Sex mit Obama, Ägypten bekommt Scharia

Hier zwei News, die nichts miteinander zu tun haben:

1. Frühlingsgefühle in Ägypten 

Der arabische Frühling bringt nicht nur blühende Landschaften mit sich, wie uns beinahe alle deutschen Medien einst versicherten – sondern auch das Scharia-Recht. Diesmal in Ägypten. Und nun die schlechte Nachricht: Ich hatte während der Revolution mit jungen Journalisten eine Wette laufen, dass Ägypten ein islamischer Staat wird und ich habe meinen Früchtekorb noch immer nicht erhalten!

Was ist los mit euch? Soll ich an Vitaminmangel eingehen?

Nun haben sich noch radikalere Islamisten bei der radikal-islamischen Muslimbruderschaft, die das Land regiert, beschwert: Sie seien zu zaghaft bei der Einführung des Scharia-Rechts. Man kann ja nicht ewig keine Frauen steinigen. Es ist schließlich Frühling, da haben alle Schmetterlinge im Bauch.

Das Volk will Scharia, die Muslimbrüder wollen Scharia, ihre Kritiker wollen Scharia. Es dürfte nicht mehr lange dauern bis zur Etablierung eines liberal-demokratischen Rechtsstaats in Ägypten.

Mehr: Robert Spencer: The New Sharia Egypt

2. Dein erstes Mal mit Barack Obama

Wählen Sie noch oder boykottieren Sie schon? Falls Sie noch wählen:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=o6G3nwhPuR4[/tube]

Das Mädchen in dem Video ist übrigens nicht irgendeines, das auf einem Speed-Trip mal schnell ein YouTube-Video auf dem elterlichen Dachboden aufnahm. Das ist die amerikanische Schauspielerin Lena Dunham, Star der HBO-Show Girls. Und das Video gehört zur offiziellen Wahlkampagne von Barack Obama.

Kommentar unter dem Video: „I remember my first time, I voted for Ronald Reagan“

In dem Video vergleicht Dunham das erste Mal Wählen mit dem ersten Mal Sex. „Dein erstes Mal sollte nicht mit irgendwem sein“, sagt sie. „Du willst es mit einem großartigen Typen machen.“ Gut, dass eine Demokratin jungen Mädels sagt, mit wem sie es machen sollen. Es ist nur konsequent, wenn sie diesen Bereich des Lebens „ihrer“ Bürger auch noch bestimmen.

„Es sollte mit einem Typen sein… der sich wirklich um Frauen sorgt und sie versteht.“

Du meinst jetzt aber nicht den über 50-jährigen, verheirateten Barack Obama?

„Ein Typ, der sich darum sorgt, ob du eine Gesundheitsfürsorge bekommst und vor allem, ob du Geburtenkontrolle nutzt.“

Hey, schöne Schuhe. Hast du eine Gesundheitsfürsorge?

„Du willst es mit einem Typen machen, der die Truppen aus dem Irak rausgebracht hat.“

Solche Typen dürften schwer zu finden sein. Im Grunde müssten sich alle jungen Mädels an Obamas Schlafzimmertür anstellen. Das ist dann wohl auch die Idee. Was war noch einmal gut daran, den Irak aufzugeben?

„Es ist total uncool, wieder draußen zu sein und jemand sagt: Hast du gewählt? und du antwortest: Nein, ich habe nicht gewählt, ich war noch nicht bereit dazu.“

Ja, das wäre so verdammt uncool. Man müsste am Ende noch einen eigenen Willen haben, eigene Werte, einen eigenen Verstand, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Da würden aber verdammt wenige Demokraten gewählt werden. Da ist es doch besser, wenn sich junge Mädels der Gruppenermutigung beugen und mit genau dem tollen Typen zu genau der Zeit Sex haben, wie es die anderen Mädels vorschreiben.

Wo wir schon bei sexuellen Anspielungen in der Politik sind. Ronald Reagan über seinen Wechsel von den Demokraten zu den Republikanern: „Ich kann euch sagen, es tut nur eine Minute weh und dann fühlt es sich einfach großartig an.“

Mehr: Ben Shapiro: Have Sex With Barak Obama 

6 Kommentare zu “Sex mit Obama, Ägypten bekommt Scharia

  1. JMA sagt:

    Das Mädel hat doch Recht. Gut, dass es Barack Obama geworden ist. Der alberne Mormone wäre ja DIE LACHNUMMER gewesen – da hätte doch kein vernünftiger Mensch mehr die USA ernst genommen.

  2. JMA sagt:

    Und die Sache mit dem Obstkorb. Jetzt gilt die Sharia, muss sich ein Muslim dann noch an Versprechen gegenüber Ungläubigen halten?

  3. arprin sagt:

    „Der arabische Frühling bringt nicht nur blühende Landschaften mit sich, wie uns alle deutschen Medien inklusive der Achse des Guten einst versicherten“

    Wann hat die Achse gesagt, dass der Arabische Frühling blühende Landschaften bringen würde?

    „sondern auch das Scharia-Recht.“

    Die Scharia gilt in Ägypten schon seit 1981 als die „die Quelle des ägyptischen Rechts“.
    http://www.islamopediaonline.org/country-profile/egypt/islam-and-constitution/sharia-principles-main-source-law

    • derautor sagt:

      Die waren doch stets optimistisch über die Revolutionen. In Ägypten waren sie für Entweder Broder. Die Muslimbrüder wollen die Scharia konsequent umsetzen.

      • arprin sagt:

        Ich habe das überhaupt nicht so wahrgenommen. Solche Artikel haben doch überwogen:
        „Die ägyptische Revolution tritt in die Pogrom-Phase“
        http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_aegyptische_revolution_tritt_in_die_pogrom_phase/

        Ich kann mich spontan an keinen Artikel erinnern, der den Arabischen Frühling gelobt hat.

        Zur Scharia: Es spielt für die Betroffenen keine Rolle, ob sie durch die Scharia oder durch Mubaraks Militärgerichte unterdrückt werden. Eine säkulare Diktatur ist nicht gleich besser als eine theokratische. Ägypten steht heute weder besser noch schlechter da als unter Mubarak.

        Die Frage ist, ob sich die durch den arabischen Frühling errungenen neuen demokratischen Standards (Mehrparteiensystem, freie Wahlen) auf Dauer halten werden. Wenn dem so ist, werden sich die liberalen Stimmen eines Tages bemerkbar machen.

        Es gibt z.B. momentan Widerstand gegen die Ausrichtung der Verfassung auf die Scharia.
        Auch im Frontpagemag wurde davon berichtet:
        http://frontpagemag.com/2012/dgreenfield/are-egypt-and-tunisia-headed-for-counter-islamist-revolutions/
        Leider werden bei Frontpagemag aber auch viele Internet-Hoaxes wie z.B. ein Nekrophiliegesetz, Pyramidenzerstörungsaufrufe und Kreuzigungen vor dem Präsidentenpalast in Ägypten verbreitet.

        • derautor sagt:

          Vielleicht weil sie in Ägypten waren und diese reformbereite Familie vor die Kamera geholt haben. Auch war Abdel-Samad bei der Revolution dabei und hat ganz optimistisch darüber berichtet. Aber gut, ich habe es mal rausgenommen.

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