Ein weiser alter Mann

Ausgestoßene fühlen sich oftmals zueinander hingezogen. Ayn Rand und Harry Potter finden beide wenig Anerkennung in der akademischen Welt. Es ist zwar weitaus mehr, als manchmal behauptet wird, und doch werden sie vom Mainstream – der sich dieser Tage für die Gegenkultur hält – mit Argusaugen betrachtet.

Tatsächlich sind die Tugenden, die in Harry Potter gelehrt werden, der objektivistischen Ethik gar nicht so unähnlich, wie Ari Armstrong in seinem Buch The Values of Harry Potter aufzeigte (obgleich das weniger eindeutig ausfällt als bei Christopher Nolans Batman-Trilogie, die geradezu 1:1 die objektivistische Ethik repräsentiert – überaus erstaunlich). Und obgleich es einiges gibt, was mir am Schulleiter Albus Dumbledore missfällt, so hat er auch echte Weisheiten auf Lager. Diese habe ich hier gesammelt:

Jeder von uns glaubt, dass das, was er zu sagen hat, wichtiger sei als irgendetwas, das andere beitragen könnten.

Es sind unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen, wer wir wirklich sind, weitaus mehr als unsere Fähigkeiten.

Furcht vor ihrem Namen steigert die Furcht vor der Sache selbst.

Menschen haben ein Händchen dafür, sich genau für das zu entscheiden, was am schlechtesten für sie ist.

Wenn die Zeit kommen sollte, dass du eine Entscheidung treffen musst zwischen dem, was richtig ist, und dem, was einfach ist, so erinnere dich daran, was einem Jungen zustieß, der gut und freundlich und mutig war, weil er Lord Voldemort in die Quere gekommen ist. Erinnere dich an Cedric Diggory. [Cedric wurde von Voldemort getötet. Heute würde man diese Aussage von Dumbledore eher als Anweisung verstehen, Voldemort aus dem Weg zu gehen. So meinte Dumbledore das allerdings nicht.]

Ich brauche keinen Umhang, um unsichtbar zu werden.

Es ist nicht sinnvoll, sich in Träumen zu verlieren und das Leben zu vergessen.

Die Jugend kann nicht wissen, wie das Alter denkt und fühlt. Aber alte Menschen machen sich schuldig, wenn sie vergessen, wie es war, jung zu sein.

Ah, Musik. Eine Magie, die viel größer ist als alles, was wir hier tun!

Lord Voldemorts Talent für die Verbreitung von Uneinigkeit und Misstrauen ist sehr groß. Wir können es nur bekämpfen, indem wir ein gleichermaßen starkes Band von Freundschaft und Vertrauen zeigen. Unterschiede zwischen Gepflogenheiten und Sprache sind nichts, wenn unsere Ziele identisch und unsere Herzen offen sind. [Was, wie ich ergänzen sollte, nicht gilt, wenn die Ziele nicht identisch sind.]

Du willst nicht anerkennen, dass es bedeutungslos ist, als was jemand geboren wurde, sondern dass es darauf ankommt, was er aus sich macht.

Es ist das Unbekannte, das wir fürchten, wenn wir uns den Tod und die Dunkelheit ansehen, nicht mehr.

Da ich doch – vergibt mir –  etwas schlauer bin als andere Menschen, so neigen meine Fehler dazu, entsprechend größer zu sein.

Du scheinst der Illusion zu unterliegen, ich würde – wie sagt man – ohne Aufhebens mitkommen. Leider werde ich keineswegs ohne Aufhebens mitkommen.

Es ist wichtig, zu kämpfen, und wieder zu kämpfen und weiter zu kämpfen, denn nur dann kann das Böse auf Distanz gehalten werden, wenn auch nie ganz ausgelöscht.

Es gibt alle möglichen Arten von Mut. Sehr viel Mut ist nötig, sich seinen Feinden zu widersetzen, aber ebenso viel, sich seinen Freunden zu widersetzen.

Wir dürfen unserem Schmerz nicht unterliegen, Harry, sondern wir müssen weiterkämpfen.

Kannst du dir vorstellen, wie sehr sich Tyrannen vor den Menschen fürchten, die sie unterdrücken?

Von hier an werden wir das solide Fundament der Fakten verlassen und zusammen durch die nebligen Sümpfe des Gedächtnisses bis ins Dickicht der wildesten Vermutungen voranschreiten.

Bedauere nicht die Toten, Harry. Bedaure die Lebenden und vor allem jene, die ohne Liebe leben.

Natürlich geschieht es in deinem Kopf, Harry, aber warum um alles in der Welt sollte das bedeuten, dass es nicht real wäre?

[Anm: Die offizielle deutsche Übersetzung passt mir nicht – wie so häufig -, also stammt die Übersetzung wieder einmal von mir.]

Literatur

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2 Kommentare zu “Ein weiser alter Mann

  1. foundnoreligion sagt:

    Cedric Diggory wurde von Wurmschwanz(Peter Pettygrew) getötet und nicht von Voldemort, da dieser noch zu schwach dafür war.

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