Tu uns nicht weh, lieber Herr Dschihad!

Mein Gott, in was für einem Land leben wir eigentlich?

Friedrich kündigte auch entschlossene Maßnahmen gegen Unterstützer des umstrittenen Films an: „Gruppen und Organisationen, die die Islamisten auch in Deutschland provozieren wollen, indem sie beispielsweise diesen unsäglichen Mohammed-Film verbreiten wollen, müssen wissen, dass sie grob fahrlässig Öl ins Feuer gießen. Deswegen muss man dem auch Einhalt gebieten“, sagte der Minister….

Und es ist wirklich unser Innenminister, der das sagte?

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)

Sieht wohl so aus. Offenbar ist Filmkritik, um nicht zu sagen Zensur, nun oberste Staatsaufgabe.

Es ist egal, ob eine rechtsradikale Organisation einen Film zeigen möchte oder jemand anderes. Wenn der Staat dies verbietet, dann ist es Zensur.

Wissen Sie eigentlich, wie Islamisten ticken, Herr Innenminister? Ihnen muss klar sein, dass radikale Muslime die Übermachos auf Erden sind; dass sie Feinde, die sich bei ihnen für Spott entschuldigen, nicht etwa respektieren, sondern sie für erbärmliche Schwächlinge halten, die den Tod verdienen?

Natürlich sind wir Deutschen erbärmliche Schwächlinge. Man muss uns lediglich darum bitten, unsere Rechte, wie jenes auf Meinungsfreiheit, über Bord zu werfen, und wir werden es gerne tun, ohne zu zögern. Nur bitte nicht wütend werden!

Ein dummes Video bringt die islamische Welt in Aufruhr. Das muss den Westen nicht verwundern. Er hat zur Konfrontation beigetragen.

„Wer Hass sät, erntet Hass“, schreibt Frank Ochmann im Stern. „Die Wogen kann nur die Vernunft glätten – auf beiden Seiten.“

Ich weiß ja nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist, Herr Ochmann, aber „Heilige Krieger“ gehören nicht zu den aufgeklärtesten, vernünftigsten Bildungsbürgern der Welt, die man nur mit einem heißen Kaffee an den runden Tisch locken muss und schon packen sie die Friedenspfeife aus.

Dschihadisten wollen uns alle entweder versklaven oder ermorden. Wir ordnen uns ihrem Weltkalifat unter, entweder als Dhimmis oder als Konvertiten, oder wir sterben. So sehen die das. Die Vernunft spielt keine Rolle im Weltbild der Gotteskrieger.

Aber es ist im Grunde auch egal. Sie greifen uns mit Gewalt an und wer mit der Gewalt anfängt, der bittet nicht um einen Dialog, noch verdient er einen Dialog.

„Man darf nicht und man kann nicht mit der Brutalität ‚verhandeln‘, noch ihr einen Vertrauensbonus einräumen. Das moralische Absolutum sollte lauten: Falls und wenn in irgendeiner Auseinandersetzung eine Seite physische Gewalt einleitet, so ist diese Seite im Unrecht – keine Erwägung oder Diskussion der Themen ist notwendig oder angemessen.“ (Ayn Rand)

Wenn Sie seelenruhig nachts durch den Stadtpark laufen und ein Gangster hält ihnen eine Pistole vor die Nase und sagt, „Mir gefällt die kritische Art nicht, wie der Typ dort auf der Parkbank mich anschaut!“, dann müssen Sie sich nicht bei ihm entschuldigen. Ebenso müssen sich unsere Politiker nicht dafür entschuldigen, dass irgendwer in Kalifornien ein paar billige Filmtrailer anfertigte, die irgendwem am anderen Ende der Welt nicht gefallen. Sie dürfen sich nicht dafür entschuldigen!

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte den Film als „widerwärtig“. Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte nach den weltweiten gewalttätigen Protesten das „Schmähvideo sei eine Beleidigung von vielen Millionen Menschen, aber auch dieses törichte und schreckliche Video rechtfertigt keine Gewalt.“

Wer keine moralischen Prinzipien kennt und nur tut, „was praktisch ist“, der wird auch mit dem Bösen paktieren, sobald es ihm „praktisch“ erscheint. Das Böse ist das Irreale; es existiert nur dank der moralischen Sanktion von Leuten wie Angela Merkel und Guido Westerwelle. Sklavenhalter leben von der Arbeit ihrer Sklaven, sie können ohne die Sanktion ihrer Sklaven nicht lange existieren. Ein Kult des Todes lebt davon, dass man ihn töten lässt.

Heilige Krieger folgen einem Credo des Todes. Doch der Tod ist eine Negation, er ist das Nicht-Existente. Das Leben löscht sich selbst aus, wenn es sich beim Tod entschuldigt, ihn zum Gespräch bittet, Kompromisse mit ihm eingeht.

Ich entschuldige mich nicht dafür, das Leben mehr zu lieben als den Tod. Jeder, der dies tut, spricht in den Augen unserer Feinde sein eigenes Urteil.

Literatur

Siehe Kapitel 8, „Krieg“,  in meinem neuen Buch Der Westen. Ein Nachruf:

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B0099N3362&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

4 Kommentare zu “Tu uns nicht weh, lieber Herr Dschihad!

  1. sba sagt:

    …einer dieser Tage, wo es geil ist, kein „Deutscher“ zu sein.

  2. Milfweed sagt:

    Es stimmt echt traurig jetzt die Meinung anderer einzuholen. Bei den Mohammed Karikaturen gab es noch mehr Vernunft. Was ist diesmal anders?

  3. Bernd Buchner sagt:

    Wer sich im Anti(Islam-)faschistischen Widerstand engagieren möchte, kann sich für meine pro-zionistische, offene Gruppe „Jules Vernes“ bewerben. Als „Vorwarnung“: Wir sind gegen ein Beschneidungs- und Schächtungsverbot. Zur Zeit müßen wir uns noch auf´s Posten beschränken, aber langfristig strebe ich auch Flugblatt-Aktionen, Kundgebungen und Demo´s an. Wir brauchen noch ganz, ganz viele Kämpfer mit viel Köpfchen!

  4. Sophian Philon sagt:

    Nachdem sich der Rauch gelegt hat, melden sich auch Stimmen der Vernunft zurück, die zuvor fürchte mussten, vom Innenminister oder Außenminister in Schutzhaft genommen zu werden:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article109246816/Der-Islamismus-strebt-nach-der-Weltherrschaft.html#disqus_thread

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