Wie können wir uns jemals sicher sein?

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Wie in der Diskussion zu meinem neuesten Beitrag über Humes Induktionsproblem mal wieder klar wurde, haben Objektivisten andere metaphysische und epistemologische Überzeugungen als andere Philosophen, weshalb es immer wieder Kommunikationsprobleme gibt. Leider wollen das die anderen Philosophen nicht einsehen und ignorieren jegliche Erklärung, inwiefern sich unsere Grundüberzeugungen unterscheiden. Stattdessen wiederholen sie unentwegt, Ayn Rand sei oberflächlich gewesen und habe dies und jenes „nicht verstanden“. Vielleicht sollte man erst einmal versuchen, die Philosophie seines Gegenübers zu verstehen, bevor man ihm vorwirft, die Philosophie seines Gegenübers nicht zu verstehen.

Trotzdem noch einmal ein Versuch.

David Hume stellte die Frage, wie wir uns jemals „sicher“ sein könnten, dass die Naturgesetze (oder irgendetwas) morgen noch so beschaffen sein werden wie heute. Offenbar sei die bloße Beobachtung, dass die Dinge gestern und vorgestern so waren, kein Beweis dafür, dass sie immer so bleiben müssen. Das bedeutet: Egal, wie viel wir über die Beschaffenheit der Welt wissen, egal, wie viele Naturgesetze wir kennen und wie gut wir sie verstehen – Hume wäre niemals zufrieden. Er würde immer und immer wieder eine absolute Sicherheit einfordern, die ihm kein Mensch garantieren kann. Da sie ihm niemand garantieren kann, geht er als Skeptiker als der glorreiche Sieger hervor.

Der Objektivismus geht davon aus, dass es grundsätzlich keine vom menschlichen Erkenntnisvermögen unabhängige, göttliche, absolute Sicherheit gibt und dass jede Forderung nach einer solchen Sicherheit willkürlich ist und daher keiner weiteren Beachtung würdig.

Man könnte ebenso absolute Sicherheit über die Naturkonstanz einfordern wie einen absoluten Beweis, dass wirklich nirgendwo im riesigen Weltall ein wütender Mongolenriese umherfliegt und Planeten auffrisst. Dies könnte man nur beweisen, indem man in einem hinreichend langen Zeitraum gleichzeitig überall im Weltall nachsieht, ob denn da ein riesiger Mongole ist, der Planeten verspeist. Ein Mensch kann das prinzipiell nicht. Und darum, meint der Skeptiker, habe er Recht: Niemand könne mit Sicherheit beweisen, dass nirgendwo ein wütender Mongolenriese umherfliegt. Wir sind vielleicht aus rein pragmatischen Gründen gezwungen, trotzdem davon auszugehen, dass er morgen nicht die Erde auffressen wird, aber wir „wissen“ das eigentlich nicht.

Hier sind Konzepte von „Wissen“ und „Sicherheit“ am Werk, die vom Menschen losgelöst irgendwo in einer idealistischen Welt umherfliegen. Dies ist bloße Zeitverschwendung.

Und wer sich näher für ein realistisches, vernünftiges Konzept von „Sicherheit“ interessiert, das keine übernatürlichen, göttlichen Kräfte von uns verlangt, der möge sich bitte den Vortrag von Alexander R. Cohen oben ansehen.

Er hat einen sehr passenden Titel: „Mögliche Sicherheit: Oder, Die Skeptiker sind unmöglich“.

Beschreibung: „Sicherheit ist möglich, aber es ist eine mögliche Art der Sicherheit: Wir müssen unser Konzept von Sicherheit auf Grundlage der wahren Bedürfnisse und Fähigkeiten des realen menschlichen Geistes bilden.“