, dass er durch immer abstrusere Studien und Theorien – die mit der Realität nichts zu tun haben – versucht seine eigene Existenz zu rechtfertigen.

  2. MałyFelek sagt:

    Nicht alle Schwarzen sind,Gott sei Dank!, so gehirnamputiert wie diese „Akademiker“-siehe z.B diesen Herrn hier (der als konservativer Republikaner auch einige Meinungen vertritt mit denen ich weniger ubereinstimme,aber im Grossen und Ganzen ein vernunftiger Kerl): http://www.youtube.com/watch?v=tneesslWIKU

  3. Martin sagt:

    Tja. Die wesentliche Frage ist doch, wie man dieser linksreligiösen Gedankenpolizei etwas entgegensetzen kann.
    Auf längere Sicht dürften die Folgen dieses Mumpitz nämlich verheerend sein.
    Jedenfalls, wenn man sich die großartigen wissenschaftlichen und anderen Erfolge von Gesellschaften, in denen Religion wesentlichen Einfluß auf Wissenschaft hat, so anschaut.

    • derautor sagt:

      Der Witz ist ja, dass Ayn Rand in ihren Büchern schon vor 30 Jahren genau dasselbe geschrieben hat, bereits damals schon gegen Quoten und die ganzen „Studies“ argumentierte. Die Ideologisierung der Studenten geht in den USA nun schon seit Ewigkeiten ununterbrochen voran, so kam es wohl auch zur Wahl von Obama, dem „Community Organzizer“ (linker Aktivist).

      In Deutschland kommen diese Dinge inzwischen auch an, auch hier gibt es die „Studies“, aber bislang weniger häufig und weniger radikal. Meine Professoren hatten einiges zu berichten über die ideologisch vereinnahmte angelsächsische Universitätskultur und waren überwiegend froh, dass es hier noch anders ist.

      • Martin sagt:

        Ja, da gibts wohl schon Einiges. Scheinen besonders in eher „affinen“ Bereichen, wie Gender-Studies etc. verbreitet zu sein. Lese hier gerne immer mal, die zerlegen dergleichen des Öfteren schön klar dokumentiert und im Detail (kennst Du sicher schon).

        http://sciencefiles.org/abuse-of-science/

  4. Stefan sagt:

    Die Frau hat Mut, gut dass du sowas publizierst, ich würde sonst solche Fallbeispiele übersehen.

    Aber lass Satan aus dem Spiel, der kann für so viel Vernunftresistenz doch am wenigsten!

  5. JMA sagt:

    Das habe ich mit einigem Vergnügen gelesen. Man lässt sich ja gern seine Einschätzungen bestätigen. 😀

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