„Wasser“ ist kein Menschenrecht

Die Behauptung, „Wasser ist ein Menschenrecht“, bedeutet: Wasser sei Gemeineigentum und nicht Privateigentum. Die Initiative „Right2water“ möchte im Namen angeblicher „Menschenrechte“ in elementare Menschenrechte eingreifen.

Es geht um ein Vorhaben der EU-Kommission, die Wasserversorgung zu privatisieren. Demnach sollen auch private Anbieter zugelassen werden und Gemeinden sollen sich den günstigsten Anbieter aussuchen dürfen. Es geht also nicht darum, den Bürgern das Wasser eines bestimmten Privatunternehmens aufzuzwingen. Die Entscheidung verbleibt zwar leider nicht bei individuellen Bürgern, aber zumindest bei ihren Gemeinden, deren Stadtrat die Bürger wählen können.

Die deutschen Medien haben sich mal wieder freiwillig gleichgeschaltet und wohin man auch blickt, alle unterstützen sie den Protest gegen die Wasserprivatisierung.

Auf ihrer Website beantwortet die Initiative „Right2water“ die Frage, warum sie gegen die Liberalisierung ist, wie folgt:

Die Verfechter eines mark(t)wirtschaftlichen Modells versprechen grundsätzlich preiswertere und bessere Dienstleistungen. Das ist ein von den Unternehmen in die Welt gesetztes Märchen, die in diesem Markt die größten Profite erzielen. Die Wirklichkeit zeigt, dass dies gleichbedeutend ist mit besseren und preiswerteren Dienstleistungen für die Reichen und schlechteren und kostenintensiveren Leistungen für die Armen. Das ist im Falle von Wasserdienstleistungen nicht akzeptabel.

Als radikaler „Verfechter eines marktwirtschaftlichen Modells“ widerspreche ich zunächst dieser pragmatischen Formulierung. Der „marktwirtschaftliche Modell“ ist für mich kein Ansatz unter vielen, den man beliebig wählen kann, wenn man ihn gerade für irgendwie praktisch hält. Ich gehe von einem Menschenrecht auf Privateigentum aus. Menschenrechte sind nicht optional. Genau darum ist es auch wichtig, was tatsächlich als Menschenrecht gelten kann und was nicht. Meiner Ansicht nach schaffen Menschenrechte die Bedingungen, unter denen Menschen als Menschen überleben können. Leben, Freiheit und Privateigentum, sowie daraus abgeleitete Rechte (z.B. Meinungsfreiheit) sind echte Menschenrechte. Essenziell bedeutet das: Man darf nicht von anderen Menschen an der produktiven Tätigkeit gehindert werden, die einem das Leben als Mensch ermöglicht. Dafür muss der Staat Sorge tragen – und für nichts sonst.

Im zweiten Satz des „Right2water“-Statements („Das ist ein von den Unternehmen in die Welt gesetztes Märchen, die in diesem Markt die größten Profite erzielen“) werden Ressentiments gegen wohlhabende Bürger geschürt. Auf einem freien Markt werden Profite erzeugt, indem man anderen Menschen etwas anbietet, für das sie freiwillig zu zahlen bereit sind. Das ist die einzig moralische Art, Profite zu machen. Wer besonders gut darin ist, auf einem freien Markt Profite zu machen, der ist besonders gut darin, die Bedürfnisse anderer Menschen zu befriedigen und auch seine eigenen Bedürfnisse, weil er dafür entlohnt wird. Wer dies moralisch verurteilt, ist moralisch korrupt.

Im dritten Satz leugnet die Initiative, dass die Marktwirtschaft allen Menschen zu Gute kommt und nicht nur den Armen. Die Ärmsten in unserer Gesellschaft – und auch die Ärmsten in weitaus freieren Gesellschaften wie Australien und Neuseeland (zwei der „marktradikalsten“ Länder) – haben alle ein Dach über dem Kopf, fließend Wasser und etwas zu essen. Auch ohne staatliche Hilfe. Dies war vor der Industrialisierung keineswegs selbstverständlich.

Schließlich betont die Initiative im vierten Satz, dass schlechtere und teurere Dienstleistungen für Arme inakzeptabel seien – wenn es um Wasser geht. Stellt sich die Frage, ob die Initiative schlechtere und teurere Dienstleistungen für die Armen für akzeptabel oder großartig hält, sobald es um etwas anderes als Wasser geht. Schließlich entstehe diese schreckliche Lage für „die Armen“ notwendig aus der Marktwirtschaft. Die Privatisierungsgegner werden das wohl kaum denken und nicht etwa nur die Privatisierung von Wasser ablehnen. Und wenn man sich die sozialistischen Gruppierungen (größtenteils NGOs) ansieht, welche die Initiative organisieren, dürfte dies niemanden verwundern.

Robinson und das Menschenrecht auf Wasser

Ich möchte anschaulich am Beispiel „Robinson Crusoe“ (ohne direkt beim Literaturklassiker von Daniel Defoe zu bleiben) schildern, was ein „Menschenrecht auf Wasser“ eigentlich bedeuten würde.

Robinson ist auf einer einsamen Insel gestrandet. Meerwasser kann er aufgrund des Salzgehaltes nicht trinken. Einen See gibt es auf der Insel nicht. Um an Trinkwasser zu kommen, muss Robinson auf Palmenblättern Regenwasser sammeln. Der Regen fällt in unvorhersehbaren Abständen, daher muss Robinson seine Regenauffangmethoden stets verbessern und Methoden finden, wie er mehr Regen länger speichern kann.

Überraschend kommt eines Tages ein Mann im Anzug wie aus dem Nichts auf Robinson zu. Der Gestrandete reibt sich erstaunt die Augen.

„Ich bin von der Regierung“, sagt der Mann im Anzug. „Und ich bin hier, um Ihnen zu helfen.“

Robinson ist sich nicht sicher, was er davon halten soll, doch Hilfe kommt ihm gewiss gelegen. Er hört gespannt zu.

„Wissen Sie, Herr Crusoe, Sie machen sich so viel Arbeit mit dem Sammeln von Regenwasser. Sie wissen offenbar nicht, dass Wasser ein Menschenrecht ist.“

Robinson zuckt mit den Schultern.

„Das bedeutet“, erklärt der Mann im Anzug, „dass Sie einen Anspruch darauf haben, dass Wasser für Sie von anderen Menschen bereitgestellt wird.“

Robinson schüttelt verwundert den Kopf. Gibt es auf dieser Insel andere Menschen? Und warum sollten sie für ihn Wasser sammeln? Müssen sie nicht für sich selbst sorgen?

„Die Regierung zieht das Wasser von anderen Menschen ein und verteilt es dann auf Sie, Herr Crusoe!“

Robinson muss husten, sein Mund ist schon trocken, er hat seit einem Tag nichts mehr getrunken. „Aber das möchte ich nicht!“, sagt er mit schwacher Stimme. „Wenn auf der Insel noch andere Menschen sind, dann brauchen Sie ihr Wasser doch selbst, ich komme schon zurecht! Ich habe keinen Anspruch auf das Wasser, das andere gesammelt haben! Das gehört ihnen selbst, denn mein Wasser gehört ja auch mir selbst, ich möchte doch auch nicht, dass es mir einfach jemand nimmt!“

Der Mann im Anzug muss lachen.

„Ach, Herr Crusoe, da machen Sie sich mal keine Sorgen! Die Regierung wird das alles für Sie organisieren, eine Zustimmung der anderen Inselbewohner ist gar nicht nötig!“

Der Mann im Anzug hält etwas in der rechten Hand, Robinson sieht, dass es eine Metallkette ist. Mit beiden Händen zieht er daran und schließlich erscheint ein anderer Mann mit schwarzer Hautfarbe vor Robinson. Sein Hals steckt in einem Metallring, an dem die Kette hängt.

„Das ist Freitag!“, erklärt der Mann im Anzug. „Er wird für Sie das Wasser sammeln! Aber keine Sorge, er bekommt auch etwas davon ab – so viel, wie er unbedingt benötigt, damit er weiterhin für Sie arbeiten kann. Denn die Bereitstellung von Wasser, müssen Sie wissen, ist ein Menschenrecht. Also muss es jemand für Sie bereitstellen, Herr Robinson, ob Sie wollen, oder nicht – und ob er will, oder nicht!“

Freitags Hals ist schon ganz rot. Er ist geschwächt und kann nicht mehr aufrecht laufen.

„Ich lehne das ab!“, krächzt Robinson empört. „Lieber sterbe ich, als Herrn Freitag gegen seinen Willen für mich arbeiten zu lassen! Wenn Sie möchten, Herr Freitag, können wir gerne zusammenarbeiten, aber ich möchte nicht, dass Sie zur Sklavenarbeit für mich gezwungen werden!“

Der Mann im Anzug lacht amüsiert. „Wasser ist ein Menschenrecht“, erklärt er. „Menschenrechte sind unverletzlich. Sie haben keine Wahl, Herr Robinson – und du auch nicht, Freitag!“

„Sie gottverdammter Bastard!“

Literatur

Siehe auch: Wie der Kapitalismus die Umwelt schützt

Atlas Society: Environmental Protection

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23 Kommentare zu “„Wasser“ ist kein Menschenrecht

  1. Xam Reindl sagt:

    Zu Beginn danke für den Artikel zu diesem Thema!
    Aber auch gleich einige Fragen:

    Sollte man im Fall Deutschland nicht eine Privatisierung in der Praxis ,so vorteilhaft diese in der Theorie auch ist, eher vermeiden, da die Kommunen bislang eine sehr zufriedenstellende Leistung abliefern?

    Hat ein Mensch wirklich die freie Entscheidung, wenn die Quellen einer Region in der Hand eines Monopols liegen (sei es staatlich oder privat)? Also etwa in dem Robinson-Beispiel gesprochen, würde der Herr im Anzug nicht gleich handeln egal ob er ein privater Firmeninhaber ist oder ein Staatsvertreter?

    Und zuletzt: Gibt es aber im Gegenzug ein Recht darauf, dass private Firmen nur sauberes Trinkewasser ohne Gifte,Fäkalien etc. anbieten?

    Freundliche Grüße
    Xam

    • sba sagt:

      Falls ich darf:
      „Sollte man im Fall Deutschland nicht eine Privatisierung in der Praxis, so vorteilhaft diese in der Theorie auch ist, eher vermeiden, da die Kommunen bislang eine sehr zufriedenstellende Leistung abliefern?“
      Wenn die von den Kommunen abgelieferte Leistung zufriedenstellend ist, gibt es m.E. kein Problem. Aber: Wenn es keine wirklichen Wettbewerber gibt, zu dem Kunden abwandern können, gibt es auch keinen Grund, bei guten Leistungen zu bleiben.

      „Hat ein Mensch wirklich die freie Entscheidung, wenn die Quellen einer Region in der Hand eines Monopols liegen (sei es staatlich oder privat)?“
      Notfalls kann man immernoch auf Regenwasser umsteigen. Oder es sich anders beschaffen (ich kenne tatsächlich jemanden, der sich aus der Quelle auf seinem Grundstück versorgt).

      „Also etwa in dem Robinson-Beispiel gesprochen, würde der Herr im Anzug nicht gleich handeln egal ob er ein privater Firmeninhaber ist oder ein Staatsvertreter?“
      Ein privater Firmeninhaber könnte niemanden zwingen, für ihn zu arbeiten oder sein Produkt zu kaufen. Er müsste Robinson ein Angebot machen (z.B. Versorgungssicherheit unabhängig vom Regen, Zeitersparnis) und Robinson müsste die Gegenleistung erbringen können und wollen. Der Regierungsvertreter tut von alledem nichts.

      „Gibt es aber im Gegenzug ein Recht darauf, dass private Firmen nur sauberes Trinkewasser ohne Gifte,Fäkalien etc. anbieten?“
      Wenn man von einer Firma Trinkwasser kauft und dann sind Fäkalien drin, ist das mindestens ein Vertragsbruch. Dieser beinhaltet einen Eingriff in das Recht auf Eigentum (wenn man etwas bezahlt und das bezahlte nicht bekommt, wurde man bestohlen), und in das Recht auf Leben (da Trinkwasser regelmäßig zum Verzehr bestimmt ist, kann jeder sich an einer Hand ausrechnen, dass sich jemand vergiften wird, wenn man befallenes Wasser liefert). Also insgesamt: Ja. Wer Wasser von privat kauft, hat ein Recht darauf, das bestellte und bezahlte auch zu bekommen. Ansonsten hat jeder denkbare Anbieter auch ein eigenes Interesse daran, einwandfreies Wasser zu liefern, da ihm die Kunden sonst wegsterben oder wenigstens weglaufen.

      Gruß
      S

  2. Ou wouwou sagt:

    Jawohl, ich weiß, der Nestlé- Boss will das Wasser billiger machen! Genau danach sieht’s aus!

    • derautor sagt:

      Natürlich will er das nicht. Privatunternehmen wollen möglichst viel Profit erwirtschaften. Allerdings haben sie Ausgaben und die Höhe der Preise, die sie verlangen können, hängt davon ab, wie viel die Menschen zu zahlen bereit sind und was die Konkurrenz anbietet.

      • Ou wouwou sagt:

        Was ein Mensch wohl für Wasser „zu zahlen bereit ist“, wenn er am Verdursten ist? Auch das würde Nestlé „natürlich“ gerne testen!

        • sba sagt:

          Ähm…Es geht immernoch um Europa, oder? Wer kein Wasser kaufen will, kann selber abbauen und aufbereiten. Sogar mit ziemlich geringem Aufwand.

          • Ou wouwou sagt:

            Was ist das denn? Hast du sie noch alle? Wirst du von Nestlé bezahlt? Hier geht’s nicht um „nicht kaufen wollen“, das machen wir alle dauernd, hier geht’s drum, wer wieviel Profit damit macht, ob sich also jemand mit Wasser eine goldene Nase verdienen dürfen soll! Als Nächstes kommt dann die Luft als Geschäftsmodell, oder was?

          • sba sagt:

            „Was ist das denn?“
            Eine vernünftig gemeinte antwort auf einen ernst genommenen Einwand.

            „Hast du sie noch alle?“
            als ich das letzte mal nachgesehen habe, waren noch alle da.

            „Wirst du von Nestlé bezahlt?“
            Nein. Du etwa? Bei der Erwähnungsdichte könnte man auf die Vermutung kommen.

            „Hier geht’s nicht um “nicht kaufen wollen”, das machen wir alle dauernd,“
            Müssen wir aber nicht. Wie wir auch nicht dauernd Kuchen kaufen müssen. Ist ab demnächst ein Menschenrecht auf Kuchen geplant?

            „hier geht’s drum, wer wieviel Profit damit macht, ob sich also jemand mit Wasser eine goldene Nase verdienen dürfen soll!“
            Was spricht denn dagegen, dass jemand, der Wasser beschafft, aufbereitet und in guter Qualität liefert, dafür auch gut bezahlt wird?

          • Ou wouwou sagt:

            Interessant zu lesen, dass du durchaus ohne Wasser auskommen kannst und „nicht immer Wasser kaufen musst“. Der Vergleich zum Kuchen ist herzallerliebst. Erinnert an Marie Antoinette …

          • Ou wouwou sagt:

            Ich muss mich wiederholen, weil du wieder die Qualität ins Spiel bringst:

            Überall da, wo bisher schon die Wasserversorgung von rein profitorientierten Privatunternehmen übernommen worden ist, sank die Qualität und erhöhten sich die Preise, weil, um den Profit zu gewährleisten, bei den notwendigen Investitionen gespart wurde!

  3. vulki sagt:

    Von dem „Menschenrecht“ mal abgesehen… Begründung und das Robinson-Beispiel hinken ganz gewaltig. Wasser ist eben (in gemäßigten Regionen und Industriestaaten) weniger „Gut“ als vielmehr Infrastruktur. Wasser ist fast überall genug vorhanden und muss lediglich aufbereitet und verteilt werden. Derweil wäre ein weiträumiger Transport oder gar Handel mit Wasser im allgemeinen viel zu teuer, um einen normalen Markt zu bilden. Dazu kommt, dass die entsprechende Infrastruktur (Werke, Rohre, etc.) aufwändig und dauerhaft ist, d.h. wer immer sie besitzt, hat in dem entsprechenden Gebiet quasi ein Monopol. Oder, um bei Robinson zu bleiben: auf der Insel gibt es genau eine Quelle, die nur regelmäßig gereinigt werden muss. Klar, dass jeder das Recht hat, diese Quelle zu nutzen.

    • derautor sagt:

      Wie kann man möglichst effizient wirtschaften? Durch planwirtschaftliche Mittel oder durch privatwirtschaftliche Mittel?

      Es gibt in einem freien Markt keine Monopole, die ihre „Marktmacht“ uneingeschränkt nutzen können. Das ist logisch unmöglich. Er muss immer damit rechnen, dass Konkurrenz entsteht, wenn der Monopolist ihr einen Grund dafür liefert. Microsoft lieferte einen Grund für den Erfolg von Firefox, Opera und Android. Also hatten diese Erfolg.

      • Ou wouwou sagt:

        Was heißt effizient? Effizient für wen ist die Frage!

      • vulki sagt:

        Der Markt versagt aber, wenn die Bedingungen nicht gleich sind/der Verbraucher nicht frei in der Entscheidung ist. Wenn etwa Anbieter A das örtliche Wasserwerk besitzt, dann müsste Anbieter B entweder ein eigenes bauen (was teuer oder je nach Umständen sogar unmöglich ist) oder Tankwägen schicken (die, kurze Überschlagsrechnung, bei einer vierköpfigen Familie einmal den Monat kommen müssten… von der Wasserspeicherung mal ganz abzusehen.)
        Das Beispiel mit den Browsern ist, mit Verlaub, noch weiter von der echten Wasserwirtschaft entfernt als das Robinsonbeispiel.

    • Ou wouwou sagt:

      Überall da, wo bisher schon die Wasserversorgung teilweise privatisiert worden ist, sank die Qualität und erhöhten sich die Preise!

    • sba sagt:

      1. Ging es im Robinsonbeispiel daum, Regenwasser zu sammeln;
      2. Ist Wasser doch erstmal eine natürliche Ressource, oder? Und i.d.R. gehören natürliche Ressourcen demjenigen, der sie abbaut, bzw. auf dessen Grundstück sie sich befinden.
      3. Die Sache mit dem flächendeckenden Leitungsnetz ist eher eine Angewohnheit und weniger eine Notwendigkeit. Die Versorgung ist auch ganz anders möglich: Zisternen, Lieferungen, Haushaltsspeicher (Kaffee oder Heizöl kommen ja auch nicht aus der Wand), Selbstorganisation auf Gemeindeebene. Es muss nicht darauf hinauslaufen, dass ein großer Versorger ein ganzes Land bedient. In der BRD ist das jetzt schon nicht der Fall.

      • Gutartiges Geschwulst sagt:

        Ich könnte schäumen vor Zorn!
        Hätte diese Diskussion nicht 46 Jahre früher kommen können?
        Solange bezahle ich nämlich schon für den Verbrauch von Wasser, nur um jetzt erfahren zu müssen, dass es mir sowieso gehört, dank meiner unveräußerlichen Menschenrechte.
        Nachdem sich somit die städtischen Wasser-Versorger als Betrüger und Menschenverächter heraus gestellt haben, die mein Grund-Bedürfnis hemmungslos lukrativisierten, vertraue ich nunmehr auf private Anbieter.
        Diese müssten sich schon schwer ins Zeug legen, wenn sie krimineller agieren wollten, als die (hunds)-gemeinnützigen, städtischen Wasser-Dealer.

        • derautor sagt:

          Sowenig wie das Privateigentum an Eiscreme bedeutet, dass dir alle Eiscreme der Welt gehört, sowenig bedeutet das Privateigentum an Wasser, dass dir alles Wasser der Welt gehört. Man muss natürlich für etwas bezahlen, das man haben möchte. Microsoft ist Privateigentum. Heißt das, es ist DEIN Privateigentum?

          • Gutartiges Geschwulst sagt:

            Okay, okay, schweren Herzens begreife ich, dass ein Menschenrecht auf Wasser nicht existiert, egal wer es behauptet.
            Trotzdem gebe ich mich nicht geschlagen.
            Ab jetzt, trinke ich nämlich nur noch Bier!
            Ob ich mich auch damit waschen werde, sei dahin gestellt.

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