Frohe Weihnachten!

Ludwigsburger WeihnachtsbaumIch hatte kürzlich wenig Zeit, um Beiträge zu schreiben. Schande über mich. Auch dieser Beitrag wird nicht zu gehaltvoll und besteht weitgehend darin, dass ich meinen duldsamen Lesern ein schönes Weihnachtsfest wünsche. Dazu gibts einige Fotos, Kunstbesprechungen und Buchtipps von mir.

Mein Weihnachtsgeschenk an zumindest einige Leser: Die zweite Auflage von „Ist der Wald endlich tot?“ vom Mai 2012 werde ich bald auch den Käufern der ersten Auflage gratis als Update anbieten. Leider dauert das noch ein wenig, da Amazon mir allerlei Löcher in den Bauch fragt, was genau denn neu ist und so weiter. Wenn sie zufrieden sind, kommt jeder in den Genuss der sechs neuen Beiträge.

Mehr gibts leider nicht, da ich bislang eher zu großzügig war und schon in Beschuss geraten bin seitens anderer Objektivisten. Kann ja nicht angehen, regelmäßig etwas zu verschenken, wenn die Preise für meine Bücher ohnehin schon niedrig sind, ganz davon abgesehen, dass man sie sich ausleihen kann. Damit entwerte ich mich und meine Arbeit und zerstöre mein Selbstvertrauen. Ich senke mein Haupt in Demut. In der Tat muss ich verstärkt nach meiner gewählten Philosophie leben, sonst werde ich noch zum Chefheuchler Peter Singer (danke an Rolf Degen für den Hinweis).

Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr: Ich werde nicht mehr so großzügig sein. Ich werde stärker so sein wie Ebenezer Scrooge. Weils moralischer ist.

Und hier hätten wir ein Foto, das ich auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt knippste – der ist sehr viel größer und pompöser und einfach besser als der Würzburger Weihnachsmarkt.

Ludwigsburger Weihnachtsmarkt (c) Andreas Müller

Schade nur, dass die Engel schon wieder so modern gestaltet sein müssen. Den Würzburger Kiliansdom haben sie jüngst auch ruiniert durch die Einfügung moderner Gemälde und Utensilien. Man sieht darin zum Beispiel Fotos von einem farblosen, schmucklosen Raum mit einer Leiter drin. „Das ist die Auferstehung“. Stimmt gar nicht, das ist die Höllenfahrt. Als Nächstes stellt die Kirche „Piss Christ“ auf ihren eigenen Altar. So bescheuert sind bislang nur die Würzburger („die moderne Kunst ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Würzburger Doms!“ Ja, hoffentlich!), aber die Zukunft der Kunst sieht grau aus, mit Leitern, die ins Nichts führen.

Auf der Habenseite wurde ich jüngst Zeuge einer großartigen Inszenierung von Shakespeares „MacBeth“ im Würzburger Stadttheater als Oper mit Musik von Vivaldi. Darsteller, die tatsächlich singen und spielen konnten, die Begrenzung auf ein Minimum an modernem Blödsinn (die Hexen sahen aus wie Prostituierte), ein überzeugendes Bühnenbild. Eine sorgfältige, durchdachte Beleuchtung. Das grenzte beinahe an Kunst. Und das in einem Theater mitten in Deutschland. Kaum zu glauben, geradezu widernatürlich! Am Ende dann: „Der strafende Gott!“ Er sorgte für Gerechtigkeit, indem er MacBeth und seine Frau niederstreckte. Super! Was habe ich ihn vermisst. Würde er doch nur die moderne, postmoderne, zeitgenössische Kunst auch niederstrecken, wo er schon dabei ist!

Ansonsten habe ich mir auch den Würzburger Weihnachtsmarkt näher angesehen. Dort gibt es Beinahe-Kopien der immer gleichen Stände mit fast identischer Besetzung. Die Crêpes werden beispielsweise stets von jungen Damen mit Piercings verkauft, die irgendwie wenig begeistert wirken. Offenbar ist es das, was die Kundschaft von Crêpes-Ständen erwartet. Die spinnen, die Kunden. Auch die Fastfood-Läden mit Currywurst und co. gleichen sich, nur dass die Preise variieren. Geht man einen Schritt weiter, bekommt man die identische Currywurst für einen Euro weniger. Was ist das denn? Warum gibt es so etwas? Doch der Markt ist stets so seltsam wie die Menschen, die in ihm handeln.

Ebenso wurde ich der Abwesenheit von Weihnachtssängern gewahr. Ich bin bislang keinem Chor begegnet, der Weihnachtslieder rezitierte. Womöglich sind die Würzburger zu schlecht gelaunt für so etwas. Die Sänger verstecken sich offenbar alle in unseren Kirchen.

Schlussendlich gibts einige Kauftipps von mir, die zur weihnachtlichen Stimmung passen.

1. Der essenzielle Schubert

Wie in einem vorherigen Beitrag erwähnt bin ich – ähnlich Moriarty in Sherlock Holmes – ein überzeugter Anhänger der Werke des Romantikers Franz Schubert geworden. Im Übrigen habe ich den Sturz vom Reichenbachfall überlebt und bin meinem Erznemesis erneut auf den Fersen. Bei Amazon gibts die 99 wichtigsten Schubert-Werke für 1,63 Euro in guter Aufnahmequalität:

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2. Meine Kindle-Bücher

Überraschung! Ich nutze die Gelegenheit, einige meiner Bücher zu bewerben.

Terry Rotter und das Feuer der Freiheit passt zur Weihnachtszeit wie die Faust aufs Auge. Aus meinem einstmaligen Jugendwerk zimmerte ich vor einem Jahr einen richtigen Roman: Eine düstere und bösartige Harry-Potter-Parodie, die den moralischen Relativismus aufs Korn nimmt und Tabus mit Kugeln aus Terrys Defenders durchlöchert. Terry gibts günstig für 4,99 Euro zu erwerben. Das Weihnachtsfest kommt auch darin vor:

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B006PGC2E0&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Ist der Wald endlich tot? ist mein sarkastischer Angriff auf irrationale Ideologien wie Islam, Ökologie und Christentum. Wie gut, dass ich keinen Verlag davon überzeugen musste, dass die Abwesenheit von Besonnenheit und Rücksichtnahme eine aufklärerische Tugend sein kann. Gerade im Dezember fand das Buch wieder viele Leser. Neue Käufer erhalten natürlich gleich die aktuelle Auflage. Der Preis: Äußerst bescheidene 2,99 Euro.

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Der Westen. Ein Nachruf ist mein aktuellstes Werk. Während ich zuvor die satirische Kritik an Missständen in den Vordergrund rückte, kommen nun verstärkt Ausführungen über eine echte, lebbare Alternative zum Zug. Die Aufklärungsphilosophie „Objektivismus“ (es gibt eine objektive Realität und wir sollten versuchen, glücklich darin zu leben) stellt das Fundament der mannigfaltigen Essays dar. Wie beim toten Wald war ich nicht bescheiden, was Gastautoren angeht. Neben Philosophen wie Raymond Tallis und dem Wissenschaftler Pascal Boyer treten historische Geistesgrößen wie Aristoteles und Gott. Mit einem Umfang von rund 500 Seiten ist auch dieses Werk mit 8,49 Euro viel zu günstig ausgefallen:

http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=feuerbringer-21&o=3&p=8&l=as1&asins=B0099N3362&ref=qf_sp_asin_til&fc1=000000&IS2=1&lt1=_blank&m=amazon&lc1=971919&bc1=000000&bg1=F2E2C1&f=ifr

Was kommt danach? Zuerst wieder ein literarisches Unterfangen (mein zweites nach Sire!Licht in der Dunkelheit (c) Andreas Müller führen Sie die Aufklärung ein!): Die Übersetzung eines kleinen Werkes von Jonathan Swift (Gullivers Reisen) und Alexander Pope (Vom Menschen. Essay on Man) in Zusammenarbeit mit Michael Wollmann und mit einer Einleitung von mir. Man möge gespannt sein!

Doch nun möge man zunächst im Kreise der Familie dinieren, Schneemänner bauen und sich die Füße am Kamin wärmen: Frohes Fest!

Ein Kommentar zu “Frohe Weihnachten!

  1. Fred sagt:

    Ich wünsche dir ebenfalls ein frohes und besinnliches Weihnachten!

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