Eine aufopferungsvolle Beziehung

…ist keine Beziehung. Natürlich muss man manchmal Zugeständnisse machen, mal nicht zum Golfen gehen, wenn man einen Termin mit dem Schuldirektor der gemeinsamen Tochter hat, und so weiter. Aber das ist keine Aufopferung eines höheren Wertes (funktionierende Beziehung zu Frau und Tochter) für einen geringeren Wert (Golfen), sondern, im Gegenteil, eine rationale, eigennützige Investition.

Über eine aufopferungsvolle Beziehung hingegen erfährt man etwas im ZEIT Dossier der Ausgabe vom 19. Juli 2012. „Eine Frau demütigt sich aus Liebe“ heißt der Artikel im Inhaltsverzeichnis und mit „Hoffen, warten, runterschlucken“ von Kathrin Klette ist er übertitelt. Den möchte ich schon kommentieren, seit ich ihn letzten Monat gelesen habe.

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Pennywise: Alles oder Nichts

Ja, ich weiß – ich wollte euch mit Musikbeiträgen in Ruhe lassen. Ist ja fast so schlimm, als würde ich darüber schreiben, was ich heute gegessen habe. In diesem Fall passt der Beitrag über meinen obskuren Musikgeschmack allerdings wieder sehr gut zu meiner Philosophie.

Es geht um Pennywise: All or Nothing. Das Album konzentriert sich auf die optimitische, lebensbejahende Seite, die Pennywise immer schon geboten hat (auch wenn die Band nach dem Mörderclown aus Stephen Kings Es benannt wurde) und vernachlässigt die linken Parolen – wohl dank Verabschiedung des ehemaligen Lead-Sängers Jim Lindberg, der mit The Black Pacific eine eigene Band gründete (die auch sehr gut klingt, aber arg in die linke Richtung geht). Ersetzt wurde er von Zoli Téglás, der auch Leadsänger von Ignite ist und sich unter anderem durch die anti-kommunistische Hymne Poverty for All einen Namen machte (hier ein Live-Video aus dem ex-kommunistischen Polen). Weiterlesen

Wie werde ich ein Pseudointellektueller?

Sie möchten auf andere herabblicken, ohne allzu viel dafür tun zu müssen? Sie möchten andere glauben machen, dass Sie die Welt verstehen, weil Sie mal eine Interpretation von der Brechtrommel gelesen haben? Super! Pseudointellektueller Dummschwätzer könnte ihr Traumjob sein!

Obwohl Pseudointellektuelle es recht einfach haben, da sie nicht wissen müssen, wovon genau sie da reden, so müssen sie geschickt darin sein, von ihrer eigenen Dummheit abzulenken. Dafür gibt es eine Reihe großartiger Tipps: Weiterlesen

„Ich habe nichts gegen Altruismus“

Manche behaupten, dass Buch feiere den Egoismus. Er teile, sagt John, nicht alle Überlegungen Rands, „ich habe nichts gegen Altruismus“.

Soweit laut dem Abendblatt die Worte des Unternehmers Kai John, der Ayn Rands Hauptwerk Atlas Shrugged, Der Streik, neu übersetzen ließ und es wieder in deutscher Sprache verfügbar machte. Das ist sicher nicht das Schlechteste, was man tun kann, doch damit keine Missverständnisse entstehen, muss ich darauf hinweisen, dass die Ablehnung des Altruismus das Wichtigste und Revolutionärste an Ayn Rands Ethik ist. Insofern ist es  unverständlich, wie jemand kein Problem mit dem Altruismus haben kann, der für viel Geld ein Buch neu übersetzen lässt und es veröffentlicht, dessen Hauptaussage die Ablehnung des Altruismus ist. Weiterlesen