Israelische Siedler oder wann es ok ist, rassistisch zu sein

Als ein deutscher Kolonialherr im 19. Jahrhundert erstmals auf ein afrikanisches Volk von Eingeborenen traf, beschrieb er sie wie folgt: Sie seien, „die abnormalsten Menschen“, „eigentümliche Einsiedler“, „Verbrecher“, „seltsam“ und „vollkommen weltfremd“.

Gut, stimmt nicht. Tatsächlich ist das die Art und Weise, wie die britische Schriftstellerin und „international berühmte feministische Kritikerin“ Bidisha israelische Siedler in ihrem neuen Buch „Beyond the Wall: Writing a Path Through Palestine (Manifestos for the Twenty-first Century)“ beschreibt.

Ferner sehen die israelischen Siedler angeblich aus wie „Zombies“ oder wie „Außerirdische, Reihen von Gespenstern“. Da haben sie noch Glück gehabt, denn israelische Soldaten seien „kranke Wichser“, die „das schleimige Lächeln von Lügnern“ tragen, „sonnengebrannt, aalglatt, fies“. Siedler und Soldaten gleichermaßen „werfen Kot und Urin“ auf Palästinenser, ihr Abwasser „zerstört den Boden, während es durch das besetzte Gebiet [den Gazastreifen] fließt… Streifen von Scheiße und Pisse, die in das Land sinken.“

Auch die Kinder der Siedler sind offenbar keine gewöhnlichen Menschen, geht es nach „Bidisha“. Sie seien, seltsam und emotionslos, „eigenartige Kinder“, die so aussehen, als „hätte man sie von Sonnenlicht und jeglichem menschlichen Kontakt ferngehalten“.

Die Siedler ähnelten zudem wahren Juden nicht einmal. „Um es ganz offen zu sagen“, so Bidisha, „sie sehen nicht annähernd jüdisch aus“. Also keine große Hakennase, keine gebückte Haltung, keine Schäfchenlocken, kein Säckel voller Goldmünzen? Wahrscheinlich haben sie nicht einmal ein Saxophon bei sich, um Swing zu spielen.

Die palästinensischen Kinder dagegen hat Bidisha offenbar ins Herz geschlossen. Als sie einem palästinensischen Jungen begegnet, ähnelt er für sie „einem kleinen, verlorenen Säckchen voll Liebe“ und Bidisha umarmt ihn und drückt ihn an sich und „knuddelt ihn“, als sei er ein „kuscheliger Braunbär“.

Danach ist sie in die französischen Alpen gereist, um dort ihr Buch über diese seltsamen israelischen Siedler zu schreiben.

Literatur

Quelle: Brendan O’Neill: Israeli settlers, the new „niggers“ of global affairs

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Ein Kommentar zu “Israelische Siedler oder wann es ok ist, rassistisch zu sein

  1. Rüdiger sagt:

    „Als sei er ein kuscheliger Braunbär“ – das ist verräterisch:

    Sie macht nicht nur die Siedler zu Tieren, sondern auch die Palis. Nur hält sie letztere für eine bedrohte, schützenswerte Art – irgendwie eine sympathischere Tierart als die Juden. Sie fühlt sich unter ihren bedrohten „kuscheligen Braunbären“ wie Dian Fossey unter den Gorillas. Manch ein Vittorio Arrigoni kommt unter den „kuscheligen Braunbären“ zwar auch um – aber so ist die Natur halt auch, das muss man hinnehmen.

    Fazit: Diese „international berühmte Feministin“ ist durch und durch rassistisch. Und der Tierrechtler-Reflex ist derselbe wie der „Erhaltet die Palis“-Reflex (wie vermutlich auch der Feministen-Reflex). Nämlich der übliche Hass auf die eigene Kultur, getarnt als „mutiger“ Kampf für den (vermeintlich) Schwächeren.

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