Spinner-TV: Ägyptischer Kleriker über jüdische Verschwörung

Da ein gewisses Missverhältnis zu bestehen scheint zwischen der öffentlichen Wahrnehmung der islamischen Welt im Westen und der islamischen Welt  – erscheint es angemessen, regelmäßig einen Blick in den Orient zu werfen, damit wir etwas über fremde Kulturen lernen. In dieser Reihe gibts darum Videos aus dem Fernsehen islamischer Länder zu sehen. Glauben Sie den Islamkritikern kein Wort – schauen Sie sichs einfach selbst an!

Heute: Ein ägyptischer Kleriker namens Sayyed Azab erzählt, wer für die französische Revolution verantwortlich ist (Tipp: Sie feiern das Laubhüttenfest), wer die kommunistische Revolution in Russland einfädelte (könnten es die Juden gewesen sein?) und wer den Atheismus verbreiten will (jüdische… Atheisten). Die Juden in Ghettos zu sperren sei ferner Selbstverteidigung gewesen, weil „die Menschen so viel von dem Bösen der Juden erleiden mussten“.

Außerdem beschwert sich der Kleriker, dass Juden einen sofort als Antisemiten brandmarken würden, sobald man sie „kritisiert“. Das Problem kennen Israelkritiker zur Genüge.

Diese französischen Juden-Atheisten warten nur darauf, den harmlosen, braven Bürger Sayyed Azab des Antisemitismus zu bezichtigen – ausgerechnet ihn, der nichts weiter sagt, als dass die Juden Böses in die Welt tragen und Revolutionen auslösen würden, um die Menschheit zu unterjochen. Ausgerechnet ihn!

godzilla-facepalm

Offenbar muss man derartige Behauptungen in Ägypten nicht weiter begründen.

Quelle:

MEMRI TV

Egyptian Cleric Sayyed Azab: The Jews Staged the French and Communist Revolutions to Corrupt the World
Al-Omma TV (Egypt) – April 18, 2013

Ein Kommentar zu “Spinner-TV: Ägyptischer Kleriker über jüdische Verschwörung

  1. Flo sagt:

    Wobei man vorsichtig sein muß: Memri-TV wurde schon mehr als einmal vorgeworfen, die extremsten Standpunkte zu übersetzen und die ganzen moderaten Stimmen, die es natürlich auch gibt, zu ignorieren. Das bedeutet nicht, dass die Tatsache, dass solche extremen Stimmen diesen Raum bekommen dort, zu vernachlässigen wäre, aber man sollte nie vergessen, dass dies nicht die einzigen Stimmen sind.

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