Objektive Ethik: Antwort auf Kritik

Meine Kommentatoren haben einige interessante Einwände gegen die objektive Grundlage der Ethik, die ich vorstellte, erhoben. Sie betreffen die logische Struktur und die Definitionen, die die Auflösung der Sein-Sollen-Dichotomie seitens Ayn Rand aufweist. Hier möchte ich diesbezüglich mehr Klarheit schaffen, bevor ich in einem weiteren Beitrag auf die konkrete objektivistische Ethik eingehe.

Für Neulinge: Es geht um die Frage, ob man Moral für alle Menschen objektiv begründen kann oder ob Moral von subjektiven Vorlieben abhängt. In der Regel sind religiöse Menschen der Meinung, ihr Gott habe ihnen eine objektive Grundlage der Ethik offenbart. Ich bin Atheist und glaube, man kann durch logisches Denken auf eine in der Natur der Dinge angelegte Moral schließen (Naturrechtstradition). Sie ist nicht vom Menschen unabhängig, sondern beruht im Gegenteil auf unserer gemeinsamen menschlichen Natur und auf den Erfordernissen des menschlichen Lebens. Außerdem halte ich die religiöse Ethik für eine tatsächlich subjektive Ethik mit brüchigem Fundament – es sei denn, sie wird ebenfalls (und in der Tat wurde sie das historisch häufig) naturrechtlich begründet.

Meine Kommentatoren kritisierten ebenso meine Angriffe auf andere Philosophien, namentlich Hedonismus und Utilitarismus. Auch auf diese Kritik möchte ich näher eingehen. Schließlich greife ich eine weitere Philosophie an – die leitende Philosophie der Deutschen, den Pragmatismus.

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Richard Carrier vs. das Ende der Welt

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Richard Carrier, der sarkastischste Althistoriker der Welt, veralbert mal wieder den Schöpfer des Universums in diesem neuen Vortrag über jüdische Weltuntergangsprophezeiungen, die schließlich versehentlich ins Christentum mündeten.

Meine Leser kennen Carrier bereits aus seinem Gastbeitrag „Hat Jesus existiert?“ in meinem Buch Ist der Wald endlich tot?, in dem er die Evangelien miteinander vergleicht und sie auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft. Schließlich gewinnen die Chinesen gegen Gott oder so ähnlich.

Literatur

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B003XVZC24&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Und der Gewinner ist…

Der Westen. Ein Nachruf. Fackel rechts. Flamme rechts. (c) Daniel Focke

Gewinner der Abstimmung zum finalen Cover meines kommenden Buches ist „Fackel rechts, Flamme rechts“ mit 51%, wobei „Fackel links, Flamme oben“ mit 26% und „Fackel links, Flamme links“ mit 23% auskommen muss. Die Abstimmung hat viel Zuspruch gefunden und ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben. Ein klares Ergebnis.

Einige Leser meinten, sie hätten das Cover ganz ohne die abgefallene / abgeschlagene Hand von Lady Liberty / Prometheus bevorzugt – was genau dargestellt ist, kann der individuellen Interpretation überlassen werden. Zwar wäre in diesem Fall noch immer deutlich geworden, dass der zerbröckelnde Pantheon den zerbröckelnden Westen symbolisieren soll, allerdings wäre nicht klar geworden, aus welcher Perspektive das Buch geschrieben ist. Es wäre gut möglich, dass Interessenten es spontan für ein konservatives Buch gehalten hätten, das ebenso vom Papst stammen könnte. Die Hand mit der Fackel hingegen ist ein eindeutiges Symbol für Aufklärung und Liberalismus.

Andererseits: Ich muss meinen Hut in blanker Ehrfurcht ziehen vor dem konservativen, britischen Autor Theodore Dalrymple. Seine Schriften hatten einen gewissen Einfluss auf mich und auf das Buch, auch wenn die verbindete Philosophie der Beiträge Rands Objektivismus ist. Insofern ist es vielleicht gut, dass Pantheon und Freiheitsfackel beide zu sehen sind.

Religionsvertreter in Deutschland: Aberglauben wichtiger als Menschenrechte

Bezüglich des Beschneidungsurteils, das eigentlich weitestgehend ein symbolisches Urteil darstellt, sind wütende Stimmen der Kritik lautgeworden.

„Sollte das Urteil Bestand haben, sehe ich für die Juden in Deutschland keine Zukunft“: Pinchas Goldschmidt, Präsident der europäischen Rabbiner, hat das Urteil zur Strafbarkeit von Beschneidungen kritisiert. Zuvor hatte er vom „vielleicht gravierendsten Angriff seit dem Holocaust“ gesprochen.

Unser „Recht“, Kindern einen Teil ihres Geschlechtsorgans abzuschneiden, ist uns europäischen Rabbinern so heilig wie das Recht auf Leben. Wie die Nazis das Lebensrecht der Juden missachteten, so missachtet die Bundesregierung nun das Beschneidungsrecht der Juden. Dass man uns untersagen sollte, Säuglingen die Vorhaut abzuschneiden, kann man legitimerweise einzig mit der industriellen Vernichtung von sechs Millionen Juden vergleichen. Weiterlesen

Abstimmung: Finales Cover – Der Westen. Ein Nachruf

Ja, ich habe heute Geburtstag. Danke an meine Facebook-Freunde für die Glückwünsche!

Ein guter Anlass, um meine Leser erneut in den Schaffensprozess einzubinden.

4,5 MB und 400 Seiten: Meine kulturkritische Essaysammlung Der Westen. Ein Nachruf befindet sich nun in den fähigen Händen meiner Lektoren.

Ferner vollendete der Grafiker Daniel Focke drei Varianten des finalen Covers. Ich finde, sie sehen alle großartig aus und erneut kann ich mich nicht entscheiden, welche nun das Buch am Ende verzieren soll. Darum möchte ich gerne eure Meinung hören.

1. Fackel links Flamme oben

Der Westen. Ein Nachruf. Fackel links Flamme oben (c) Daniel Focke

2. Fackel links Flamme links

Der Westen. Ein Nachruf. Fackel links Flamme links (c) Daniel Focke

3. Fackel rechts. Flamme rechts

Der Westen. Ein Nachruf. Fackel rechts. Flamme rechts. (c) Daniel Focke

Abstimmen kann man wie immer in der rechten Spalte des Magazins oben.

Braucht man ein Smartphone?

Und wo wir schon bei philosophiefreien, entspannenden Beiträgen sind – hier kommt noch einer.

Ja – wäre meine kurze Antwort auf die Titelfrage. Anfangs stand bei mir die Befürchtung vor Augen, ich könnte womöglich Geld für etwas ausgeben, das ich dann gar nicht verwende, weil ich sowieso den größten Teil des Tages Bücher lese. Aber nein, ich verwende tatsächlich eine größere Zahl der Funktionen, die ein modernes Smartphone bietet und zwar so häufig, das es die Investition durchaus wert war (und die 10-Euro-Internetflat/Monat weiterhin wert ist).

Update: Jetzt mit App-Tipps

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