Wir wollen nur deinen Geist

Jahrestreffen der "Society for Personality and Social Psychology" (SPSP)

Die Geisteswissenschaften sind heute von einem linken Geist dominiert und extrem intolerant gegenüber Konservativen – dies bestätigt einmal mehr eine neue Studie von Yoel Inbar und Joel Lammers, Psychologieprofessoren an der Tilburg Universität in den Niederlanden. Die beiden Forscher mailten zwei separate Umfragen an alle 1,939 Mitglieder der „Society for Personality and Social Psychology„, die größte internationale Organisation von Sozialpsychologen und Persönlichkeitspsychologen.

Die erste Umfrage, die 508 Mal beantwortet wurde, fragte nach sozialen, ökonomischen und außenpolitischen Positionen. 3,9% der Befragten identifizierten sich im sozialen Bereich als konservativ, 17,9% im ökonomischen und 10,3% im außenpolitischen Bereich. Alle anderen vertraten linke Auffassungen.

Die zweite Umfrage wurde von nur 292 Forschern beantwortet. Sie stellte Fragen über ein feindschaftliches Betriebsklima und Diskriminierung. Das Ergebnis: Ein Viertel der Befragten gab zu, dass es Konservative benachteiligen würde. Beinahe 20% würden sich dagegen aussprechen, konservative Forschungsergebnisse überhaupt zu veröffentlichen. Über ein Drittel räumte ein, dass es einen konservativen Kandidaten nicht einstellen würde, falls auch ein qualifizierter linker Kandidat verfügbar sei.

Die Studie wurde von Jonathan Haidt inspiriert, der beim jährlichen Treffen der SPSP im Jahre 2011 die politischen Konservativen im Raum bat, die Hand zu heben. Nur drei – bei einer Zuhörerschaft von 1000 – hoben ihre Hände.

„Dieser statistisch unmögliche Mangel an Vielfalt führt wahrscheinlich zur Diskriminierung gegen politisch Konservative und einer mangelnden Bereitschaft, eine alternative Hypothese in der Forschung überhaupt zu erwägen“, stellte Haidt damals fest. Seine Einschätzung wurde nunmehr empirisch bestätigt.

Quelle: http://newsbusters.org/blogs/ryan-robertson/2012/08/09/study-social-psychology-left-wing-agenda-king

So viel zur objektiven Forschung.

Mehr Studien, die die linke Übermacht in den Geisteswissenschaften demonstrieren: Students for Academic Freedom.

Danke an Rolf Degen für den Link, kauft alle seine Bücher:

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21 Kommentare zu “Wir wollen nur deinen Geist

  1. Karl sagt:

    Ich frage mich was die Ursachen dafür sind. Entweder wählen Menschen mit dieser politischen Einstellung die Geisteswissenschaften oder sie werden im Laufe Ihres Studiums links.

    • Rainer sagt:

      Meine sehr subjektive Meinung ist. Links orientierte Menschen wählen eher Geisteswissenschaften. Konservative eher die pragmatischen Wissenschaften. Es wäre spannend zu sehen, was bei Umfragen bei Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen rauskäme. Die Naturwissenschaftlier und Ingenieure lassen wir mal raus, die lassen sich glaube ich nicht so einfach verorten.

      • Karl sagt:

        Ja das würde ich auch so sehen. Bei unseren Uni-Wahlen konnte man das immer ganz deutlich voraussagen welche Falkultät wie abstimmt.

        Links eingestellte werden kaum BWL studieren. Da die moderne Technik, bis auf die Solartechnologie, bei den Linken ja eher verpönt ist, gehe ich davon aus dass die Quote bei den Naturwissenschaftlern und Ingenieuren auch nicht so hoch ist.

        • Stefan sagt:

          Als Naturwissenschaflter würde ich da aus eigener Erfahrung etwas mehr differenzieren.

          Ich komme aus dem Gebiet der Biowissenschaften. Da kann man zum Teil sehr widersprüchliche Dinge feststellen. Wenn ich Stichworte wie Gentechnik, Stammzellenforschung, Ökologie und z.B. das Thema Patente in den Raum werfe, dürte das extrem breite Spektrum der möglichen politischen Einstellungen offensichtlich werden. Da kollidieren z.T. linke und konservative Ansichten innerhalb einer Person. Ich habe in meinem Kollegenkreis auch fast alles erlebt und würde in Abhängigkeit von der betrachteten Fachrichtung auf ein Verhältnis von 50/50 tippen. Dies ist jedoch nur mein subjektiver Eindruck.

    • Sophian Philon sagt:

      Bei den Ursachen ist man da aber noch nicht angelangt. Die Geisteswissenschaften ware früher ja sehr konservativ (man denke nur an die preußischen Historiker). Die Linken haben es geschafft, die deutsche Geschichte so zu interpretieren, dass nur sie die legitimen Nachkommen in der Universität seien. Und nachdem die erst einmal ein paar Professuren hatten, haben sie die Pöstchen nach ihren Vorstellungen verteilt. Ob man promovieren kann, hängt in den Geisteswissenschaften mehr von der politischen Einstellung ab (ob man also Anhänger der Frankfurter Schule ist), als vom wissenschaftlichen Können.

      • Mauna sagt:

        Was bedeutet es denn als Historiker linke Auffassungen zu vertreten? Ich meine jetzt tatsächlich in der Geschichtswissenschaft. Ich bezweifle, dass Geschichtswissenschaftler an deutschen Universitäten übermäßig der Teleologie der marxistischen Geschichtsphilosophie anhängen. Klar, es mag auch noch andere Ausdrucksweisen des „links-seins“ in der Geschichtsforschung geben, bzw mag sich linke Grundüberzeugung auch in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit ausdrücken; und klar, „Adorno“, „Foucault“, etc. sind natürlich geläufige Schlagworte auch unter Historikern, jedoch auch, weil deren Arbeiten (für wie falsch man sie auch halten mag) großen Einfluss auf das Geschichtsbild, Geschichtsbewusstsein und die Geschichtskultur der Gegenwart haben – und damit Teil des Aufgabenbereichs von Historikern ist.

        Entschuldigt, dass ich so auf den Historikern rumreite, aber das ist eben einer der Bereich, in denen ich mich auskenne. Meine persönliche Erfahrung in diesem Bereich: es hängt vom Lehrstuhl/Institut, vom Forschungsgegenstand und nicht zuletzt vom einzelnen Historiker ab. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass im großen Ganzen auch hier ein eher linker/sozialdemokratischer Bias vorhanden ist, möchte jedoch nochmal an die Frage vom Anfang erinnern: woran bemisst sich das in der historischen Forschung? Ich jedenfalls habe auch klassisch liberale bis eher konservative Dozenten kennengelernt.

        • Sophian Philon sagt:

          Natürlich rede ich nicht von Vulgärmarxisten, ich meine Kulturmarxisten. Wer hängt denn noch der Klassenkampfthese an? Adorno und Co. mit ihre Dialektik und Ideologiekritik geben den Ton an. Und wenn man es nicht so mit der Theorie hat, dann ist man mindestens Gefühlssozialist!

          Zu den Historikern: Ich kenne mich in diesem Bereich auch etwas aus: Man lese nur einmal H.A. Winkler oder H.-U. Wehler und schaue, wie sie die Geschichte deuten, was sie z.B. für fortschrittlich halten und was nicht. Ich kenne keine liberale Inderpretation der deutschen Geschichte.

          • Sophian Philon sagt:

            Ja, das mag sein, aber – wie gesagt – eine liberale Interpretation oder auch nur Ansätze dazu kenne ich nicht.

      • sba sagt:

        sehe ich ähnlich: rauf auf den Lehrstuhl und dann durch die Lehre die Studenten in die entsprechende Richtung lenken. In der Chemie nennt sich das Autokatalyse.
        Ich selber stehe gerade vor dem Problem, für eine Arbeit eine Arbeitsthese vorgelegt bekommen zu haben, die ich absolut nicht nachvollziehen kann, weil im Text mal eben das genaue Gegenteil steht. Nachdem es Jahre gedauert hat, herauszubekommen, wie man Philologie als exakte Wissenschaft betreiben kann (und das geht, wenn man ein wenig bei der experimentellen Methodik abluchst), wurde ich nun quasi aufgefordert, alles zu vergessen, was ich im Proseminar gelernt habe.

        • Sophian Philon sagt:

          „Philologie als exakte Wissenschaft“ – was sind deine Ansatzpunkte? Bis auf Metrik, Rhetorik und Stilistik sowie Erzähltheorie sehe ich keine Ansatzpunkte zu einer objektiven Philologie. Inwiefern kann da die experimentelle Methode helfen?

          • derautor sagt:

            Philologie ist nicht Sprachwissenschaft – wobei man deren Methoden auch benötigt. Es gibt verschiedene philologische Fachgebiete, Literatursoziologie (Erforschung des Leserverhaltens) ist äusserst empirisch, Rezeptionsästhetik ist quasi Wirkungsgeschichte eines Werkes. Mein eigenes Fachgebiet war/ist Ideengeschichte, der Einfluss philosophischer Ideen auf die Literatur – eine Mischung aus Geschichte, Textanalyse und Philosophie (macht normalerweise kein Mensch freiwillig, muss man zu viel wissen – und Literaturstudenten, die sich für ihr Fach interessieren ist wie das Monster von Loch Ness.)

          • sba sagt:

            „Bis auf Metrik, Rhetorik und Stilistik sowie Erzähltheorie sehe ich keine Ansatzpunkte zu einer objektiven Philologie.“
            Das ist schon eine ganze Menge und mehr als oft in der Textarbeit berücksichtigt wird.
            Soll ich ansonsten alle Analysemethoden aufzählen, oder reicht der Hinweis, dass ich meine Untersuchten Autoren einfach verdammt ernst nehme und bei jeder Auffälligkeit gestalterische und inhaltliche Absicht unterstelle? Das geht vom Aufbau des Txtes bis zu den einzelnen Satzteilen runter, beinhaltet Untersuchungen des gesamten Werkes des Verfassers und seiner Zeitgenossen und seines Kulturkreises. Das Musterbeispiel sind für mich die semantische und die Motivanalyse, bei der es darum geht, herauszufinden, was eine Vokabel alles heißen kann und wie das Textumfeld die je aktuelle Bedeutung beeinflusst. Ist im Wesentlichen wie eine Messreihe in der Physik: Sammle Daten und finde das Muster. Wer Spaß am Ausprobieren hat, kann das an den Begriffen „Altruismus“ und „Egoismus“ bei Rand und Precht durchführen. Register und Suchfunktionen sind da sehr hilfreich.

          • Sophian Philon sagt:

            Nun ja, experimentell ist das aber nicht.

          • derautor sagt:

            „Experimentell“ und „Objektiv“ sind nicht dasselbe. Es ist objektiv wahr, dass Goethe nichts mit der naturalistischen Schauspielerei anfangen konnte – dies erfährt man durch historische Forschung, durch Studium seiner Texte und anderer relevanter Texte. Da gibt es nichts zu experimentieren, objektiv ist es trotzdem.

      • derautor sagt:

        Na ja, in meinem Fachgebiet an meiner Uni im schönen Bayern waren die Bewertungskriterien objektiv. Die Kritik linker Professoren war mein Volkssport und ich habe trotzdem einen sehr guten Abschluss.

        • sba sagt:

          „Na ja, in meinem Fachgebiet an meiner Uni im schönen Bayern waren die Bewertungskriterien objektiv“
          Den Vorzug hatte ich an der HUBerlin auch. Aber ich musste ja unbedingt in die Provinz umziehen^^

          Ach so, ich wollte Dich noch fragen: Wie stehts um das Buch?

  2. Alexander sagt:

    Lösung ist die vollständige Privatisierung der Hochschulen.

    • Sophian Philon sagt:

      Sehr richtig! Es kann nicht angehen, dass durch das gestohlene Geld der Bürger private Vorlieben gefördert werden!

  3. foundnoreligion sagt:

    Andi, würdest du mich hassen, wenn du wüsstest, dass ich politisch eher dem linken Lager angehöre?

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