Wer ist für die Anschläge in Boston verantwortlich?

Wie der Islamkritiker Robert Spencer im amerikanischen Frontpage Magazine schrieb, verdächtigten linke Medien sofort „Rechtsextremisten“, für den Anschlag in Boston verantwortlich zu sein. Spencer hält die Islamisten-These für plausibler, ohne so zu tun, als wüsste er genau, wer es war. Was meiner Position entspricht. Die wüsten Reaktionen auf meine Meinung zum Thema seitens linker Facebook-Kommentatoren ließen allerdings einige Fragezeichen bei mir aufblitzen.

Was ist eigentlich verwerflich daran, radikale Muslime zu verdächtigen, für einen Anschlag auf amerikanische Zivilisten verantwortlich zu sein? Es ist ja nun nicht die abwegigste Idee der Welt. Weiterlesen

Schöne Zitate von Margaret Thatcher

„Wenn ein Tory nicht glaubt, dass Privateigentum eines der Bollwerke der individuellen Freiheit ist, dann soll er gleich ein Sozialist werden und es hinter sich bringen.“

„Die Labour-Regierung hat die typische sozialistische Krankheit – ihnen ist das Geld anderer Leute ausgegangen.“

„Einige Sozialisten scheinen zu glauben, dass Menschen Zahlen in einem Staatscomputer sein sollten. Wir glauben, sie sollten Individuen sein. Wir sind alle ungleich. Zum Glück ist niemand so wie jemand anderes, egal wie sehr sich die Sozialisten das einreden mögen. Wir glauben, dass jeder das Recht hat, ungleich zu sein, aber für uns ist jeder Mensch gleichermaßen bedeutend.“

„Das Recht eines Menschen, zu arbeiten, wie er möchte, auszugeben, was er verdient, Eigentum zu besitzen, den Staat als Diener zu haben und nicht als Herrscher: Das ist das britische Erbe. Das ist die Essenz einer freien Wirtschaft. Und auf dieser Freiheit beruhen all unsere anderen Freiheiten.“

„Der Kommunismus und die [britische Nazi-Partei] Nationale Front streben beide die Herrschaft des Staates über das Individuum am. Sie zertreten, denke ich, beide das Recht des Individuums. Darum sind das für mich ähnliche Parteien. Ich war mein Leben lang dagegen, kommunistische oder andere extremistische Organisationen zu verbieten, denn wenn man das tut, gehen sie in den Untergrund und das gibt ihnen einen Nervenkitzel, den sie nicht haben könnten, wenn sie ihre politischen Vorstellungen offen vertreten könnten. Wir bezwingen sie argumentativ… Die Nationale Front ist eine Sozialistische Front.“

„Pennys fallen nicht vom Himmel, sie müssen auf Erden verdient werden.“

„Es gibt keine öffentlichen Gelder, es gibt nur das Geld der Steuerzahler.“

„Sozialisten schreien ‚Alle Macht dem Volk‘ und strecken ihre geballte Faust aus. Wir alle wissen, was sie wirklich meinen – Macht über Menschen, Macht für den Staat.“

„So etwas wie die Gesellschaft existiert nicht. Es gibt individuelle Männer und Frauen und es gibt Familien. Und keine Regierung kann irgendetwas tun, außer durch die Menschen und Menschen müssen in ihrem Eigeninteresse handeln. Es ist unsere Pflicht, uns erst um uns selbst zu kümmern und uns dann auch um unseren Nächsten zu sorgen.“

„Wenn Sie nur gemocht werden möchten, dann müssen sie immerzu bereit sein, Kompromisse einzugehen, zu jeder Zeit. Und Sie würden gar nichts erreichen!“

Quelle: Wikiquote, Übersetzung: AM

Siehe auch Bosch Fawstins (objektivistischer Comiczeichner) Porträt von Thatcher.

Boston-Reaktion: Der Westen hasst sich selbst

Kurzer Hinweis für jene Leser, deren Kommentare im Spamordner landen und dort erst wieder von mir rausgefischt werden müssen: Um dies zu vermeiden, sollte man sich mit einem sicheren Passwort anmelden. Auch im eigenen Interesse sollte man überall verschiedene sichere Passwörter verwenden.

Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer beim Marathon-Anschlag in Boston auf drei angewachsen, die Zahl der Verletzten auf 150. Die Zahl meiner Nerven nach einer Flut von relativierenden Facebook-Kommentaren auf einen.

Die Amerikaner seien so böse wie ihre Feinde, man solle sich nicht auf die Seite des Westens schlagen, ich soll nicht irgendwelche Minderheiten vorverurteilen (ich spekulierte, dass möglicherweise radikale Muslime für den Anschlag verantwortlich sein könnten), die „Terroristen“ waren vielleicht gar keine (weil nämlich auch harmlose Nicht-Terroristen die Zuschauer und Läufer eines Marathons in die Luft jagen) und es wurden ja nur ein paar Menschen getötet im Vergleich zur viel höheren Zahl von Opfern durch betrunkene Autofahrer.

Und die haben alle das Wahlrecht.

Wie zu erwarten wurde mir auch noch richig schön das Wort im Mund herumgedreht, damit jemand „faschistisch“ schreien konnte. Wahrscheinlich beschweren sie sich jetzt, dass ich ihnen das Wahlrecht abnehmen will. Dabei wäre es eine viel bessere Idee, sie einfach in der Wüste auszusetzen.

Der Feind ist da

Wir sind heute alle Amerikaner

Bislang detonierten zwei Bomben beim Marathonlauf in Boston. Ein Brand in der nahe gelegenen J.F.K. Bibliothek scheint hingegen nicht durch eine Bombe ausgelöst worden zu sein. Das FBI geht davon aus, dass es sich bei den Explosionen beim Marathonlauf um einen terroristischen Anschlag handelt. Zwei Tote, darunter ein achtjähriges Kind, und hundert Verletzte, so der aktuelle Stand. Zwei weitere Bomben entlang der Rennstrecke konnten entschärft werden. Mit 500 Läufern und 250 000 Zuschauern gehört der Bostoner Marathonlauf zu den globalen Großevents.

Noch ist unbekannt, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Es erscheint naheliegend, dass es sich um radikale Muslime handelt, da der Terrorangriff in das Muster ihrer Anschläge passt: Die gezielte, medienwirksame Tötung von Zivilisten.

Zumindest dürfte jetzt auch der letzte Schönredner mitbekommen haben, dass wir uns im Krieg befinden und dass es nicht unsere Schuld ist (oder sind die Marathonläufer auf eine westlich-hegemonial-unterdrückerische Weise gelaufen?). Es gibt keine Rechtfertigung für die Ermordung und Verstümmelung von Zivilisten – oder von unseren Soldaten, wenn man es sich mal so überlegt.

Zugegeben bin ich noch immer wütend, weil ich mir in einem Seminar heute anhören durfte, dass eine an sich gute Idee schon dadurch schlecht werden kann, weil sie aus Amerika kommt. Diese Krankheit namens Anti-Amerikanismus sollten wir endlich überwinden. Wir sind heute alle Amerikaner. Und wer es anders sieht, kann zur Hölle fahren.

Video-News: Feminismus, wütende Muslime und Bioshock Infinite

…oder wie man die unterschiedlichsten Dinge in einem Beitrag unterbringt und die Leser damit unnötig verwirrt. Im Folgenden geht es um neue Videos von Thunderf00t und dem Amazing Atheist, die sich mit Feministen und „Atheism+“ anlegen. Letzteres will der Nachfolger des „Neuen Atheismus“ sein. Schließlich sieht man, wie ägyptische Islamisten eine angebliche Christin angreifen – und es gibt ein Review von „Bioshock Infinite“, dem neuesten Ableger des Spiels, das die objektivistische Philosophie einst wieder ins Gespräch brachte. Weiterlesen

Linksradikale feiern Thatchers Tod

Die britische Zeitung

Die britische Zeitung „Socialist Worker“ feiert den Tod von Margaret Thatcher

Der Hass von Linksaktivisten auf Margaret Thatcher, die ehemalige britische Premierministerin, die kürzlich verstarb, lässt sich schon seit den 1980ern beobachten. Zum Anlass ihres Todes am 8. April bekundeten Linke ihre Freude über das Ableben ihrer politischen Gegnerin und des einstigen britischen Staatsoberhaupts.

200 Menschen feierten Thatchers Tod in Brixton, einem Londoner Stadtteil. Es gab eine Flut von hasserfüllten Twitter-Kommentaren. Und ein populäres Lied, das den Tod Thatchers feierte: „Ding, Dong, Die Hex ist tot“ aus Der Zauberer von Oz. Beim gleichnamigen Hashtag geht die Hasstirade auf Twitter weiter. Weiterlesen

Ayn Rand im “Neuen Deutschland”

Wenn das Neue Deutschland – Sozialistische Tageszeitung einen Artikel über Ayn Rand schreibt, sollte man nicht erwarten, ein realistisches Porträt der Autorin und Philosophin vorgesetzt zu bekommen. Jörn Schulzes Der Kapitalismus als Wille und Vorstellung erfüllt diese Erwartungen. Zwei Anmerkungen: 1.  Als Linker hat Schulze kein Problem mit Rands Atheismus, aber dieser Atheismus war nur eine Folge ihres Eintretens für die Vernunft, was der Autor komplett verschweigt. 2. Schulze erkennt auch richtig, dass Rand einen “schlanken Staat” für notwendig hält, bezeichnet aber totzdem  Atlas Shrugged als “anarchokapitalistischen Fantasy-Roman”. So weit, so schlecht. Aber immerhin erwähnt Schulze auch die Neuübersetzung von Atlas Shrugged  und wenn sein Artikel in irgendeiner Form zur Popularisierung von Ayn Rand im deutschsprachigen Raum beträgt, soll es mir recht sein.

Margaret Thatcher, Hayek und Ayn Rand

Von links nach rechts: Joan Carter, Margaret Thatcher und John Aglialoro

Zwei der politisch einflussreichsten Akteure des 20. Jahrhunderts waren Frauen. Allerdings gehörten sie der „falschen“ politischen Richtung an und gelten somit nicht als die feministischen Pioniere, die sie waren: Die britische Premierministerin Margaret Thatcher und die amerikanische Philosophin Ayn Rand.

John Aglialoro, der Produzent der aktuellen Verfilmung von Ayn Rands Der Streik / Atlas Shrugged, traf die kürzlich verstorbene Margaret Thatcher im Jahr 1995 und lud sie zur Premiere des ersten Atlas-Films in die USA ein. Dies erzählt er auf seinem Blog. Thatcher sei ein Fan von Atlas Shrugged gewesen und auf die Frage, ob sie zur Premiere des Films kommen wolle, antwortete sie: „I would be delighted!“ („Ich wäre hocherfreut!“). Als der Film fünfzehn Jahre später seine Premiere feierte, war Thatcher allerdings schon zu alt zum Reisen und konnte nicht kommen.

Margaret Thatcher bemerkte einst, dass man ihre Wirtschaftspolitik mit dem Namen „Friedrich August von Hayek“ auf den Punkt bringen können. Von Hayek (The Road to Serfdom) war ein Schüler von Ludwig von Mises, also ein Befürworter freier Märkte aus der Österreichischen Schule. Es gibt allerdings erhebliche philosophische Unterschiede zwischen Ayn Rand und August von Hayek, die der Philosoph David Kelley im Essay Rand versus Hayek on Abstraction aufschlüsselt. Kurz gesagt war Von Hayek, typisch für die Österreicher, ein ethischer Relativist und Ayn Rand ethische Realistin. Ayn Rand gehörte ebenfalls zu den Denkern, die der Think Tank rund um Thatcher studierte.

Ayn Rand hatte allerdings keine hohe Meinung von August von Hayek, wie ihre Notizen in seinen Büchern verdeutlichen:

Als Hayek eine „dogmatische Laissez-faire-Haltung“ ablehnte, nannte Rand ihn: „Gottverdammter, entsetzlicher Schwachkopf“. Als Hayek argumentierte, dass bestimmte Güter wie Straßen und Müllentsorgung von der Regierung bereitgestellt werden müssten, schrieb Rand, „er ist so mit den Gemeinplätzen des Kollektivismus gefüllt, dass es erschreckend ist.“ Und als Hayek von den „eng definierten Grenzen“ sprach, innerhalb derer der Individualismus Menschen „erlaubt“, „ihre eigenen Werte und Bedürfnisse anstelle jener von anderen“ anzustreben, notierte Rand: „Oh, zur Hölle mit diesem absoluten, vollkommenen bösartigen Mistkerl! Das bedeutet, dass der Mensch nicht für sich selbst existiert, sondern da er nicht weiß, wie er das tun soll, werden die Führer ihm ‚eng definierte Grenzen‘ für ihn selbst erlauben.“

Warum eine offizielle Landessprache?

Im Beitrag über die „Alternative für Deutschland“ schrieb ich, dass es für Zuwanderer verpflichtende Deutschkurse geben sollte, die sie selber finanzieren müssen. Es sei denn, natürlich, sie sprechen bereits Deutsch. Diese Forderung wurde als inkonsequent und als nicht liberal interpretiert.

Ein bisschen was hat es wohl damit zu tun, dass ich in einem Stadtteil wohne, wo ich viele Menschen tatsächlich nicht verstehe und sie mich nicht verstehen. Die sprechen nämlich kein Deutsch, sondern nur russisch. Sie kommen damit zurecht, weil es auch russische Läden hier gibt, eine Art russisches Viertel. Da kommt es regelmäßig vor, dass man beim Aldi an der Kasse steht, die Leute etwas sagen und auf einen zeigen, und man versteht kein Wort. Und das im eigenen Land. Tut mir leid, aber da muss ich mich ausnahmsweise dem breiten Volk anschließen, dass das einfach nur bescheuert ist und so nicht sein sollte.

Ich habe in der Tat kein Problem damit, wenn jemand hier russisch spricht. Ist auch egal, ob ich ihn verstehe. Aber: Er sollte auch Deutsch sprechen können, die offizielle Landessprache. Ich würde es eher für einen weiteren Fall von „Objektivismus“ versus „Libertarianismus“ halten, wenn man es nun für die einzig liberale Wahrheit hält, wenn jeder ausschließlich in seiner eigenen Muttersprache sprechen kann – ob er noch mit der Mehrheit des Landes, in dem er lebt, kommunizieren kann oder nicht.

Mein Grund für diese Forderung ist derselbe, den Ayn Rand für eine offizielle Landessprache anführte. Hier ihre Ausführungen zum Thema: Weiterlesen

Neues im Feuerbringer-Magazin

Das Feuerbringer-Magazin wird stetig erweitert und dazu gehören nicht nur die Blogeinträge…

1. Video zum Vortrag?

Das Video zu meiner Einführung in den Objektivismus in Mannheim wird noch von den Säkularen Humanisten für eine Veröffentlichung auf YouTube bearbeitet. Wer möchte, dass ich es danach online stelle, der kann mich nach wie vor mit großzügigen Spenden (siehe PayPal-Button rechts auf dem Blog oder schreibt mir) dazu motivieren. Ich danke schon einmal den bisherigen Spendern! Es ist schön, wenn man wirklich merkt, dass die eigene Arbeit anerkannt wird.

2. Erweitert: Metaphysik

Ich habe schon einmal den Metaphysik-Bereich in der Philosophie-Zentrale des Magazins erheblich erweitert. Dort findet man nun nähere Erklärungen über die Axiome und auch weitere Aspekte, die im Vortrag nicht erwähnt wurden.

Es folgen ähnliche Erweiterungen der anderen Philosophiebereiche.

Entschuldigung übrigens, dass die internen Links noch nicht alle funktionieren. Ein Relikt vom Umzug auf die neue Domain. Sie werden auch überarbeitet.

3. Neuer Autor: Wolfgang Scheide

Zum ersten Mal in der Geschichte des Feuerbringer-Magazins und seines Vorgängers habe ich einen festen Co-Autor aufgenommen. Wolfang Scheide ist der einzige andere aktiv publizierende Objektivist Deutschlands. Von daher fand ich es naheliegend, die Kräfte zu bündeln und dies eben auf der Website mit der größten Besucherzahl.

Wolfgang Scheide hat die Websites Objektivismus Heute und Objektivismus für Dummies ins Leben gerufen.

Er zählt sich dezidiert zu der David-Kelley-Fraktion des Objektivismus, die Alexander Fürstenberg (objektivismus.de, wird nicht weitergeführt) als „Neo-Objektivisten“ bezeichnet. Diese Fraktion sieht den Objektivismus als „offene“ Philosophie an mit einigen Grundprinzipien, die man als Objektivist teilen muss. Ich selbst zähle mich zu keiner speziellen Fraktion, weil ich einfach nichts mit diesen persönlich verstrittenen Gesellen zu tun habe. Inhaltlich vertrete ich zu 99% die offizielle Version des Objektivismus – was David Kelley allerdings auch tut, wenn man mal darüber nachdenkt. Schließlich sagte Ayn Rand nicht, man dürfe keine Tugenden wie Kelleys „Wohlwollen“ ergänzen. Mich überzeugen die Argumente und es ist mir egal, ob jemand meint, ich müsste dieses oder jenes glauben.

Das Ayn Rand Insitute leistet wichtige Aufklärungsarbeit, auch wenn Leonard Peikoff ein schwieriger Mensch zu sein scheint, der gerne andere ausschließt. Die Atlas Society bietet allerdings kostenfreie Webinars und mehr kostenfreie Aufklärungsvideos, Texte und sogar ganze Bücher als PDF an.

4. Einladung von Co-Autoren

Bei der Gelegenheit möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass auch jeder, der als Gastautor für meine Bücher tätig war, hier als fester Co-Autor willkommen ist. Wenn ansonsten noch jemand Interesse hat, könnt ihr mir schreiben – allerdings wäre man normalerweise zunächst Gastautor, nicht bereits Co-Autor.

Ihr müsst euch erst durchpaddeln lassen wie in der Simpsons-Folge, in der Homer einem Geheimbund beitritt. Na gut, müsst ihr nicht.

5. Inhalte zum Drucken / als PDF

Der neue grüne Button mit der Aufschrift „Print Friendly“ unter allen Beiträgen und Seiten ermöglicht den Lesern, diese auszudrucken oder als PDF zu speichern.

Die Lehre des Irak-Kriegs?

Der irische Neocon-Blogger Mark Humphrys brütet in seinem neuesten Kommentar über die Frage, welche Lehre wir aus dem Irak-Krieg ziehen sollen? Angesichts des Bürgerkriegs, der ständigen Anschläge und der Bildung einer teils islamischen, teils säkular-tribalistischen Regierung nach der Befreiung – war es da nicht eine schlechte Idee, Saddam Hussein überhaupt zu bekämpfen? Müssten wir als Kriegsunterstützer nicht zugeben, dass die Friedensaktivisten Recht hatten? Weiterlesen

Einführung in den Objektivismus: Nachlese

 

Ich bin wieder da. Das Unvermeidliche ist wahr geworden.

Zunächst einmal: Tut mir leid, dass die Blog-Kommentare hier nicht sofort veröffentlicht werden. Nach den Hackerangriffen und dem Umzug auf diese Domain habe ich die Sicherheitseinstellungen verschärft und das führt zu Verzögerungen. Alle Nicht-Spam-Kommentare werden auf jeden Fall veröffentlicht.

Meine treuen Leser dürstet es nach meiner Einschätzung des vorgestrigen Vortrags in Mannheim, wo ich ein kritisches Publikum mit der objektivistischen Philosophie konfrontierte. Es war das erste Mal, dass eine Einführungsvorlesung – und meines Wissens irgendeine Vorlesung (Ergänzung: Laut Alexander Fürstenberg gab es 1998 in Frankfurt eine Vorlesung mit Bezug zum Objektivismus von der GEWIS) – über den Objektivismus auf deutschem Boden stattfand. Man möge seinen Durst nun also stillen mit der folgenden subjektiven Einschätzung über die Präsentation des Objektivismus (Pun intended!) vom Vortragenden selbst. Weiterlesen

Morgen in Mannheim: Einführung in den Objektivismus

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik findet morgen eine Einführungsvorlesung in die objektivistische Philosophie statt. Und ich wurde eingeladen! Sogar als Vortragender.

Was im Grunde naheliegt, da auch nur ein Objektivist auf deutschem Boden übrig geblieben ist, der regelmäßig zum Thema publiziert.

Es gibt außerdem noch Wolfang Scheide, Objektivismus Heute, wo man gelegentlich Updates findet. Alexander Fürstenberg, der Schöpfer von objektivismus.de, hat es aufgegeben – nicht, ohne mit seinem akademischen, systematischen Überblick einen essenziellen Beitrag zu leisten.

Für eine One-Man-Show war es umso schwieriger und arbeitsintensiver, die für Deutsche ungewohnte Materie auf das Wichtigste zu kürzen und trotzdem verständlich darzustellen. Die Originalversion des Vortrags war noch einmal gut um die Hälfte umfangreicher. Leider werde ich trotzdem die 60 Minuten ein wenig überziehen müssen – für die Fragerunde bleibt aber genug Zeit.

Ich werde eine Reihe von Themen ansprechen, die mich – und viele andere Menschen – schon lange verfolgen: Der Zusammenhang von Gefühl und Vernunft, die Theorie-Praxis-Dichotomie ("gut in der Theorie, aber schlecht in der Praxis"), der angebliche "naturalistische Fehlschluss" (wie gelangt man vom Sein zum Sollen?), der Unterschied zwischen Kausalität und Determinismus, die philosophische Begründung des Kapitalismus. Also Themen von "Metaphysik" bis "Politik". Auch "normale" säkulare Humanisten werden sicherlich einigem bis vielem zustimmen können.

Man erkennt an diesen Aspekten bereits, dass es mir eben nicht um eine polemische Verteidigung der Marktwirtschaft geht, sondern darum, eine vollständige Philosophie in ihren Grundsätzen vorzustellen.

Danke nochmals an den Bayerischen Freidenkerverband (bfg) und die Säkularen Humanisten (Regionalgruppe der Giordano Bruno Stiftung) und insbesondere an den Haupt-Organisator Christof Lauritzen für die Einladung! Ich freue mich auf alle, die kommen werden!

Samstag, 6. April 2013, 20 Uhr
Dalberghaus (Musikbücherei), N3, 4, 68161 Mannheim
(Eintritt: 5 Euro)