Obama vs. Romney

Und nun eine objektive Übersicht über die beiden US-Präsidentschaftskandidaten…

1. Barack Hussein Obama

Qualifikationen:

– ist schwarz

– hat Erfahrung als „Community Organizer“ gesammelt

– wurde praktisch ausschließlich von kommunistischen Aktivisten beeinflusst

– hat eine antiimperialistische Ausrichtung (mit Amerika als dem Imperium)

– hat die amerikanische Wirtschaft zerstört

2. Mitt Romney

– Mormone

– gegen Stammzellenforschung

– gegen ein Recht auf Abtreibung

– gegen Homo-Ehe

– möchte Kinder „vor Gewalt und Sex im Fernsehen schützen“ (für Zensur)

– für eine harte Linie gegen illegale Einwanderer

Fazit

Ich wähle Andrew Ryan.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Politik.

10 Kommentare zu “Obama vs. Romney

  1. Sophian Philon sagt:

    Sind die Punkte bei Romney auch Qualifikationen? 😉

  2. Rüdiger sagt:

    Ich wähle Andrew Ryan

    Ich wähle überhaupt nicht. Ich darf nämlich den US-Präsidenten nicht wählen.

    Das vergessen viele deutsche Journalisten: Sie glauben, es würde irgendeinen Amerikaner jucken, wenn sie in ihren deutschen Blättchen einem der Kandidaten schlechte Noten erteilen, ihm „grandiose Fettnäpfchen“ nachweisen und ihm wie Filmkritiker ein „zu hölzernes Auftreten“ attestieren.

    • derautor sagt:

      Ja, ich wähle auch nicht wirklich Andrew Ryan. Ich denke allerdings nicht, dass die Journalisten glauben, das Wahlverhalten der Amerikaner beeinflussen zu können. Die machen das, weil es die Leser interessiert und weil sie mitfiebern bis zu einem gewissen Grad.

  3. Alexander sagt:

    Geht’s noch polemischer gegen Obama?

    Fast alle Punkte sind falsch:

    – er hat eine weiße Mutter

    – dass das mit dem „community organizer“ aufgefallen ist, mag originell sein, aber vor allem hat er einen Magma cum laude-Abschluss in Harvard, hat als Anwalt gearbeitet und Verfassungsrecht gelehrt.

    – in den USA wird niemand zum Senator und Präsidenten gewählt, der von „kommunistischen Aktivisten“ beeinflusst ist.

    – er bezeichnet Großbritannien als den engsten Freund und Verbündeten und wird allen Unkenrufen zum Trotz Israel immer verteidigen. Das passt mit „Antiimperaialismus“ nicht zusammen.

    – der „Hussein“-Punkt ist nur blöd und eines Feuerbringers (dessen neues Buch ich trotzdem gerade mit Interesse lese) nicht würdig.

    Angesichts der Auswahl würde ich auch als europäischer Liberaler Obama wählen.

    • derautor sagt:

      Ich war ebenso polemisch gegen Romney, das sollte man nicht übersehen. Natürlich war das kein ausgewogener Beitrag.

      er hat eine weiße Mutter

      Viele Amerikaner haben ihn gewählt, weil er schwarz ist. Wie schwarz genau er nun ist, interessiert mich wenig. Eigentlich interessiert es mich gar nicht, aber viele Amerikaner hatten das Bedürfnis zu zeigen, dass sie keine Rassisten sind.

      Magma cum laude-Abschluss in Harvard, hat als Anwalt gearbeitet und Verfassungsrecht gelehrt.

      Die Community-Organiser-Kritik bezieht sich auf Obamas Erfahrung im außerakademischen Leben, in der freien Wirtschaft.

      in den USA wird niemand zum Senator und Präsidenten gewählt, der von “kommunistischen Aktivisten” beeinflusst ist.

      Es sei denn, dies ist weithin unbekannt. Der Journalist Dinesh D’Souza – und ich kann ihn eigentlich nicht ausstehen – hat dies in seiner Dokumentation „2016: Obama’s America“ klar belegt. Es gibt auch mehrere Bücher zum Thema.

      er bezeichnet Großbritannien als den engsten Freund und Verbündeten

      Deshalb hat der der Queen einen iPod mit seinen Reden und ein paar DVDs aus dem Laden an der Ecke geschenkt und die Büste von Churchill zurückgeschickt.

      und wird allen Unkenrufen zum Trotz Israel immer verteidigen

      Es gilt eigentlich nicht als Israelverteidiger. Im Gegenteil.

      der “Hussein”-Punkt ist nur blöd und eines Feuerbringers (dessen neues Buch ich trotzdem gerade mit Interesse lese) nicht würdig.

      Klar ist das blöd. Es will gar nicht überzeugend sein, das war nun ein Schlussgag.

      Ich empfehle für weitere Infos über Obama Mark Humphrys Blog:
      http://markhumphrys.com/blog.election.12.html

      Und das FrontPageMag:
      http://frontpagemag.com/

      dessen neues Buch ich trotzdem gerade mit Interesse lese

      Das freut mich.

      • Alexander sagt:

        Ich antworte nur zur Queen: Die Episode zeigt, dass Obama viel von britischem Humor versteht. Die Queen war sicher amused. Und die Büste hat er nur zurückgeschickt, weil er eh schon eine hat im Weißen Haus.

    • Sophian Philon sagt:

      „Angesichts der Auswahl würde ich auch als europäischer Liberaler Obama wählen.“

      Und genau das ist das Problem!

      • JMA sagt:

        Dass man kein bessere Auswahl hat? Ja, aber so lange die Republikaner solche Supervolldeppen wie W. und Romney und den Cowboy aus den 80ern, wie hieß er doch, Reagan, aufstellen, kann man sich nur angewidert abwenden.

  4. Lexi sagt:

    Schade nur, dass die, die in den USA eine dritte Partei wählen, tatsächlich ihre Stimme wegwerfen.
    Das System der Wahlmänner und des Winner-gets-it-all-Prinzips machen es faktisch unmöglich, dass eine dritte Partei wie die Grünen auch nur den Hauch einer Chance bekommen.

    Genau das sollen die Wahlmänner verhindern.

    Wer hat eigentlich behauptet, dass die USA demokratisch seien?

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.