Mehr Epistemologie!

Im Philosophiebereich gibt es ein größeres Update! Wie zuvor die Metaphysik habe ich nun die objektivistische Epistemologie näher ausgeführt. Quelle sind meine rausgekürzten Notizen aus der Einführung in den Objektivismus. Der Teil kam in der Einführungsvorlesung also nicht vor. Diesmal habe ich zur Illustration auch einige Bilder eingebaut.

Epistemologie ist ein großer Teilbereich der Philosophie und befasst sich mit der Frage: Wie gelangt der Mensch an Wissen?

Zum Update

3 Kommentare zu “Mehr Epistemologie!

  1. sba sagt:

    Schön zusammengefasst!
    (vor allem endlich mal eine brauchbare Defi von Wissen)

    Habe aber noch zwei Fragen:
    1. Verstehe ich die Vernunft-Abteilung richtig so, dass das, was bei Schopenhauer „Verstand“ heißt (die Fähigkeit der Identifikation von Causalbeziehungen) hier als Bestandteil in „Vernunft“ eingebaut ist (da Causalität eine Tatsache ist, von der man ein Konzept braucht – ersteinmal unabhängig von dem Streit darum, ob man dieses Konzept aus den Sinnesdaten extrahieren muss oder ob es als Voraussetzung allen Denkens für apriorisch angenommen werden muss)?

    2. Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen dem „Verbot“, Gefühle als Mittel der Erkenntnis zu nehmen und der Introspektion als Erkenntnismittel?
    (Zu den „inneren“ Verrichtungen, die man introspektiv beobachten kann, gehören ja auch emotionale Reaktionen – oder handelt es sich dabei gewissermaßen um die Erforschung eigener Vor-Urteile, wenn man bewusst die eigenen spontanen Gefühle angesichts bestimmter Wahrnehmungen beobachtet?)

    • die Fähigkeit der Identifikation von Causalbeziehungen

      So definiert Ayn Rand „Denken“.

      Mal sehen:
      Vernunft: „Die Fähigkeit, das von den menschlichen Sinnen gelieferte Material zu identifizieren und zu integrieren.“
      Denken: „Der Vorgang des Denkens ist der Vorgang, Identität zu definieren und kausale Verbindungen zu erkennen.“

      Vernunft ist demnach die Fähigkeit und Denken der Vorgang.

      Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen dem “Verbot”, Gefühle als Mittel der Erkenntnis zu nehmen und der Introspektion als Erkenntnismittel?

      Introspektion bedeutet nicht, in sich hinein fühlen, sondern in sich hinein denken. Innere geistige Vorgänge und ihre Ursachen zu erforschen und zu identifizieren. Die eigenen Gefühle kann man so auch erkennen und einordnen, der Vorgang der Introspektion ist aber ein rationaler Erkenntnisvorgang, ein Denkvorgang.

  2. Dr. Webbaer sagt:

    Es gäbe zum verwiesenen Artikel einiges anzumerken…

    Die menschliche Vernunft ist vollständig dazu in der Lage, die Tatsachen der Realität zu erkennen.

    Gleich der erste Satz irritiert, darum nur kurz hierzu:

    Die Realität meint die Sachlichkeit, sie ist eine Sicht auf die Welt, wie etwa auch die Wirklichkeit. Der Realismus, also die Annahme, dass Dinge tatsächlich so vorhanden sind und so funktionieren wie vom Erkenntnissubjekt angenommen, ist aber untauglich, wie die Sachlage bei der Physiklehre nachweist, aber auch die „einfache“ philosophische Kontemplation.

    Die menschliche Vernunft muss nicht wie beschrieben in der Lage sein die Welt umfänglich zu verstehen, vermutlich ist kein einziges Ding der Natur vom Menschen korrekt erkannt.

    MFG
    Dr. W

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