Das Wort, das man gerade sagt

Entweder ich spinne oder jeder hat ein Wort, das er in einem bestimmten Zeitraum bevorzugt gebraucht. In der Grundschule sagten alle eine Weile lang „Alter“, sodass man die weißen Haare wachsen fühlen konnte. Bei mir ist es gerade der Ausruf „Jo!“ anstelle von „Ja“ und einfach als Bestätigungslaut. „Das Wort“ gebraucht man immer in einem bestimmten Kontext, aber als Ersatz für ein gebräuchlicheres Wort und nur eine bestimmte Zeit lang. Zum Beispiel sagen manche „Einen Guten“, statt „Guten Appetit“, bis sie dann doch wieder „Guten Appetit“ sagen. Oder „Tschö“ statt „Tschüs“.

Daher meine Frage: Geht euch das auch so oder bin ich ein noch größerer Freak, als es ohnehin den Anschein hat?

Hamas tötet Kinder, gibt Israel die Schuld

Aus eigenem Interesse sollte ich eigentlich nicht über den Nahostkonflikt schreiben, weil die Leute dann meine Bücher nicht kaufen. Mache ich aber trotzdem, weils richtig und wichtig ist. Da schaut ihr mal, wie aufopferungsvoll ich hier publiziere. Und im Gegenzug werde ich auch ständig von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Trier zu irgendwelchen Veranstaltungen eingeladen. Aber da muss ich ja voll weit fahren und kostet ewig Geld, hier eingeladen zu werden. Mache ich nicht.

Also weiter im Text. Diesmal führen wir einen Bilderkrieg. Im Grunde ist der Nahostkonflikt schon immer auch ein Bilderkrieg gewesen und mehr noch als andere Konflikte. Die einzige Freizeitbeschäftigung der Palästinenser und ihres Fanclubs ist die Produktion von Fotos, die Kinder zeigen, die Kriegsopfer geworden sind. Man hat eben sonst nichts zu tun an einem verregneten Sonntag und man kann sich ja nicht zum zillionsten Mal Die Unschuld der Muslime anschauen. Weiterlesen

Der muslimische Winter

Was den „arabischen Frühling“ angeht, wurde ich beim letzten Beitrag zum Thema belehrt, dass ich zu früh meine Rechthaberei zum Ausdruck brachte. Ich hatte die Meinung vertreten, dass islamische Diktaturen das Resultat der Volksaufstände in der islamischen Welt sein würden.

Die Tatsache, dass die Muslimbrüder die Wahl in Ägypten gewannen, sei allerdings noch immer etwas, das bei der nächsten Wahl anders aussehen könnte und auch die Islamisten (jetzt neu in „moderat“) seien ja an demokratische Prinzipien gebunden worden.

Nun hat der ägyptische Präsident Mursi die gesamte Macht an sich gerissen und die Gewaltenteilung aufgehoben. So viel zu den demokratischen Prinzipien, die ihn binden. Weiterlesen

Der Mann mit Prinzipien

Im Englischen gibt es die Phrase „a man of principle“, ein Mann mit Prinzipien. Ein solcher Mann galt einmal als vorbildlich. Ein Mann mit Prinzipien ist ein Mann mit hoher Integrität. Die Grundlagen seiner Entscheidungen sind klar und verständlich, die Richtlinien seines Handelns solide, nachvollziehbar und nicht durch jeden sanften Windstoß zu erschüttern.

Man ging daher von der Annahme aus, dass ein Mann, der sein Leben nach Prinzipien ausrichtet, dafür wohlüberlegte, vernünftige Prinzipien auswählt und sie nur ändert, wenn sich herausstellt, dass ein bestimmter Grundsatz seinem Leben schadet, dass es sich also nicht um ein rationales Prinzip handelt, sondern um ein lebensfeindliches Prinzip (z.B. „schreie grundsätzlich jeden an, der anderer Meinung ist“). Dieses falsche Prinzip wird er entsprechend korrigieren, ohne das grundsätzlich bewährte Prinzip aufzugeben, nach Prinzipien leben.

Ein Mann mit Prinzipien ist ein aufrechter, durchschaubarer Mann. Man kann sich auf ihn verlassen. Er wird einer Frau nicht heute das Ja-Wort geben und es morgen zurücknehmen, nur weil er spontan eine jüngere attraktiver findet. Als Arbeitgeber wird er nicht heute sagen, dass nach der Fusion niemand um seinen Job bangen muss, und dann die halbe Belegschaft entlassen. Als Kanzler wird er nicht heute Reden über die Verlässlichkeit der Atomenergie schwingen, um morgen den Ausstieg zu erklären.

Heute hat man eine andere Meinung über den Mann mit Prinzipien. Man nennt ihn „dogmatisch“ und wirft ihm vor, an eine „absolute Wahrheit“ zu glauben. Er sei nicht flexibel, nicht „pragmatisch“ genug, um die Probleme unserer Zeit zu lösen. Und schlimmer: Er weiß nicht nur, was er will, sondern auch noch, warum.

Literatur

Ayn Rand: Principles

Ethik ist objektiv – aber kontextabhängig

In Diskussionen über den Objektivismus sind mir häufige Missverständnisse der Philosophie und falsche Annahmen aufgefallen. Auf eine davon möchte ich hier kurz eingehen. Es gibt die Vorstellung, die objektivistische Ethik sei in dem Sinne absolut gültig, wie die Zehn Gebote absolut gültig sein sollen – für alle Menschen zu allen Zeiten in jeder Situation. Das ist so allerdings nicht der Fall. Weiterlesen

Waffenstillstand des Todes

Waffenstillstand (c) Cox & Forkum

„Und so herrscht wieder Friede. Der Friede von Raketen, die auf Schulen gerichtet sind und der Friede von Bombenanschlägen auf Busse. Der Friede von Fernsehprogrammen, die Kinder lehren, Juden zu töten und der Friede von Raketen, die durch Tunnel geschmuggelt werden. Der Friede von Messern im Dunkeln und Kugeln, die auf einsamen Straßen auf Autos gefeuert werden. Der Friede von Moscheen, die „Tod den Juden“ schreien und der Friede von Terroristen, die ihre Industrie des Todes voranbringen.“ (Daniel Greenfield, FrontPageMag).

Manchmal muss man zuerst einen Krieg gewinnen, bevor es Frieden geben kann. Wenn man es mit Terroristen zu tun hat, die gezielt Zivilisten angreifen, die kein Interesse an bleibendem Frieden haben, die kein Interesse an Zivilisation und Menschenrechten haben, die laut ihrer offiziellen Charta einfach nur Juden töten wollen – dann lautet der Preis des Friedens: Sieg!

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“ (Charta der Hamas, Terrorgruppe und demokratisch gewählte Regierung der Palästinenser).

Literatur

Daniel Greenfield: There Is No Ceasefire

Mark Humphrys: Gaza War 2012

Robert Spencer: Should Israel Agree to a Cease-Fire?

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Das Schicksal des Mondes ist besiegelt!

Uahaha! Ok. Meine Leser haben entschieden, was mit unserem Erdtrabanten geschehen soll. Das Ergebnis der jüngsten FB-Umfrage lautet:

Sollte man den Mond privatisieren?

41% sagen „Absolut!“

3% sagen „Der Mond ist Gemeineigentum!“

18% sagen „Der Mond gehört dem Mondmann!“

30% sagen „Wir haben genug Käse!“

8% sagen „Nein!“

18% erkennen also die Eigentumsrechte des Mondmannes an. Das ist schon einmal vorbildlich, auch wenn ich glaube, dass es den gar nicht gibt. 3% fallen meinem Lieblingssenator McCarthy zum Opfer. 30% wollen den enormen Wert importierten Käses nicht anerkennen. Vielleicht meinen sie auch, dass ich zu viel Käse rede, was stimmt. 8% sind nicht nur Kommunisten, sondern auch noch einfallslose Kommunisten. Geht nach Hause, niemand mag euch! Und der Mond wird nun offiziell den 41% übereignet. Vielleicht müssen sie ihn erst vom Mondmann abkaufen, das könnte natürlich sein.

Versteigert! 

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Wo ist Waldo?

Kein Ahnung. Aber hier sehen wir einen Haufen Schwachsinniger auf einer Demo, die den Abzug Israels aus Gaza fordern. Habe ich schon erwähnt, dass man alle Demos verbieten sollte?

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=xUz7-oUPkrU[/tube]

„Wir haben Menschen, mit denen wir kommunizieren.“ Verdammt, seid ihr gut integriert!

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=a8sWYB_1yXc[/tube]

„Wir sehen es als unsere Pflicht an, aufzustehen.“ Wenn man so oft sitzen geblieben ist, dann will man verständlicherweise auch mal aufstehen.

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=v-Ia8d5me_Y[/tube]

„Israel raus aus Palästina!“, sagte er. „Hamas-Unterstützer raus aus Deutschland!“, sage ich.

Videos von Christian Winterhager aufgespürt.

 

 

Lesezeit

Im Moment gibt es weniger Beiträge im FB-Magazin, weil ich mehr lese, um endlich einige Bücher fertigzubekommen und mir neue kaufen zu können. Ich weiß, es ist ein Teufelskreis. Man liest, nur um noch mehr zu lesen. Für den Fall, dass jemand mitmachen möchte. Hier ist meine aktuelle Leseliste… Weiterlesen

Vier weitere Jahre!

Amerika wird zum neuen Europa. Wir brauchen schließlich keinen Weltpolizisten, sondern einen weiteren seltstgenügsamen, ökologisch angebauten und nachhaltigen Wohlfahrtsstaat. Eine größere Schweiz mit Hamburgern und Paris Hilton.

Keine einzelne Macht kann die Lücke füllen, die Amerika hinterlässt – aber Russland, China, Nordkorea, Iran und co. werden sich was Schönes für uns einfallen lassen. Und sorry wegen den ganzen Mohammed-Karikaturen.

So viel auch zur Idee der Neocons, mit Hilfe des amerikanischen Militärs die Welt zu befreien. Aber vielleicht bekommt bald jeder Amerikaner dafür eine kostenlose Fußmassage und öffentlich-rechtliches Fernsehen.

Mein liberales Weltimperium kann ich wohl auch vergessen. Ach, die Welt ist so unfair. Mein Imperialhut, meine Uniform, alles umsonst!

Hier ein schöner Artikel von den Neocons (die gibts noch) über den Untergang des britischen Empire, das von linken Intellektuellen unterminiert wurde. Ja, das waren dieselben Leute, die mir jüngst mein wunderbares Weltimperium zunichte machten, bevor ich es überhaupt erschaffen konnte. „Diese Bande von degenerierten internationalen Intellektuellen, die die Größe Britanniens und die Stabilität und den Wohlstand des britischen Empire als verhängnisvolles Hindernis betrachten…“ (Winston Churchill). Und die nun die amerikanische Dominanz auf dem Planeten beenden. Und somit den Aufschwung von Drittweltdiktaturen voranbringen.

http://www.weeklystandard.com/Content/Public/Articles/000/000/006/200fxbyi.asp

Sophian Philon wandte gegen meine supertolle Idee eines freiheitlichen Weltimperiums ein, dass freie, demokratische Staaten notwendig zu Wohlfahrststaaten degeniereren müssten, siehe Amerika. Aber es gibt keine Notwendigkeiten in der Geschichte. Amerika hätte es fast geschafft. Kleine Veränderungen in der Verfassung hätten Wunder gewirkt.

Immerhin hat die Wiederwahl Obamas einen Vorteil: Cover und Titel meines aktuellen Buches haben an Aktualität gewonnen. Juhu! Vielleicht war die amerikanische Wahl insgeheim eine Marketingaktion für mich?

Literatur

Mark Humphrys: Die Welt ohne Amerika

Aufklärung der Woche

Gestern beklagte sich ein Leser über meinen Essay Pluralismus gegen die Vernunft. Und mit seiner Beschwerde bestätigte er sogleich, was ich schrieb.

Ebenso möchte ich auf den Anarchokapitalismus eingehen, der noch immer zu viel Staat in meinem Minimalstaat erblickt. Manche Leute bekommen nie genug. Oder nie genügend weggestrichen.

Den Online-Streit zum Thema „Michael Schmidt-Salomon versus Norbert Hoerster“ aus dem Magazin Aufklärung und Kritik möchte ich auch kurz kommentieren.

Ihr seht: Bei mir gibts mal wieder volles Programm Aufklärung! Da habt ihr was Schönes zu lesen für die nächsten Tage. Weiterlesen

Pluralismus gegen die Vernunft

Der Philosoph Leonard Peikoff bietet in seinem neuen Buch The DIM Hypothesis – ein Must Read für Intellektuelle jeder Art – etwas, das postmoderne Denker spöttisch eine „große Erzählung“ nennen, also eine systematische Interpretation der westlichen Kultur. Inklusive Geschichte, Physik, Bildung und Kunst. Grundlage ist die objektivistische Philosophie und insbesondere die zugehörige Epistemologie (Erkenntnistheorie). Weiterlesen

Ist Vergewaltigung mit einem Fair-Trade-Kondom ethischer?

Das sind so die Fragen, mit denen sich Moralphilosophen unserer Tage beschäftigen. In diesem Fall stammt die Frage allerdings von einem Umweltaktivisten namens Mark Boyle, der in seinem „Moneyless Manifesto“ eine Gesellschaft ohne Geld fordert.

Außerdem sollen wir, so Boyle, auf Schuhe verzichten und stattdessen auf Flip-Flops herumlaufen, die aus dem Hintern von toten Leuten gefertigt wurden. Boyle fordert dies ausdrücklich mit Bezug auf sein eigenes Hinterteil. Die Frage ist nur, ob wir zu dem Zweck über unsere eigenen vier Buchstaben verfügen dürfen? Und Boyles Antwort (ich denke mir das nicht aus und das ist auch keine Satire) lautet: Nein, wir müssen unseren Hintern nach unserem Tod verschenken, damit andere Menschen Flip-Flops daraus machen können.

*Räusper* Weiterlesen