Nordkorea schon wieder langweilig

Bei meiner Recherche sind faszinierende Zusammenhänge ans Licht gekommen – gibt es eine Verbindung zwischen Nordkorea und Frauenquoten? Man vergleiche diese beiden Nachrichten:

Kim Jong Un befürchet Imageschaden durch Boston-Anschläge

Der nordkoreanische Tyrann Kim Jong Un ließ die Gedenkfeiern für Staatsgründer Kim Il Sung ohne eine einzige Drohung vorrüberziehen. Ein großer Faux-Pas, glaubt Kim Jong Uns PR-Beraterin und Ex-Raperin Sugar Kim II. „Die Anschläge in Boston haben uns die Show gestohlen, das steht außer Frage. Jetzt interessiert sich keine Sau mehr für die militärische Größe Nordkoreas und die Stärke unseres geliebten Führers Kim Jong Un. PR-technisch eine Katastrophe.“

Kim Jong Un trat heute früh schäumend vor Wut vor das Mikrofon auf der südlichen Goldterasse seines Goldpalastes. „Wir werden die Verantwortlichen für diese abscheulichen Anschläge in Boston ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen! Ihre Motive mögen edel gewesen sein und das Töten von amerikanischen Imperialisten zeugt von Großmut, doch mit der ungeschickten Wahl eines Zeitpunktes für ihren Anschlag schaden sie dem nordkoreanischen Volk.“

Im Anschluss schlug Kim Jong Un mit dem Mikrofon auf seine PR-Beraterin ein, die ihm daraufhin vor einem Publikum von mehreren tausend Nordkoreanern in die Weichteile trat. Kim Jong Un fiel, wie in einem Live-Video des Staatsfernsehens zu sehen war, vom Balkon, wurde von den Besuchern aufgefangen und mehrmals wieder in die Luft geworfen. „Wir dachten, unser geliebter Führer Kim Jong Un macht Stage-Diving!“, rechtfertigte ein inzwischen exekutierter Nordkoreaner die Behandlung des Staatsoberhauptes. Sugar Kim II ist seit heute Mittag als PR-Beraterin von Bundeskanzlerin Merkel tätig.

Frauenquote für Terroranschläge?

Laut Kanzlerin Merkel sollen ab sofort mindestens 40% der Opfer von Terroranschlägen Frauen sein. „Es muss gerecht zugehen, auch wenn es mal schwierig wird. Frauen können sich nicht nur die Rosinen rauspicken“, sagte die Kanzlerin gegenüber Spiegel Online. Die Bundespolizei wurde angewiesen, bei Aufdeckung eines geplanten Anschlages das Verhältnis von Frauen und Männern unter den potenziellen Opfern entsprechend der Regierungsvorgabe umzustellen.

Kritiker behaupten, der neue Kurs der Kanzlerin sei auf den Einfluss ihrer neuen PR-Beraterin Sugar Kim II zurückzuführen. „Die spielen Terroristen in die Hände, ich fress meinen Hut!“, schrieb Henryk Broder auf seinem Blog achgut.de. „So bescheuert sind die bescheuertsten rot-grünen Spinatfresser nicht, dass sie ihre Frauenpolitik an den Vorgaben einer nordkoreanischen Agentin ausrichten!“ Nachdem Broder eine Fotoserie veröffentlichte, die zeigte, wie er seinen Herrenhut verspeist, schrieb er in einem Folgeartikel: „Sugar Kim will sich nur wieder beim ihrem geliebten Führer einschleimen und darum sorgt sie dafür, dass Deutsche bei Terroranschlägen draufgehen. Mit Geschlechtergleichheit hat das gar nichts zu tun, wobei es die Sache auch nicht besser machen würde, hätte es etwas damit zu tun. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, so jemanden zur PR-Tante zu ernennen?“

Ein Kommentar zu “Nordkorea schon wieder langweilig

  1. Gutartiges Geschwulst sagt:

    Große Klasse, Andreas Müller, Ihre Humoreske sei bedankt und belacht!
    An mir wird´s nicht liegen.

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