Neu: Meine Bücher in der Leihbibliothek

Und erneut lasse ich die Öffentlichkeit an meinen finsteren Marketingplänen teilhaben, uahaha! Über mangelnde Transparenz kann sich jedenfalls keiner beschweren, es sei denn, ihr möchtet erfahren, was ich heute zu Mittag gegessen habe. Das verrate ich nämlich nicht.

Nachdem ich mich von anderen Objektivisten von der moralischen Anrüchigkeit der gelegentlichen Gratis-Aktionen für meine Bücher überzeugen ließ und da sie als Werbemaßnahme bei mir nicht mehr gut funktionieren (ich nenne es „Freigebigkeitssättigung“ statt „Marktsättigung“ – auch mittelalterliche Könige haben irgendwann die Bauern gelangweilt mit den ganzen Goldstücken, die sie ihnen zuwarfen), bin ich auf eine neue Idee gekommen, wie ich arme Studenten ohne materielle Gegenleistung mit meinen Büchern beglücken könnte. Auch diese neue Idee ist als Werbemaßnahme gedacht, damit sich die Bücher herumsprechen und andere Leser sie kaufen. Ob das auch so funktioniert, wird die Zukunft zeigen. Vermutlich nicht.

Jenes neueste Selbstzerstörungsprojekt für junge Autoren, das Amazon anbietet, heißt „Kindle-Leihbücherei“. Wer Mitglied von Amazon Prime ist (29 Euro/Jahr), kann sich – neben anderen Vorteilen wie schneller Lieferung von Amazon-Käufen – jeden Monat ein neues Kindle-Buch ausleihen, wenn er das alte wieder abgibt. Gibt er es nicht ab, kann er das Buch für alle Ewigkeit behalten und kann dann aber kein neues ausleihen.

Zwölf Bücher im Jahr sind wahrscheinlich mehr wert als 29 Euro, also dürfte sich das für Vielleser lohnen. In der Tat werde ich mich selbst bei dem Programm anmelden und dann bin ich bei jedem einzelnen Programm, das die Amazonen auf Lager haben, mit dabei. Gleich und Gleich gesellt sich gern – auch bei uns Kapitalisten.

Außerdem machen Leser ohnehin bereits Gebrauch vom Leihangebot, also kann ich euch auch gleich explizit darauf hinweisen, dass es so etwas gibt. Ist doch mal ein echter Service!

Das wäre also mein Deal: Ich verzichte in Zukunft weitgehend oder vollständig auf Gratis-Aktionen, dafür bekommen arme, bedauernswerte, am Existenzminimum lebende Studenten (wie ich selbst) die Möglichkeit, sich meine Bücher ohne zeitliche Begrenzung auszuleihen. Vielleicht erfahre ich dann sogar, was ich da eigentlich geschrieben habe.

Damit treibe ich mich noch selbst in den Ruin (popkulturelle Referenz!).

Werden Sie Mitglied bei Amazon Prime (oder lassen Sie es bleiben; aber einen Blick ist es wert).

Den Kindle-Paperwhite könnt ihr euch auch besorgen; dürfte tatsächlich der beste E-Reader werden:

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=terrrott-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B007OZO03M&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Schäme ich mich für gar nichts mit meiner ewigen Schleichwerbung? Dies und mehr erfährt man in zukünftigen Beiträgen, finanziert durch Schleichwerbung.