Feiertage privatisieren!

Im folgenden Gastbeitrag argumentiert Andreas Dietz von der FDP (Kreisverband Nienburg-Weser) für die Privatisierung von Feiertagen. Ich stimme seinen Ausführungen uneingeschränkt zu:

Frechheit

Muslime fordern Feiertage

Die jüngste Forderung des Zentralrats der Muslime nach zwei neuen religiösen Feiertagen (FAZ.net, 28.03.2013) fällt in die christliche Osterzeit. Und sie provoziert erwartungsgemäß die üblichen Reflexe. So meint beispielsweise Daniel Deckers auf FAZ.net in diesem Kommentar:

“Eines muss man dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland lassen: Seine Forderung, zwei islamische Festtage in den Rang nichtgesetzlicher Feiertage zu erheben, trifft den Geist der Zeit. Denn jede Form formaler Gleichbehandlung von nach Herkunft und Inhalt Ungleichem ist politisch korrekter als die nach Herkunft und Inhalt gut begründete Ungleichbehandlung von formal Gleichem.” (FAZ.net, 30.03.2013)

Das ist schön formuliert, aber es ist Unsinn. Die formale Gleichbehandlung von Ungleichem ist nämlich nicht nur Anliegen politischer Korrektheit, in deren Namen tatsächlich viele Albernheiten gerechtfertigt werden. Die Gleichheit vor dem Gesetz, also die Nichtdiskriminierung durch den Staat, ist essentieller Bestandteil unserer freiheitlichen Grundordnung. Die Ungleichbehandlung mag Gewohnheit sein, legitim ist sie deswegen aber nicht.

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Hochfrequenz-Verbote

Mit der "Regulierung" des Hochfrequenz-Börsenhandels ist Deutschland seinen EU-Nachbarn einen Schritt voraus. Das "Gesetz zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel" (welch orwell'scher Name!) wurde vom Bundesrat abgesegnet. Wir sind innovativer in der Ausbremsung von Innovationen als andere! Darum ist Deutschland ein echter Innovationsstandort.

Der Grund für den Markteingriff ist wieder einmal derselbe Grund wie für einfach jeden Markteingriff: Menschen, die weniger gut sind im Handeln, möchten sich mittels gesetzlichen Zwanges einen Vorteil verschaffen gegenüber jenen, die besser sind als sie selbst.

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Nichts statt Freiheit

"Ist der Markt ein Gott?", fragen sich Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management im evangelischen Magazin chrismon, Ausgabe 4/2013. Volker Jung, intimer Kenner der Gedanken und Pläne vom Schöpfer des Universums, fürchtet Konkurrenz vom "Markt". Berechtigt?

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Wie Zucker die Welt vernichtet

Die Themenfindung wird zu einer immer größeren Herausforderung für Journalisten, vor allem in Deutschland. Hier passiert einfach nichts und immer weniger, je älter die Bevölkerung wird und je weniger Bevölkerung da ist. Die Deutschen sind wenige, alt und langweilig. Verzweifelt werden dann Trendthemen herbeifantasiert, beispielsweise jene SPIEGEL-Story über die „Droge Zucker“ oder „Zucker: Das dicke Geschäft„.

Vielleicht wäre ein Leitartikel aufschlussreicher, der sich mit der Tatsache des Nichts-Passierens befasst und die nervliche Belastung, die das der schreibenden Zunft beschert. „Nach Sommerloch nun Ganzjahresloch: Journalisten im Streik, „Keine echten Skandale: Ist Deutschland zu anständig?“, „Kriminalität auf neuem Tiefstand. Sind Kriminalgeschichten nur noch Fantasy?“.

Da werden die wirklich wichtigen Themen übersehen. Wie dieses:

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Ich bin zurück!

Das Feuerbringer-Magazin wurde gehackt und war als Resultat etwa einen Tag lang offline. Die Benutzerregistrierung musste ich in ihrer bisherigen Form abschalten, weil furchtbar nette Leute eine Sicherheitslücke darin ausnutzten, um den Kommentarbereich mit Spam zu überfluten.

Mir war das nicht gleich aufgefallen, weil ich viele Kommentare sowieso nicht von Spam unterscheiden kann. Mal ehrlich, wo ist der Unterschied zwischen „Was fällt dir ein, meinen Gott zu beleidigen?“ und „Need Viagra? Fill in your credit card number here!“… Am Ende enthielt der Spamordner über 77000 Kommentare dieser Art.

Was die Benutzer- und Kommentarfunktionen angeht, sagt mir am besten Bescheid, was funktioniert und was ihr noch braucht, dann werde ich sehen, wie es sich richten lässt, ohne Hacker einzuladen.

Ansonsten sollte ich ohnehin mal wieder umziehen, weil mir von Anfang an die Webadresse „terryrotter.de/feuerbringer“ missfiel. Usprünglich war die gar nicht so beabsichtigt gewesen…

Ich bin mir aber über die eisernen Gewohnheitsrechte meiner Leser im Klaren und darum wird jeder Umzug und jedes Neudesign sehr sanft über die Bühne gehen und ohne brachiale Veränderungen.

Ayn Rand über John Stuart Mill

„Religiöse Einflüsse sind nicht der einzige Schurke hinter der Zensurgesetzgebung; es gibt einen anderen: Die soziale Schule der Moral, die John Stuart Mill repräsentiert. Mill lehnte das Konzept der individuellen Rechte ab und ersetzte es mit der Behauptung, das „Gemeinwohl“ sei die einzige Rechtfertigung individueller Freiheit. (Die Gesellschaft, argumentiert er, habe die Macht, ihre außergewöhnlichen Menschen zu versklaven oder zu zerstören, aber sie sollte ihnen gestatten, frei zu sein, weil sie von ihren Bemühungen profitiert). Unter den zahlreichen Fehlern der Konservativen während der letzten hundert Jahre ist der beschämendste vielleicht die Tatsache, dass sie John Stuart Mill als einen Verteidiger des Kapitalismus akzeptierten.“

„Der schreckliche Aspekt von Mills Einfluss ist die Tatsache, dass seine Anhänger unfähig wurden, große Werte – wie Wahrheit, Wissenschaft, Moral, Kunst – unabhängig von den Wünschen und ohne die Erlaubnis der Wünsche „des Volkes“ zu betrachten.“

„[Mills] „On Liberty“ ist das bösartigste Stück Kollektivismus, das jemals von den suizidalen Verteidigern der Freiheit aufgenommen wurde.“

Quelle: Ayn Rand Lexicon

Wie man Finanzkrisen vermeidet

Es ist doch seltsam, dass Regierungsbürokraten eine solche Abneigung gegen den Kapitalismus hegen. Schließlich sagt er ihnen, dass sie nichts tun sollen und das müsste ihrer Natur doch entsprechen. Mysterien über Mysterien!

Im obigen Video sprechen Thomas E. Woods, Jr. (Ludwig von Mises Institute) und Steve Forbes (President und CEO, „Forbes Magazine“) über die Ursachen der aktuellen Finanzkrise und sie sind sich im Grunde einig: Die Regierung in Form der Zentralbank ist vornehmlich schuld, weil sie den Markt mit zu viel Geld überschwemmt hat.

Auch seltsam: Wir Kapitalisten sollen abergläubisch sein, weil wir an eine „unsichtbare Hand“ glauben. Aber die andere Seite glaubt, dass Geld kein Tauschmittel ist und insofern der Wert des Geldes von realen Werten abhängt – sondern, dass man Geld einfach in die Existenz hineindrucken könnte, mit demselben Wert, den es hätte, wenn es einen Wert hätte. Hm.

Der Moderator Dennis McCuistion erzählt außerdem eine schöne Anekdote: Ein Student fragte Ludwig von Mises in den 1940ern: „Professor, wenn Sie in den frühen 1930ern an der Regierung gewesen wären und Sie hätten gesehen, wie die Menschen aus ihren Häusern ausgeschlossen und Banken geschlossen wurden, hätten Sie dann gar nichts getan?“ Und von Mises antwortete: „Ja. Aber ich hätte schon viel früher damit angefangen, gar nichts zu tun.“

Wie also vermeidet man als Regierung Finanzkrisen? Das geht mit meinem genialen 3-Punkte-Plan:

1. Einfach mal die Füße hochlegen,

2. eine Kubanische Zigarre rauchen und

3. die Bürger in Ruhe lassen.

Pat Condell: Schweine werden fliegen

„Wenn die Redefreiheit weggenommen wird, dann können wir stumm und ohne Aufhebens wie Schafe zur Schlachtbank geführt werden.“ (George Washington)

Endlich ein neues Video von Pat Condell, dem britischen Komiker und Polemiker (Standardschleichwerbung: …und Gastautor in meinem toten Wald! Standardschleichwerbung Ende).

Die OIC (Organisation of Islamic Criminals) fordert mit saudischer Unterstützung ein internationales Verbot von Blasphemie. „Blasphemie“ bedeutet die Beleidigung eines fiktionalen, totalitären Diktators namens „Gott“ und seiner selbsternannten irdischen Vertreter wie zum Beispiel Hitler („Ich danke dir, mein Herrgott, dass du mich jetzt dorthin gebracht hast, wo ich endlich mein Programm verwirklichen kann“) oder Mohammed („Die da glauben, kämpfen für Allahs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Bösen“). Ein halbwegs anständiger Gläubiger mit einem halbwegs anständigen Gottesbild hingegen würde niemals Blasphemie verbieten wollen.

Übersetzte Zitate aus dem Condell-Video:

„Die OIC tat jahrelang ihr Bestes, um in dem Insiderwitz und der rassistischen Drittwelt-Interessensgruppierung, die wir als die Vereinten Nationen kennen, freie Rede auszulöschen.“

„Gewiss ist es das allerletzte, was wir hier im Multikulti-PC-linken Westen tun möchten, die sensiblen Empfindungen von Regimen zu verletzen, die ihr eigenes Volk ermorden und verstümmeln und es ‚Gerechtigkeit‘ nennen.“

„Die westliche Zivilisation ist die erfolgreichste des Planeten und sie ist der islamischen Zivilisation so unermesslich überlegen, dass sie sich ebenso auf verschiedenen Planeten befinden könnten und viele von uns wünschen uns ernsthaft, dass sie das auch tun würden.“

„Sie wollen es verbieten, dass wir die Wahrheit über ihre Religion sagen, weil sie die Wahrheit über ihre Religion beleidigend finden. Wenigstens das haben wir gemeinsam.“

Rezension: Atlas Shrugged Teil 2 (Film)

Atlas ShruggedDer zweite Teil der Verfilmung von Ayn Rands Atlas Shrugged ist vor kurzem auf DVD und Blu-ray erschienen. Die laut Beschriftung aus D’Anconia-Kupfer gefertigte Steelbox mit Blu-ray des Hauptfilms und Bonus-DVD liegt mir nun vor. Bei dem aus Rearden-Stahl gegossenen Steelbook mit dem ersten Teil (musste ich natürlich auch haben) gab es nur eine Blu-ray, auf der auch die Bonusmaterialien in HD zu sehen waren. In dieser Hinsicht ist der zweite Teil ein Rückschritt. Und ansonsten? Weiterlesen

Microsoft: 561 Millionen Euro Strafe – für gutes Wirtschaften

Microsoft muss 561 Millionen Euro Strafe an die Europäische Union zahlen. Das „Verbrechen“ des amerikanischen Konzerns: Er brach eine „Vereinbarung“ mit den europäischen Regulatoren, laut der Microsoft nicht nur alternative Browser auf Windows 7 ermöglichen sollte – sondern sie regulär im Startbildschirm den Nutzern anzubieten hatte.

Microsoft sollte die Alternativ-Browser Firefox, Opera, Chrome und Safari seinen eigenen Kunden bis 2014 in Windows 7 als Angebote nahelegen. Das tat der Konzern auch, doch mit dem Sicherheitsupdate 1 von Windows 7 wurde die unfreiwillige Werbung für die Konkurrenz wieder beendet, laut Microsoft aufgrund eines Softwarefehlers. Laut dem Wall Street Journal war Microsoft der erste Konzern, der eine „Vereinbarung“ mit der EU brach.

Diese Zwangs-„Vereinbarung“ entspricht der Forderung, dass Burger King seine Kunden im eigenen Restaurant laut Gesetz auch auf die Angebote von McDonald’s und Pizza Hut aufmerksam zu machen habe. Oder, dass Deichmann beim Schuhe verkaufen die eigenen Kunden auch auf die Schuhe von Salamander hinweisen müsste.

Eine weitere eindringliche Darlegung, wie das Kartellrecht gezielt erfolgreiche, klug wirtschaftende Unternehmen bestraft – dafür, dass sie gut wirtschaften. Das ist so, als hätte ich im Sportunterricht eine Strafe von 50 Euro dafür zahlen müssen, als ich einen persönlichen Rekord im 100-Meter-Schwimmen aufstellte.

Schon erstaunlich, wie der blanke Hass auf das Gute, weil es das Gute ist, zur Kriminalisierung von völlig normalen und normalerweise zulässigen Geschäftspraktiken führen kann. Toleriert von der Mehrheit der europäischen Bürger, gutgeheißen und sogar als zu sanft beurteilt von PC-Profis wie der Chip-Redaktion.

Um das noch einmal klarzustellen: Niemand wurde von Microsoft gezwungen, nur den eigenen Browser, den Internet Explorer, zu verwenden. Selbst das wäre ethisch völlig in Ordnung gewesen, schließlich darf man im Burger King auch keine Chicken Mc’Nuggets verzehren. Microsoft weigerte sich lediglich (und vielleicht nicht einmal das, wenn es nur ein Fehler war), explizit Werbung für die Konkurrenz zu machen. Wie es absolut jeder Unternehmer tun würde. Nur ein Wahnsinniger macht kostenfrei Werbung für die Konkurrenz auf dem eigenen Produkt!

Niemand ist gezwungen, Windows zu nutzen. In der Tat nutzen auch immer weniger Menschen Windows, sondern steigen auf Android um. Aber wenn man Windows nutzt, dann muss man auch nach den Regeln des Anbieters spielen.

Nun blockiert Microsoft offenbar andere Browser auf ARM-Geräten, davon ist Windows RT betroffen. Der Mozilla-Justiziar Harvey Anderson beschwerte sich, dies schade dem Wettbewerb. „Wir rufen Microsoft auf, sich an seine eigenen, seit Jahren geltenden Prinzipien zu halten und Browser von Drittherstellern zuzulassen.“

Es schadet also dem Wettbewerb, wenn ich den Leuten verbiete, in meinem Restaurant die Speisen anderer Restaurants zu verzehren, in meinem Schuhladen die Schuhe anderer Schuhgeschäfte anzuprobieren, im Disney-Shop Merchandising von Dreamworks anzubieten. Es schadet der Konkurrenz, wenn ich sie nicht aktiv unterstütze.

Die ticken doch nicht mehr richtig!

„Gibt es echte Vergewaltigung?“

Wie die Statistiken verraten, fragte ein Leser auf google, „gibt es echte vergewaltigung“ – ein trefflicher sozialkritischer Kommentar! Denn genau diese Frage werden sich immer mehr Menschen stellen, je weiter Feministen das Konzept der „Vergewaltigung“ ausweiten. Wenn Vergewaltigung nicht länger Sex wider die Einwilligung eines beteiligten Partners ist (was es ist und was es leider gibt), sondern bereits ein Machospruch, ein anzüglicher Blick, ein schiefes Lächeln, halbnackte Frauen in den Medien – für wie fragwürdig man das alles auch halten mag – so wird der Begriff „Vergewaltigung“ entschärft.

Wenn alles Vergewaltigung ist, so ist nichts Vergewaltigung. Wenn wir in Deutschland in einer „Vergewaltigungskultur“ leben, so leben die Inder und Afghanen nicht in einer Vergewaltigungskultur, sondern niemand – und der Vorwurf der Vergewaltigung verliert an Schärfe.

Die wahren Opfer einer Vergewaltigung dürfen sich bei den Feministen bedanken. Berichten sie von ihren schrecklichen Erlebnissen, wird sie in nicht allzu ferner Zukunft ein Richter einfach abweisen. Ein Blick ist nicht strafbar. Wenn die Gesellschaft überredet wurde, dass bereits der wütende Ausspruch „Schlampe“ einer Vergewaltigung gleichkommt, oder das Überreichen einer Tanzkarte, so werden tatsächliche Vergewaltigungsopfer irgendwann kein Gehör mehr finden.

Wohin der feministische Machtmissbrauch führen kann, erkennt man zum Beispiel in Tokyo. Dort gibt es in den überfüllten U-Bahnen das „Chikan“-Phänomen. Das bedeutet, dass Männer die Situation ausnutzen, um Frauen zu begrabschen. Würden einige Feministen Recht bekommen und man würde die Beweislast bei Vergewaltigungen umkehren und somit davon ausgehen, dass ein als solcher bezichtigter Täter auch wirklich der Täter ist, wenn er nicht das Gegenteil beweisen kann, so würde das hier dabei herauskommen (danke an Sebastian für den Hinweis):

“Der Aufruf zur Denunziation von Chikan-Verdächtigen hat in der jüngsten Zeit seinerseits ein neues Verbrechen hervorgebracht. Jugendgangs schicken Mädchen in volle Züge, die sich gezielt neben wohlhabend aussehende Männer stellen und unabhängig davon, ob sie angefasst wurden oder nicht, nach einigen Minuten „Chikan“ rufen. Die Gang-Mitglieder greifen sofort ein und schleppen den vermeintlichen Täter am nächsten Bahnhof auf den Bahnsteig. Dort fordern sie eine Geldzahlung, damit sie ihn nicht der Polizei übergeben. Aus Scham und Angst zahlen die meisten.”
(Wikipedia, Artikel zu Chikan: http://de.wikipedia.org/wiki/Chikan )

Auch nichts tun ist inzwischen Vergewaltigung.

Und am Ende fragen die Leute: „Gibt es echte Vergewaltigung?“ Existiert ein solches Phänomen überhaupt? Oder ist das alles nur paranoides Gerede von linksradikalen Aktivistinnen? Ist alles nur ausgedacht? Wenn so viel Unsinn über das Thema geredet wird, vielleicht wird tatsächlich niemals eine Frau irgendwo vergewaltigt?

Aber das werden sie natürlich, in manchen Ländern systematisch. Gerade Humanisten müssten auf eindeutige Differenzierungen beharren und sie sollten sich nicht hysterisch-paranoiden und letzen Endes seelenkranken Aktivistinnen bei ihrem Versuch anschließen, für ein kleines bisschen Aufmerksamkeit den Unterschied zwischen Tollpatschigkeit, Rücksichtlosigkeit und einem veritablen Verbrechen aufzulösen.

Das Monopol auf Dummheit

Das Kartellamt möchte die Marktmacht der Monopole eindämmen. Kapitalismuskritiker verurteilen Monopole, weil diese viele Kunden an sich binden, die Preise erhöhen, die Löhne senken könnten. Die Kunden würden „abhängig“ gemacht von Unternehmen mit monopolartiger Stellung.

Die Alternativvorschläge der Kritiker:

1. Man sollte privatwirtschaftliche Monopole verstaatlichen. Damit ein Privatunternehmer nicht mehr „zu viel Marktmacht“ hat, soll der Staat die absolute Marktmacht erhalten. Während Kunden bei privaten Monopolen weniger Ausweichmöglichkeiten haben, so sollen sie nun gar keine Ausweichmöglichkeiten mehr haben. Während Privatunternehmen mit angeblicher Monopolstellung die Preise etwas höher ansetzen können und die Löhne etwas niedriger, bis sich das Unternehmen selbst gefährdet und der Konkurrenz Möglichkeiten eröffnet, so soll stattdessen der Staat die Preise und Löhne willkürlich festlegen und alle Konkurrenz ausschalten. Damit die Kunden nicht so sehr von einem Unternehmen abhängig sind.

2. Das Kartellamt soll die Marktmacht von zu großen Unternehmen einschränken. Es gibt keine objektiven Kriterien, wann ein Unternehmen „zu groß“ ist. Unternehmer müssen also jederzeit damit rechnen, dass sie Strafen in Milliardenhöhe zahlen müssen, wenn sie ihren Job zu gut machen, wenn sie zu erfolgreich sind, wenn sie die Wünsche der Kunden zu genau erfüllen, wenn ihre Produkte zu gut sind, ihre Preise zu niedrig. Möchte ein Unternehmen mit einem anderen fusionieren, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen, bessere Produkte zu günstigeren Preisen anbieten zu können, so kann jederzeit das Kartellamt die Pläne zunichte machen. Das Kartellamt verhält sich wie ein Gott der Rache – Rache für Erfolg, Rache für das Gute, entsprungen aus dem Neid jener, die schlechter sind als erfolgreiche Großunternehmer. Das Ergebnis für den Kunden: Weniger gute Produkte zu höheren Preisen. Das Ergebnis für die Arbeitnehmer: Weniger Jobs.

Ja, hier will uns jemand verarschen. Aber es ist nicht Microsoft, es ist nicht Apple (die beide ein Monopol in der selben Branche haben sollen) und es ist nicht Coca Cola oder Pepsi.

Vortrag: Einführung in den Objektivismus!

Dein Leben gehört dir! Vortrag von Andreas Müller

Am 6. April 2013 werde ich in Mannheim einen Vortrag halten. Thema: Einführung in die objektivistische Philosophie.

Samstag, 6. April 2013, 20 Uhr
Dalberghaus (Musikbücherei), N3, 4, 68161 Mannheim
(Eintritt: 5 Euro)

Ankündigungstext

Das Sein führt zum Sollen. Der Wille ist frei. Und der Kapitalismus ist das ideale politisch-ökonomische System. Das besagt der Objektivismus. Obwohl Ayn Rands „Objektivismus“ schon seit über 60 Jahren in der englischsprachigen Welt kontrovers diskutiert wird, hat die Philosophie in Deutschland erst durch das Computerspiel „Bioshock“ eine erste Bekanntheit erlangt.

Die atheistische Philosophie erklärt den Menschen zum heroischen Schöpfer, zum rationalen Denker, zum eigennützigen Händler. Andreas Müller, Autor von drei Büchern zum Thema, gewährt einen Einblick in das revolutionäre Denken der Philosophin Ayn Rand.

Autorenporträt

Andreas Müller, M.A., war Redakteur des Humanistischen Pressedienstes (hpd.de) und leitender Redakteur von darwin-jahr.de für die Giordano Bruno Stiftung. Sein Studium der Germanistik und Anglistik schloss er 2011 ab. Aktuell macht er seinen Master in Wirtschafts-Journalismus, verfasst Bücher, journalistische Artikel, Übersetzungen und ist auf Vortragsreisen unterwegs.

Müllers Werke teilen das Ziel, Aufklärung unterhaltsam und verständlich darzustellen. „Aufklärung ist für alle da!“, lautet sein Motto, wie er in einem Interview mit bild der wissenschaft erklärte. Aufklärung bedeutet die Vermittlung eines rationalen Zugangs zur Welt und der Fähigkeit zum selbstbestimmten Denken und Leben. Andreas Müller ist einer der wenigen deutschen Vertreter von Ayn Rands Philosophie Objektivismus, die für Vernunft und Individualismus eintritt. Außerdem steht er der Österreichischen Schule rund um Ludwig von Mises nahe, die für freie Marktwirtschaft argumentiert. Buchtitel des Autors: „Der Westen – Ein Nachruf“, „Ist der Wald endlich tot?“, „Sire! – Führen sie die Aufklärung ein!“, „Terry Rotter und das Feuer der Freiheit„.

Näheres

Wie immer werde ich das Thema verständlich und unterhaltsam aufbereiten, auch wenn der Anspruch im Vergleich zu meinen bisherigen Vorträgen etwas angestiegen ist. Ich werde auf die Bereiche Metaphysik (Was existiert?), Epistemologie (Wie erlangen wir Wissen?), Ethik (Was sollen wir tun?) und Politik (Wozu dient der Staat?) eingehen. Die Ästhetik (Was ist Kunst und wozu dient sie?) werde bei einer Stunde Redezeit plus 30 Minuten Fragerunde leider nicht behandeln können.

Ich werde genauer erklären, warum Ethik objektiv ist, also warum das Sollen aus dem Sein folgt – im Gegensatz zu David Humes Meinung zum Thema („naturalistischer Fehlschluss“). Mit anderen Worten geht es darum, wie man die Moral aus den Tatsachen der Realität ableiten kann. Auf die Willensfreiheit werde ich diesmal auch näher eingehen und erklären, warum wir weder durch Umweltfaktoren, noch durch unsere Gene determiniert sind. Schließlich folgt die philosophische Grundlage des Laissez-faire-Kapitalismus.

Eine Stunde reicht zwar nicht, um Menschen von einer Philosophie zu überzeugen – aber ich werde auf jeden Fall Denkanstöße liefern.

Man findet die Materialien für den Vortrag nicht im Feuerbringer-Magazin. Einen ersten Einblick gewinnt man allerdings im Philosophiebereich. Wer den Vortrag hören möchte, dem würde ich einen Ausflug nach Mannheim ans Herz legen. Wo wir schon vom Kapitalismus sprechen: Der Eintritt kostet fünf Euro.

Veranstalter

GBS Rhein Neckar – Säkulare Humanisten (= eine der größten Regionalgruppen der Giordano Bruno Stiftung)

Bund für Geistesfreiheit Rhein Neckar (= der bfg ist eine über 160 Jahre alte deutsche Freidenkerorganisation)

Ich bedanke mich bei den Veranstaltern schon einmal herzlich für die Einladung!