5 nach 12: Den Westen kurz gratis

Die Widerstandskräfte des Westens schwinden. Nun haben auch meine nachgelassen.

Einen Monat nach Veröffentlichung von Der Westen. Ein Nachruf ist die Zeit gekommen, auch Menschen, die mein Magazin nicht kennen, auf die Existenz meines neuesten Werkes aufmerksam zu machen (na gut, einiges habe ich schon gemacht und danke an meine Unterstützer für… nun, die Unterstützung!).

Wie es aussieht, gibt es zwar die Willensfreiheit doch, aber dafür ist die Handlungsfreiheit eine Illusion. Mit anderen Worten sind meine Werbemittel mindestens so begrenzt, wie ich beschränkt. Ähm, Moment…

Aufgrund meines gierigen, kapitalistischen Wuchertums wird es das Buch nur zwei Tage lang gratis geben:  Am 13. und 14. Oktober, also am nächsten Wochenende.

Der Westen hat von allen meinen Büchern den erfolgreichsten Start hingelegt. Mal sehen, ob es noch eine Weile lang so weitergeht.

Die Frohe Botschaft zum Weitersagen:

Andreas Müllers Der Westen. Ein Nachruf zwei Tage lang gratis: 13.10. bis zum 14.10.: http://www.amazon.de/dp/B0099N3362

Übrigens: „5 nach 12“ bezieht sich einerseits auf den Titel „Der Westen. Ein Nachruf“ („Nachruf“ – also ist es nicht länger nur 5 vor 12) und andererseits auf „5 Minuten nach dem 12. Oktober“ – weil da die Aktion anfängt. Genial, oder?

Übrigens Teil 2: Manche Leser kritteln das „Irreführende“ des Titles an – schließlich heule ich im Buch niemandem die Ohren voll über den Untergang des weißen Mannes, des westlichen Imperiums, des Patriarchats, die Überalterung der Alten und den Niedergang des Euros, etc. Stattdessen gehts um die Verteidigung der Aufklärung vor der Moderne (ja, das geht!). Der Titel und das Cover fügen sich harmonisch zu einer dystopischen Warnung. Ähnlich wie bereits „Ist der Wald endlich tot?“ nicht ernsthaft den Tod irgendeines Waldes forderte, stellt Der Westen. Ein Nachruf nicht wirklich einen Nachruf auf den Westen dar. Genial, oder?

Übrigens 3: Eine nähere Erläuterung, was es mit dem Titel auf sich hat und inwiefern der Objektivismus mit „dem Westen“ zusammenhängt:

Der Objektivismus ist nicht einfach eine 50 Jahre alte Philosophie, sondern – und ich zeige das im Buch auch auf – er schließt an typisch westliche Ideen und Traditionen an und vereint sie logisch. In “Was sind Menschenrechte?” erfährt man, wie weit die Idee individueller Rechte zurückgeht. Das ist eine auf die Renaissance zurückführbare, die westliche Geschichte markant prägende Idee. Ebenso erwähnenswert ist natürlich die Logik selbst, die Aristoteles erfunden hat und sie repräsentiert. Er war ja der größte Einfluss für Ayn Rand. John Locke, Thomas Jefferson (freie Gesellschaft), Galileo und Newton (wissenschaftliche Methode, Realismus statt Skeptizismus) beeinflussten den Objektivismus ebenso. Das Ding ist ja nicht aus dem Nichts aufgetaucht.

Der Objektivismus ist die Philosophie des Westens in Reinform. Er verkörpert die Ideen, die den Westen im Vergleich zu anderen Kulturen auszeichnen (u.a. Individualismus, Menschenrechte, Vernunft, Wissenschaft, Willensfreiheit, objektives Strafrecht) und er lässt alles weg, was zwar auch im Westen vorkommt, aber nicht essenziell ist und nicht zum Erfolg des Westens beigetragen hat (Irrationalität, Kollektivismus, Altruismus).

Der Objektivismus ist die “reinste” Aufklärungsphilosophie und die reinste Verkörperung der grundlegenden, essenziellen Ideen des Westens. Und viele, wichtige Ideen daraus behandle ich in meinem Buch (Willensfreiheit, objektives Strafrecht, Vernunft, Wissenschaft, Individualismus statt Kollektivismus, rationales Eigeninteresse statt Altruismus, etc.).

Das sind nicht alles nur die Ideen von Rand, die sie irgendwie durch weibliche Intuition und durch göttliche Offenbarung erhielt. Das sind essenzielle westliche Ideen.

Der Titel ist eine Warnung – wenn wir mit den Dingen weitermachen, die ich kritisiere, dann können wir dem Westen Lebewohl sagen. Konkret: Weiter mit Nihilismus, mit Sentimentalität, Wohlfahrtsrechten, Tierrechten, Gender-Feminismus, Kollektivismus, Relativismus, Appeasement, mit dem “humanitären” statt objektiven Strafrecht, mit radikalem Pazifismus, Veraffung des Menschen, Leugnung der Willensfreiheit, Verachtung des Heldentums.

All diese Aspekte des westlichen Niedergangs – und mehr – werden im Buch behandelt. Also Warnung: Der Westen. Ein Nachruf.

Literatur

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=terrrott-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B0099N3362&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

5 Kommentare zu “5 nach 12: Den Westen kurz gratis

  1. vulki sagt:

    Dann sei so nett und erkläre mir den Zusammenhang zwischen deinem Werk und dem Titel. (Beim Wald vermag ich den gerade so noch zu erkennen.)
    So wie ich das sehe, ist dein Werk aus Sicht einer (in dieser Form) 50 Jahre alten Philosophie geschrieben, die allgemein doch eher geringe Resonanz gefunden hat. Das mit der Aufklärung oder gar „dem Westen“ gleichzusetzen, scheint mir gewagt.

    • derautor sagt:

      Der Objektivismus ist nicht einfach eine 50 Jahre alte Philosophie, sondern – und ich zeige das im Buch auch auf – er schließt an typisch westliche Ideen und Traditionen an und vereint sie logisch. In „Was sind Menschenrechte“ erfährt man, wie weit die Idee individueller Rechte zurückgeht. Das ist eine auf die Renaissance zurückführbare, die westliche Geschichte markant prägende Idee. Ebenso natürlich die Logik selbst, die Aristoteles erfunden hat und sie repräsentiert. Er war ja der größte Einfluss für Ayn Rand. John Locke, Thomas Jefferson (freie Gesellschaft), Galileo und Newton (wissenschaftliche Methode, Realismus statt Skeptizismus) beeinflussten den Objektivismus ebenso. Das Ding ist ja nicht aus dem Nichts aufgetaucht. Der Objektivismus ist die Philosophie des Westens in Reinform. Er verkörpert die Ideen, die den Westen im Vergleich zu anderen Kulturen auszeichnen (u.a. Individualismus, Menschenrechte, Vernunft, Wissenschaft, Willensfreiheit, objektives Strafrecht) und er lässt alles weg, was zwar auch im Westen vorkommt, aber nicht essenziell ist und nicht zum Erfolg des Westens beigetragen hat (Irrationalität, Kollektivismus, Altruismus).

      Der Objektivismus ist die „reinste“ Aufklärungsphilosophie und die reinste Verkörperung der grundlegenden, essenziellen Ideen des Westens. Und viele, wichtige Ideen daraus behandle ich in meinem Buch (Willensfreiheit, objektives Strafrecht, Vernunft, Wissenschaft, Individualismus statt Kollektivismus, rationales Eigeninteresse statt Altruismus, etc.).

      Das sind nicht alles nur die Ideen von Rand, die sie irgendwie durch weibliche Intuition und durch göttliche Offenbarung erhielt. Das sind essenzielle westliche Ideen.

      • derautor sagt:

        Der Titel ist eine Warnung – wenn wir mit den Dingen weitermachen, die ich kritisiere, dann können wir dem Westen Lebewohl sagen. Konkret: Weiter mit Nihilismus, mit Sentimentalität, Wohlfahrtsrechten, Tierrechten, Gender-Feminismus, Kollektivismus, Relativismus, Appeasement, mit dem „humanitären“ statt objektiven Strafrecht, mit radikalem Pazifismus, Veraffung des Menschen, Leugnung der Willensfreiheit, Verachtung des Heldentums.

        All diese Aspekte des westlichen Niedergangs werden im Buch behandelt. Also Warnung: Der Westen. Ein Nachruf.

        Ich habe kein Problem mit deiner Rezension; nicht, dass du mich falsch verstehst. Es ist völlig in Ordnung, dass du das ansprichst – offensichtlich ist es ja nicht. Ich wollte lediglich kurz auf das Thema eingehen.

  2. Karl sagt:

    Tolle Aktion mit dem kostenlosen Buch.

    Das Problem ist das eine wirklich überzeugende Theorie fehlt aus welchen Gründen eine Abkehr von den von dir beschriebenen Werten geschieht. Popper nahm ja z. B. an dass aus Furcht vor der Freiheit es zu Gegenbewegungen weg vom Rationalismus kommt. Des Weiteren gibt es auch die Idee dass aufgrund der Kleingruppenevolution der Mensch den Rationalismus ablehnt.

    Man muss auch bedenken dass sich die westlichen Werte im geographischen Westen erst in der zweiten Hälfte des 20. Jhds. wirklich durchgesetzt haben. Vorher haben stark noch religiöse und konservative Überzeugungen dominiert.

    Die Gegenreaktion war ja in der zweiten Hälfte des 20. Jhds. stark vom Versuch geprägt den Marxismus irgendwie zu retten in dem man ihn mit Postmodernismus oder Genderideologie am Leben hält (Stephen Hicks).

    • derautor sagt:

      Ich sehe das essenziell als Wettkampf der Ideen. Eine einzelne Theorie genügt da nicht, das ist alles recht komplex. Aufklärung versus Gegenaufklärung beziehungsweise Vernunft gegen Irrationalität erscheint mir jedoch ein guter Rahmen zu sein, um diese Konflikte zu verstehen.

      Mir fallen zwei Dinge als besondere Probleme auf: 1. Die Überzeugung vieler Menschen, das Leben wäre ein Überlebenskampf gegen andere Menschen. Wir sehen das in unserer Gesellschaft als Kampf verschiedener Interessensgruppen um politische Macht und um das Geld der Steuerzahler. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass den Menschen ethische Theorien gelehrt werden, die sie nicht leben können und die zwangsweise zu Konflikten, Widersprüchen führen.

      Als Altruist muss man Heuchler sein, weil der Altruismus nicht lebbar ist. Man muss einerseits vom Frieden und Völkerverständigung reden und andererseits andere übervorteilen und ausnutzen. Man kann sich schlichtweg nicht das ethische Ziel setzen, für andere zu leben. Die marxistische Theorie hat viel damit zu tun, wie die Menschen den „Kapitalismus“ wahrnehmen, nämlich als eines von vielen Beispielen für die Ausbeutung einer Menschengruppe durch eine andere. Dass es eine friedliche Gesellschaftsordnung geben könnte, nämlich den freien, fairen Austausch von Werten, das Leben im rationalen Eigeninteresse, das wissen viele Menschen einfach gar nicht und sie vermeiden meiner Erfahrung nach auch, es zu hören und zu verstehen (es sind jetzt schon mehrere Leute im wörtlichen Sinne von mir weggelaufen, als ich im ruhigen, nüchternen Ton erklärte, was der Kapitalismus eigentlich ist).

      2. Das „Ausblenden“, das Nicht-Wahrhabenwollen, das Nicht-Verstehenwollen einer Realität, vor der man sich fürchtet. Das ist auch der Grund für die Vermeidung ökonomischer Themen, die Betrachtung der Wirtschaft selbst als irgendwie feindlich. Dies wiederum hängt damit zusammen, wie dieses Fach gelehrt wird; nämlich mit kollektivistischen Begriffen. Der bloße Name „Volkswirtschaft“ ist ja bereits ein kollektivistischer Begriff. Es geht um abstrakte Ideen wie das Bruttoinlandsprodukt, das menschliche Verhalten wird als messbar und voraussagbar angesehen, als deterministischer Faktor im Geflecht ökonomischer Zusammenhänge. Wirtschaft befasst sich tatsächlich mit dem zielgerichteten Handeln des Menschen. Wir möchten etwas haben – wie bekommen wir es? Woher kommen Werte?

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