Feiertage privatisieren!

Im folgenden Gastbeitrag argumentiert Andreas Dietz von der FDP (Kreisverband Nienburg-Weser) für die Privatisierung von Feiertagen. Ich stimme seinen Ausführungen uneingeschränkt zu:

Frechheit

Muslime fordern Feiertage

Die jüngste Forderung des Zentralrats der Muslime nach zwei neuen religiösen Feiertagen (FAZ.net, 28.03.2013) fällt in die christliche Osterzeit. Und sie provoziert erwartungsgemäß die üblichen Reflexe. So meint beispielsweise Daniel Deckers auf FAZ.net in diesem Kommentar:

“Eines muss man dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland lassen: Seine Forderung, zwei islamische Festtage in den Rang nichtgesetzlicher Feiertage zu erheben, trifft den Geist der Zeit. Denn jede Form formaler Gleichbehandlung von nach Herkunft und Inhalt Ungleichem ist politisch korrekter als die nach Herkunft und Inhalt gut begründete Ungleichbehandlung von formal Gleichem.” (FAZ.net, 30.03.2013)

Das ist schön formuliert, aber es ist Unsinn. Die formale Gleichbehandlung von Ungleichem ist nämlich nicht nur Anliegen politischer Korrektheit, in deren Namen tatsächlich viele Albernheiten gerechtfertigt werden. Die Gleichheit vor dem Gesetz, also die Nichtdiskriminierung durch den Staat, ist essentieller Bestandteil unserer freiheitlichen Grundordnung. Die Ungleichbehandlung mag Gewohnheit sein, legitim ist sie deswegen aber nicht.

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Hochfrequenz-Verbote

Mit der "Regulierung" des Hochfrequenz-Börsenhandels ist Deutschland seinen EU-Nachbarn einen Schritt voraus. Das "Gesetz zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel" (welch orwell'scher Name!) wurde vom Bundesrat abgesegnet. Wir sind innovativer in der Ausbremsung von Innovationen als andere! Darum ist Deutschland ein echter Innovationsstandort.

Der Grund für den Markteingriff ist wieder einmal derselbe Grund wie für einfach jeden Markteingriff: Menschen, die weniger gut sind im Handeln, möchten sich mittels gesetzlichen Zwanges einen Vorteil verschaffen gegenüber jenen, die besser sind als sie selbst.

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Nichts statt Freiheit

"Ist der Markt ein Gott?", fragen sich Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management im evangelischen Magazin chrismon, Ausgabe 4/2013. Volker Jung, intimer Kenner der Gedanken und Pläne vom Schöpfer des Universums, fürchtet Konkurrenz vom "Markt". Berechtigt?

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Wie Zucker die Welt vernichtet

Der weiße Tod, https://i2.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Cuboid_sugar.jpgDie Themenfindung wird zu einer immer größeren Herausforderung für Journalisten, vor allem in Deutschland. Hier passiert einfach nichts und immer weniger, je älter die Bevölkerung wird und je weniger Bevölkerung da ist. Die Deutschen sind wenige, alt und langweilig. Verzweifelt werden dann Trendthemen herbeifantasiert, beispielsweise jene SPIEGEL-Story über die "Droge Zucker" oder "Zucker: Das dicke Geschäft".

Vielleicht wäre ein Leitartikel aufschlussreicher, der sich mit der Tatsache des Nichts-Passierens befasst und die nervliche Belastung, die das der schreibenden Zunft beschert. "Nach Sommerloch nun Ganzjahresloch: Journalisten im Streik, "Keine echten Skandale: Ist Deutschland zu anständig?", "Kriminalität auf neuem Tiefstand. Sind Kriminalgeschichten nur noch Fantasy?".

Da werden die wirklich wichtigen Themen übersehen. Wie dieses:

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Ich bin zurück!

Das Feuerbringer-Magazin wurde gehackt und war als Resultat etwa einen Tag lang offline. Die Benutzerregistrierung musste ich in ihrer bisherigen Form abschalten, weil furchtbar nette Leute eine Sicherheitslücke darin ausnutzten, um den Kommentarbereich mit Spam zu überfluten.

Mir war das nicht gleich aufgefallen, weil ich viele Kommentare sowieso nicht von Spam unterscheiden kann. Mal ehrlich, wo ist der Unterschied zwischen „Was fällt dir ein, meinen Gott zu beleidigen?“ und „Need Viagra? Fill in your credit card number here!“… Am Ende enthielt der Spamordner über 77000 Kommentare dieser Art.

Was die Benutzer- und Kommentarfunktionen angeht, sagt mir am besten Bescheid, was funktioniert und was ihr noch braucht, dann werde ich sehen, wie es sich richten lässt, ohne Hacker einzuladen.

Ansonsten sollte ich ohnehin mal wieder umziehen, weil mir von Anfang an die Webadresse „terryrotter.de/feuerbringer“ missfiel. Usprünglich war die gar nicht so beabsichtigt gewesen…

Ich bin mir aber über die eisernen Gewohnheitsrechte meiner Leser im Klaren und darum wird jeder Umzug und jedes Neudesign sehr sanft über die Bühne gehen und ohne brachiale Veränderungen.

Ayn Rand über John Stuart Mill

„Religiöse Einflüsse sind nicht der einzige Schurke hinter der Zensurgesetzgebung; es gibt einen anderen: Die soziale Schule der Moral, die John Stuart Mill repräsentiert. Mill lehnte das Konzept der individuellen Rechte ab und ersetzte es mit der Behauptung, das „Gemeinwohl“ sei die einzige Rechtfertigung individueller Freiheit. (Die Gesellschaft, argumentiert er, habe die Macht, ihre außergewöhnlichen Menschen zu versklaven oder zu zerstören, aber sie sollte ihnen gestatten, frei zu sein, weil sie von ihren Bemühungen profitiert). Unter den zahlreichen Fehlern der Konservativen während der letzten hundert Jahre ist der beschämendste vielleicht die Tatsache, dass sie John Stuart Mill als einen Verteidiger des Kapitalismus akzeptierten.“

„Der schreckliche Aspekt von Mills Einfluss ist die Tatsache, dass seine Anhänger unfähig wurden, große Werte – wie Wahrheit, Wissenschaft, Moral, Kunst – unabhängig von den Wünschen und ohne die Erlaubnis der Wünsche „des Volkes“ zu betrachten.“

„[Mills] „On Liberty“ ist das bösartigste Stück Kollektivismus, das jemals von den suizidalen Verteidigern der Freiheit aufgenommen wurde.“

Quelle: Ayn Rand Lexicon