Was ist unser Lebensraum?

Offenbar brauche ich links-grüne Aktivisten nur anzusehen und schon fangen sie einen Streit mit mir an. Diesmal hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit einer Vollzeit-Aktivistin, die mit Buttons gegen S21, Atomkraft, für Tierrechte übersät war wie andere mit Sommersprossen. Der Streit verlief in etwa so:

„Ja, das Wasser wird immer knapper auf dem Planeten.“

„Ok… Und was möchten Sie damit sagen?“

„Das ist so unfair wegen den armen Menschen.“

„Nun, in den Meeren ist im Zweifelsfall genügend Wasser. Wir müssten es nur entsalzen. Das ist aktuell noch zu teuer, aber es gibt faszinierende technologische…“

„Nein, das geht nicht!“

„Wieso?“

„Das gehört doch den Fischen!“

„Ich glaube nicht, dass Fische mit dem Konzept des Privateigentums vertraut sind. Außerdem brauchen die nicht das ganze Meerwasser. Die haben auch so genug zu trinken…“

„Darum geht es doch nicht. Das ist doch deren Lebensraum! Wir müssen einen anderen Weg finden!“

„Einen anderen Weg als was? Als Wasser zu trinken?“

„Nicht das Wasser der Fische.“

„Tiere leben aber überall auf den Planeten. Wenn ihnen darum jeder Ort gehört, an dem sie leben, welcher Ort ist dann für uns vorgesehen? Was ist eigentlich unser Lebensraum?“

„Wir müssen einen anderen Weg finden.“

„Vielleicht benötigen wir ja einen neuen Lebensraum?“

„Ja, wo wir die Tiere nicht vertreiben müssen.“

„Ich denke, ich habe eine Idee.“

„So?“

„Wissen Sie, wo es noch genügend Lebensraum für uns gibt? Die Menschen und Tiere haben den einst verlassen, um einen besseren Lebensraum für sich zu finden.“

„Wie? Wo?“

„Im Osten.“

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Ökologie.

6 Kommentare zu “Was ist unser Lebensraum?

  1. apoth sagt:

    ich habs so kommen sehen^^

  2. sba sagt:

    Irgendwie schade um die Pointe…Wäre interessant als Anfang einer Geschichte darüber, wie Sommersprosse Deine Bemerkung für bare Münze nähme, den Namen des Verfassers als Urheber der rettenden Idee publik und selber Pläne zur Wiederbesiedlung des Ostens macht, während ein paar AFAs das mitbekommen, gegensteuern und am schluß aus Versehen die Weltrevolution passiert…bisschen Spinnerei zu Mittag^^

  3. Karl sagt:

    Durch den Klimawandel steigt ja sowieso der Meeresspiegel. Dann ist sowohl für den Lebensraum der Fische als auch für die Süßwassergewinnung genügend vorhanden 🙂

    • Carsten sagt:

      aha – Klimawandel *wegtrinken* eine ganz neue Strategie – funktioniert sicher…
      Wir *müssen* ja geradezu den Planeten einheizen, damit wir nicht verdursten – ist also reiner Überlebensinstinkt.

      Nein – den Fischen wirds egal sein – bei genügend Erderwärmung werden die vermutlich sowieso weniger werden, weil das Ökosystem der Meere vermutlich einige Zeit aus der Bahn geraten wird (die Meere werden ja nicht nur wärmer, sondern auch sauerer, was vielen Meeresbewohnern, die irgendwie Kalk abscheiden müssen ziemlich zu schaffen macht: http://de.wikipedia.org/wiki/Versauerung_der_Meere#Beeintr.C3.A4chtigung_weiterer_Meereslebewesen)

      Da fragt man sich doch: wenn wir unsere Triebe doch so gut kontrollieren können, warum „bumsen“ wir dann den Planeten kaputt?

      Den „Objektivist“ wird das vermutlich egal sein…

      • derautor sagt:

        „wenn wir unsere Triebe doch so gut kontrollieren können, warum “bumsen” wir dann den Planeten kaputt?“

        Es gibt kein grundsätzliches Problem mit der „Überbevölkerung“. Vielleicht werden Linke irgendwann mal einsehen, wie bösartig es ist, den Leuten zu erzählen, sie würden „den Planeten“ kaputt machen, wenn sie sich für Kinder entscheiden. Aber wahrscheinlich nicht. Du erzählst anderen Menschen, dass sie gefälligst keine Kinder in die Welt setzen sollen, ungeheuerliche Anmaßung.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.