Für die Kommerzialisierung von Weihnachten

Ludwigsburger Weihnachtsbaum„Das Beste an Weihnachten ist die Tatsache, dass es kommerzialisiert wurde.“ (Ayn Rand)

Die säkulare Bedeutung des Weihnachtsfestes ist guter Wille gegenüber unseren Mitmenschen. Diesen guten Willen drückt man auf positive Weise aus, indem man sagt „Frohe Weihnachten!“ und eben nicht „Glaub an Jesus oder fahre zur Hölle!“. Und diesen guten Willen drückt man auf diesseitige, materielle Weise aus – in Form von Geschenken, festlichem Schmuck und freundlichen Worten.

Alleine die Geldgier kann uns die festliche Beleuchtung in den Straßen bescheren, die kreativen Geschenkideen in den Geschäften, das Weihnachtsgebäck von Christstollen bis Spekulatius. Der gute Wille bringt Menschen dazu, für andere fröhliche Lieder zu singen und sie zu beschenken.

Der säkulare Weihnachtsmann hat längst das Christkind als Ikone des Festes abgelöst. Der Amerikaner Clement Clarke Moore schrieb 1822 ein Gedicht über den Heiligen Nikolaus und erfand darin das Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes, die Rentiere, den Schlitten und seine Reise um die Welt, um in Schornsteine zu klettern und Kinder zu beschenken und schließlich zum Nordpol zurückzukehren.

Spöttisch wird daran erinnert, dass der Weihnachtsmann schließlich von einem kommerziellen Unternehmen, Coca Cola, etabliert wurde. Doch kein Spott ist nötig. Es waren Menschen, die für Coca Cola diese Ikone weiter verbreiteten und die Frage, die sie motivierte, war: „Wie schaffe ich es, dass die Leute das Weihnachtsfest mit unserem Produkt in Verbindung bringen, damit sie es haben möchten?“ und ihre Antwort: „Durch eine positive Figur, die die Menschen gerne sehen.“

Der Weihnachtsmann steht im Gegensatz zur christlichen Ethik. Er verurteilt nicht die Reichen, sondern er gibt Armen und Reichen gleichermaßen Geschenke. Er predigt keine Feindesliebe, sondern er steht für Gerechtigkeit und beschenkt nur die guten Kinder, nicht die bösen.

„Es ist an der Zeit, Jesus aus dem Weihnachtsfest zu verbannen und den Feiertag in eine schamlos egoistische, für die Vernunft und das Diesseits stehende, kommerzielle Festivität zu verwandeln.“ (Leonard Peikoff)

Ein Kommentar zu “Für die Kommerzialisierung von Weihnachten

  1. sba sagt:

    Ganz im Ernst: Ich hielt den Weihnachtsmann bis vorhin für den Wiedergänger von Karl Marx (roter Mantel, Rauchebart, verteilt Gratisgüter, die „irgendwie“ produziert wurden, wohnt im Exil). Nun gut, dann hat CC ihn halt nur rot angemalt und eigentlich fing er als Elfenwesen an (was mal wirklich interessant ist; Danke dafür).
    Das mit der Gerechtigkeit dürfte allerdings in den allermeisten Fällen an der pädagogischen Inkompetenz der Eltern scheitern (oder kennst Du irgendwen, der tatsächlich ein Strafgeschenk bekam, weil er irgendwann im Juni mal einen wirklich großen Bockmist angestellt hatte?)

    Guten Rosh!

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