Ayn Rand im “Neuen Deutschland”

Wenn das Neue Deutschland – Sozialistische Tageszeitung einen Artikel über Ayn Rand schreibt, sollte man nicht erwarten, ein realistisches Porträt der Autorin und Philosophin vorgesetzt zu bekommen. Jörn Schulzes Der Kapitalismus als Wille und Vorstellung erfüllt diese Erwartungen. Zwei Anmerkungen: 1.  Als Linker hat Schulze kein Problem mit Rands Atheismus, aber dieser Atheismus war nur eine Folge ihres Eintretens für die Vernunft, was der Autor komplett verschweigt. 2. Schulze erkennt auch richtig, dass Rand einen “schlanken Staat” für notwendig hält, bezeichnet aber totzdem  Atlas Shrugged als “anarchokapitalistischen Fantasy-Roman”. So weit, so schlecht. Aber immerhin erwähnt Schulze auch die Neuübersetzung von Atlas Shrugged  und wenn sein Artikel in irgendeiner Form zur Popularisierung von Ayn Rand im deutschsprachigen Raum beträgt, soll es mir recht sein.