Die Null-Ethik: „Das muss jeder selbst wissen“

Es ist weder politisch richtig, zu konstatieren, wer was wie im Bett zu tun hat. Das hast du in der Tat auch nicht getan. Noch moralisch, wenn es auf gegenseitigem Einverständnis beruht – was hier durchaus durchscheint.

…findet der Kommentator „Sugar Sun“. Das erinnert mich an ein Gespräch, das ich unfreiwillig im Zug mitbekam. Eine Gruppe Jugendlicher von 18-20 Jahren saß vor mir auf einem Viererplatz, also je zwei saßen sich gegenüber. Ein Mädchen unter ihnen, das neu in ihrer Klasse war, sollte über ihren Hintergrund berichten und warum sie die Schule gewechselt hatte.

„Ich habe gestohlen, mich geschlägert und ein paar Autos von den Lehrern in Brand gesetzt.“

Klar, da ist man sich erst einmal unsicher, was man nun darauf antworten soll. Vielleicht würde man zunächst unwillkürlich nach seiner Brieftasche greifen und gucken, ob das Mädel irgendwo ein Feuerzeug bei sich trägt.

Ich hätte wohl etwas in dieser Richtung gesagt: „Dann ist es ja gut, dass du nun bei uns ein neues Leben anfangen kannst.“

Es gibt auch einige Dinge, die ich da nicht gesagt hätte. Zum Beispiel das, was einer der Jungen sagte und wofür er Zustimmung von den anderen Jugendlichen erhielt.

„Ja, ich denke, da muss man selbst kalkulieren, was einem mehr bringt. Ich bin dagegen, so etwas zu beurteilen. Manche möchte ein authentischeres, wilderes Leben führen, das gehört auch dazu, andere gehen es leiser an. Man kann natürlich erwischt werden und wird dann bestraft, das ist der Nachteil. Aber wenn man die Vor- und Nachteile abgewogen hat, warum nicht, das muss jeder selbst wissen.“

Der Junge war dagegen, moralisch zu urteilen, weil er nicht in der Lage war, moralisch zu urteilen (oder er wollte nur bei dem Mädchen landen, in welchem Fall sein geheuchelter Schleim allenfalls auf unverbindliches Interesse seinerseits schließen lässt). Von der Moral bleibt scheinbar eine utilitaristische Kosten-Nutzen-Rechnung übrig, doch wenn man näher hinsieht, bleibt am Ende überhaupt keine ethische Richtlinie übrig. Jeder kann die Dinge schließlich so oder so „abwägen“ (ohne Beurteilungskriterium!), wie auch immer es ihm beliebt, ganz nach undefinierten subjektiven Präferenzen. Der ethische Standard, anhand dessen man moralische Urteile vornimmt, muss nicht einmal das eigene wahre Lebensglück sein, wie die Utilitaristen glauben. Klar, niemand bezweifelt noch, dass es gesetzlich verboten sein sollte, zu klauen und Autos abzufackeln (Politik), aber dies zu beurteilen, geschweige denn, es zu verurteilen (Moral), geht nun auch nicht.

In der Ethik geht es darum, gute Entscheidungen zu treffen, die dem eigenen Leben dienen. Ethik ist kein selbstloser Dienst an Gott, an der Gesellschaft, an anderen Menschen – nicht laut meiner Philosophie, dem Objektivismus. Nur: Ist moralische Orientierungslosigkeit im eigenen Interesse?

Ist beliebig rumhuren im eigenen Interesse? Was dient dem eigenen Leben mehr? Sich bei ohrenbetäubender Musik zu betrinken und irgendwen abzuschleppen, mit ihm oder ihr eine Nacht im zugedröhnten Zustand zu verbringen und morgen weiterzutanzen? Oder einen Menschen bei einem Gespräch, beim Tanzen bei erträglicher Lautstärke oder beim Sport, etc. näher kennenzulernen, das Date bewusst zu erfahren und erst weiterzugehen, wenn man weiß, dass es richtig ist?

Seit Anbeginn der Geschichtsschreibung war bis zur Moderne niemals jemand der Meinung, dass es kein objektives „besser“ und „schlechter“ gäbe. Man debattierte darüber, wie das gute Leben aussieht, aber man bezweifelte nicht, dass es ein gutes und ein schlechtes Leben gibt. Man war sich nicht einig, welche Werte und Tugenden für einen Menschen relevant sind, oder wie er moralisch urteilen sollte, aber niemand bezweifelte, dass man moralisch urteilen sollte.

Wie alles, was existiert, hat auch die menschliche Sexualität eine bestimmte Identität. Wer leugnet, dass er essen muss, um zu überleben, wird die Konsequenzen tragen und wer leugnet, dass Sexualität etwas mit menschlichen Werten und Moral, dem guten Leben zu tun hat – und man auch hier etwas objektiv falsch machen kann – der wird ebenfalls die Konsequenzen tragen, da kann er sich in seiner anarchistisch verstandenen „Freiheit“ eingeschränkt fühlen, wie er will.

8 Kommentare zu “Die Null-Ethik: „Das muss jeder selbst wissen“

  1. Sugar Sun sagt:

    Ich muss dir erst einmal danken, dass du darauf eingegangen bist. Man redet aber aneinander vorbei.

    Ich werde versuchen meine Bedenken und Kritik noch einmal kurz dar zu legen:

    Sofern alle Beteiligten damit einverstanden sind – Gibt es keinerlei ethische Einwände.

    Das heißt wäre jemand tatsächlich damit einverstanden, dass sein Auto abgefackelt werden würde (als Besitzer) dann wäre es ethisch nicht falsch.
    Und Gesetze welche die mutwillige Zerstörung sanktionieren (Verbote) könnte man kritisieren hätten sie beispielsweise eine AnzeigePFLICHT weil es diejenigen diskriminiert, die sehr wohl gerne wollen würden, dass man ihnen ihr Auto abfackelt und im Grunde den Tätern dankbar sind. (Dabei hat man immerhin noch den Freiheitsgrad dass man die Abfackelei selbst zur Anzeige bringt oder nicht)
    Das ist zwar sehr konstruiert, dass jemand will, dass sein Vehikel zerstört wird, aber jemand der z.Bsp. noch etwas Geld aus der Versicherung rausholen kann als die Rostlaube wert wäre, oder jemand der sein Auto hasst weil es ihm seine Schwiegermutter geschenkt habe, wäre zum Beispiel so jemand, dem eine solche Situation „wie gerufen“ käme.
    (Mannigfaltige Gründe denkbar)

    Bei dem Sexthema hieß es – Menschen würden zu Objekten gemacht. Schlagwort: Fetischisierung

    Man kann das nun politisch sanktionieren (Verbot von „sexistischer“ Werbung, Moralgesetze und und und was sich die Leute auch immer an Verboten ausdenken mögen) das hast du gar nicht getan.
    Deshalb habe ich es aus dem Vorwurf auch explizit ausgeklammert.

    Du hast aber Verobjektivierung generell amoralisch stilisiert. (Eigentlich hast du sogar eher überschwängliche Werbung für eine bestimmte Vorstellung von Partnerschaft gemacht)
    Und dies habe ich entschieden kritisiert.

    Denn es gibt sehr wohl Menschen die Fetische und Abhängigkeitsverhältnisse einer schon fast kitsch romantischen Partnerschaft weit vorziehen, damit glücklich sind und dies auch beurteilen können und mit einem Partner im gegenseitigen Einverständnis einen solchen Lebensstil bevorzugen.

    Diese Personen, seien es 1/100.000 wären von etwaigen Einschränkungen unmittelbar betroffen.
    Auch vom Absprechen moralischer Integrität.
    (Damit meine ich nicht den Verzicht auf Privilegien durch die derzeitigen Medien mit Objektsex völlig eingedeckt zu sein)

    Es sei denn und dann würde ich meine Kritik generell zurück ziehen, du würdest folgende konstruierte Situation auch unter einer moralisch „cleanen“ romatische Beziehung subsummieren:

    Person A: „Ich gehe gerne auf all deine Wünsche ein, da ich dich nur glücklich machen möchte – auch im Bett.“
    Person B: „Okay, dann bitte werfe mich wie ein Punchingball aus dem Bett und zwar so doll du kannst, das gibt mir nämlich nur das gibt mir jedes Mal den richtigen Thrill.“
    Person A: O_o „Ernsthaft? Na gut wenn dich das glücklich macht. Kalkuliere aber vorerst mit klarem Sachverstand, dass du dir allerhand dabei brechen kannst.“

    So etwas hört sich so bescheuert an, wie es sich liest, gibt es aber dennoch zu Hauf in Ähnlicher und abgewandelter Form gerade beim Sexleben.

    Genauso wie Leute sich Zungenverbrennende Chili-Schoten in den Mund schieben.

    Deine Ausführung mit dem gemeinsamen Tanzen oben, da würden ich und mein Partner ja Pickel von kriegen. LOL

    Würde man die Geschichte übrigens weiter spinnen was gut für die Gesellschaft oder das Familienidyll wäre unter der Rubrik „Sexualmoral“, dann würde man im Extremfall irgendwo landen wo z.Bsp. gleichgeschlechtliche Partnerschaften als kontraproduktiv beurteilt werden könnten – keine Kinder, zu teuer, anfälliger gegen HIV wegen Ruppigkeit im Bett etc. und in viele andere Gruselecken.

    Das wiederum unterstelle ich dir zum Beispiel auch nicht.

    Ich zeige hier nur Wesensverwandtschaften und wie vielschichtig, komplex und gefährlich dieser Themenblock ist und sein kann.

    • derautor sagt:

      Da sind keine Ausführungen übers Tanzen. Da steht nur, miteinander tanzen bei erträglicher Lautstärke, Salsa, Tango, oder einfach keine überlaute Disko. Wenn du davon Pickel kriegst, dann tickst du nicht mehr richtig, aber das wirst du vermutlich nicht gemeint haben.

      • Sugar Sun sagt:

        Doch das meinte ich damit. Ich kann die meiste Instrumentalmusik nämlich nicht ausstehen und sich dazu bewegen interessiert mich dementsprechend noch weniger. Und ähnlich sieht es auch mein Partner.
        Ich höre auch in meiner Freizeit nix, habe keinen Mp3Player und schalt auf stumm wenn ich davon im TV oder auf Youtube belästigt werde.

        Ansonsten ist sba’s Beitrag wenigstens eine ordentliche Replik, von Deinem kann ich das beim Besten Willen nicht behaupten.

    • sba sagt:

      Moin erstmal.

      Sugar Sun sagt:
      „Sofern alle Beteiligten damit einverstanden sind – Gibt es keinerlei ethische Einwände.“
      Das selbe gälte dann auch für russisches Roulette, solange keiner der Mitspieler ddazu gezwungen wurde.
      Ich glaube, wir sollten vom Dach des Hauses runter in den Keller und uns das Fundament nochmal ansehen: Ethik ist in objektivistischer Definition eine handlungsleitende Hierarchie von Werten. „Hierarchie“ heißt, es gibt obere und untere, unmittelbare und abgeleitete, größere und geringere Werte. Ein Wert ist etwas, das zu bekommen, zu be- und erhalten man sich die Mühe des Handelns macht. Primärer Wert der objektivist. Ethik ist das je eigene Leben, da es die Voraussetzung aller anderen möglichen Werte ist. Dies bedeutet: Kein anderer Wert und keine Handlung darf im Widerspruch stehen zur Weiterführung des je eigenen Lebens.
      Laben und Glück sind ein Paar. Aber: Ein polares. Das Leben zu er- und behalten, steht am Anfang allen Handelns; Glück entsteht aus dem Erfolg allen Handelns. Allerdings nicht beliebigen Handelns, sondern rationalen, werteverwirklichenden Handelns. Mit diesem Erfolg einher geht Selbstachtung – weil man sich selbst achtet, handelt man rational, der Erfolg bestätigt die eigenen Fähigkeiten. Sexualität wird von Rand als Feier charakterisiert der eigenen Existenz und des eigenen Wertes, den man sich ohne Selbstachtung nicht zuschreiben kann. Dazu im Widerspruch steht nunmal jede suxuelle Handlung, die die Selbstachtung negiert. Das ist weniger eine Frage der genauen sexuellen Praktiken – denn wie und wofür man sich gegenseitig wertschätzt, lässt sich auf vielfältige Weise ausdrücken. Es ist allerdings eine Frage dessen, mit wem man sich darauf einlässt. Wenn ich das alles richtig verstehe, ist die objektivistische Sexualmoral eine Ableitung der objektivistischen Beziehungsmoral: Warum sollte ich meinen Körper mit jemandem teilen, dem ich weder mein Auto, noch meinen Haushalt, noch mein Bankkonto anvertrauen würde?

      Um weiter auf Deinen Beitrag einzugehen: Die Sache mit dem Auto ist schon deswegen unzutreffend, weil die Versicherung nicht zahlen wird, wenn man die Sache nicht zur Anzeige bringt.

      Zum Fetisch: Ich glaube, da redet Ihr wirklich aneinander vorbei. Ursprünglich bezeichnet „Fetisch“ einen Gegenstand mit magischer Potenz, eine Verkörperung des Göttlichen. Zauberstäbe, Wünschelruten, Traumfänger. Die Verwendung erfolgt ähnlich, wie bei einer Fernbedienung, also unabhängig von den Fähigkeiten und Eigenschaften der verwendenden Person, solange diese nur die richtige Anwendungsweise kennt. Sämtliche späteren Verwendungen, von Marx über Freud bis zu unserer kleinen Debatte hier, sind metaphorische Anwendungen des Grundbegriffes. Im hiesigen Falle für die quasi magische Umkehrung von Ursache und Wirkung des Sex: Während er genuine Ausdruck der eigenen Selbstachtung ist, wird, wenn er zum fetisch geworden ist, erwartet, durch Sex zu Selbstachtung zu kommen. Dass das auf Dauer nicht klappt, hat sich, soweit ich weiß, auch außerhalb des Objektivism schon herumgesprochen.

      „[E]s gibt sehr wohl Menschen die Fetische und Abhängigkeitsverhältnisse … vorziehen, damit glücklich sind und dies auch beurteilen können und mit einem Partner im gegenseitigen Einverständnis einen solchen Lebensstil bevorzugen.“
      1. gehe ich mal davon aus, dass Du hier einen bestimmten Fetisch-Begriff in Anschlag bringst, der mit Sex-als-Fetisch im obigen Sinne eher weniger zu tun hat und mehr damit, best. Gegenstände oder Settings als Fetisch-beim-Sex zu verwenden, womit der Punkt im weiteren noch deskriptiv-psychologisch interessant ist, aber moralisch erstmal unerheblich ausschaut;
      2. ist die Sache mit den Abhängigkeitsverhältnissen ambivalent. BDSM z.B. kann ein wunderbarer Ausdruck gegenseitigen Vertrauens sein. Setzt voraus, dass dieses Vertrauen tatsächlich vorhanden ist, setzt voraus, dass man sich selbst, auch in der submissiven Rolle, der Wertschätzung des dominanten Partners sicher sein kann – sonst könnte man ihm nicht vertrauen. Die Frage, wie weit man sowas aus dem Schlafzimmer herauslässt, ist die Frage, wie weit man für eine ziemliche Gratwanderung bereit ist. Kann funktionieren; kann aber auch zu Koabhängigkeit werden. Dann sind wir aber schon nichtmehr in der moralischen, sondern in der psychiatrischen Diskussion.

      „Würde man die Geschichte übrigens weiter spinnen was gut für die Gesellschaft oder das Familienidyll wäre unter der Rubrik “Sexualmoral”…“
      Und hier verschätzt Du die objektivistische Ethik fundamental: Das Wohl der Gesellschaft ist bloß eine Ableitung des Wohles des Einzelnen, um das er sich selber zu kümmern, das er selber zu erschaffen hat. Es geht dieser Ethik um das Wohl, um das, was für das Ich gut ist und geht von der Überzeugung aus, dass dies objektiv, rational erkannt und umgesetzt werden kann. Wenn man sich familienidylle wünscht, kann man sie anstreben. Wenn man keine Kinder mag, sollte man sich keine Anschaffen. Wenn einem selbst die Kakteen eingehen, sollte man vor der Partnersuche vielleicht erst an sich selber arbeiten. Wenn man vorzieht, allein zu sein, sollte man sich nicht verpartnern (oder einen Partner suchen, mit dem man eine Beziehung mit Rückzugsmöglichkeiten leben kann). Das gilt für alle sexuellen Orientierungen. Betr. HIV: Wer negativ ist, kann das Virus nicht übertragen, egal, bei welcher Praktik.

      Hoffe, es hat ein bissschen geholfen.

      Zum weiterlesen:
      Werte: http://aynrandlexicon.com/lexicon/values.html

      Glück: http://aynrandlexicon.com/lexicon/happiness.html

      Sex: http://aynrandlexicon.com/lexicon/sex.html

      Einen schönen Tag wünscht
      S

      • Sugar Sun sagt:

        Danke für diesen Beitrag.
        Mit dieser Ansicht gehe ich durchaus d’accord.

        • sba sagt:

          Danke…ähm, ich glaube, Andreas mag einfach nur nicht 10.000 Mal das Selbe schreiben?

          @Andreas: Ich bin immernoch dafür, dass Du in den Artikeln auf die jeweils relevanten Seiten des Philosophie-Bereiches verlinkst.

  2. Bragalou sagt:

    Arabischer Frühling, weibliche Revolution und Säkularismus
    Nein zur Scharia!
    Einladung zur
    Konferenz am 8. März, dem internationalen Frauentag

    Ort der Veranstaltung: Universität Frankfurt, AStA Festsaal, Bockenheimer Warte, Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main

    Uhrzeit: Freitag den 8. März 2013, Einlass 16:00 Uhr

    Taslima Nasrin
    Maryam Namazie
    Mina Ahadi
    Houzan Mahmoud
    Zana Ramadani
    Necla Kelek

    Equal Rights Now – Organisation gegen die Frauendiskriminierung
    Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) Deutschland

    Die Revolutionen in den Ländern wie in Ägypten, Tunesien und Syrien, welche bekannt sind als „arabischer Frühling“ gegen das jeweilige diktatorische Regime, haben noch einmal das wichtige Thema der Situation der Frauen und der Emanzipation in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt. In diesen Ländern versucht der politische Islam sich durchzusetzen, an die Macht zu kommen und mit allen Mitteln zu erhalten.

    Diese Situation stellt insbesondere die Frauen vor eine wichtige Frage: Mit solchen islamischen Regierungen, was wird mit uns Frauen geschehen?

    Die bittere und schmerzhafte Erfahrung der Frauen im Iran sowie deren Kampf in den letzten 35 Jahren gegen die frauenfeindliche islamische Regierung ist vielen Menschen in den oben genannten Ländern bekannt.

    Es ist offensichtlich, dass je mehr der Islam und die Religion Macht in der Politik und im Staat erhält, desto mehr werden die Frauen in der Gesellschaft zurückgehalten und rechtsloser dargestellt.

    In dieser Konferenz mit den weltweit bekannten Rednerinnen wird über die Rolle des Islams und der islamischen Staaten im Leben der Frauen und über den Widerstand der Frauen gegenüber reaktionären islamischen Regierungen für die Freiheit und Emanzipation gesprochen.

    Wir möchten unsere Solidarität mit der weltweiten Freiheitsbewegung der Frauen insbesondere in Ägypten, Tunesien, Libyen, Iran und … ausdrücken.

    Wir laden alle Interessierten zu dieser Konferenz ein.

    Koordinationskomitee der Konferenz

    Kurze Biografie der Rednerinnen

    Mina Ahadi

    Mina Ahadi ist Gründerin des „Internationalen Komitee gegen Todesstrafe“ und Islam- und Religionskritikerin. Sie ist Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland und eine erfolgreiche und bekannte Aktivistin im Kampf für die Menschen- und Frauenrechte, gegen Steinigung und Todesstrafe weltweit.

    Houzan Mahmoud

    Houzan Mahmoud ist eine Frauenrechtsaktivistin und Islamkritikerin aus Kurdistan-Irak. Sie ist Sprecherin der Organisation „Freiheit der Frau im Irak“ und ein bekanntes Gesicht in der Region. Sie organisierte mehrere Kampagnen für die Verteidigung der Frauenrechte im Irak und weltweit.

    Necla Kelek

    Necla Kelek ist in der Türkei geboren und ist eine deutschtürkische Sozialwissenschaftlerin. Sie ist ebenso eine Islamkritikerin wie Frauenrechtlerin. 1995 erschien ihr Buch „Die fremde Braut“. Für Die fremde Braut erhielt Kelek den renommierten Geschwister-Scholl-Preis.

    Maryam Namazie

    Maryam Namazie, geboren im Iran, ist eine Islam- und Religionskritikerin und Frauenrechtlerin. Sie ist Gründerin der Organisation „One law for all“ gegen Scharia-Gesetze, sie kämpft seit Jahren für die Frauen- und Menschenrechte. Sie ist eine bekannte Säkularistin und Gewinnerin von mehreren renommierten Preisen wie u. a. des „Secularist of the Year Award“ im Jahre 2005.

    Taslima Nasrin

    Taslima Nasrin ist eine Autorin und Ärztin aus Bangladesch. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein und ist eine Islamkritikerin. Gegen sie wurde von einem islamischen Gericht das Todesurteil ausgesprochen. Sie erhielt im Jahr 1996 den „International Humanist Award“.

    Zana Ramadani

    Zana Ramadani ist Albanerin aus Mazedonien und lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Sie ist 29 Jahre alt und in eine muslimische Familie geboren. Frau Ramadani ist Frauenrechtlerin und Mitbegründerin von FEMEN Germany.

    Q u e l l e

    8 March 2013, International Women’s Day Event, Frankfurt, Germany
    http://www.onelawforall.org.uk/8-march-2013-international-womens-day-event-frankfurt-germany/

    ONE LAW for ALL

    http://www.onelawforall.org.uk/

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