Das grüne Inferno

…ist ein Splatterfilm, der vor kurzem fertig gedreht wurde. Die Story könnte von mir stammen:

„Eine Gruppe von studentischen Aktivisten reist von New York City zum Amazonas, um einen sterbenden Stamm zu retten, aber sie stürzen im Dschungel ab und werden von eben dem Naturvolk gefangen genommen, das sie beschützen wollten.“

Das Ganze ist ein Kannibalenfilm in der Tradition von Cannibal Holocaust alias Nackt und Zerfleischt – alle Versionen dieses Films sind in Deutschland beschlagnahmt oder indiziert, aber in den USA gilt er als eine Art Klassiker des Horrorfilms. „Green Inferno“ war ursprünglich ein anderer Kannibalenfilm von 1988. Der Regisseur Eli Roth sprach mit IGN über den neuen Green Inferno.

Das Naturvolk aus dem Film wurde laut Roth von einem echten Naturvolk aus dem Amazonas gespielt, das dort in Holzhütten lebt. Die Eingeborenen wussten zunächst nicht, was ein Film ist und das Filmteam zeigte den Leuten ausgerechnet Cannibal Holocaust, den sich die Deutschen ja nicht mal ansehen dürfen (übrigens gut für sie). Zum Glück hielten die Eingeborenen den Film für eine Komödie und wollten in der Neuauflage die Kannibalen spielen.

Das ganze Dorf, inklusive Kinder und Alte, spielt nun also in dem Kannibalenfilm mit. Das Filmteam hat sich mit den Eingeborenen angefreundet. „Und am Ende spielten sie alle mit iPhones und iPads. Wir haben ihr Sozialsystem verschmutzt und sie total kaputt gemacht.“ (Eli Roth)

Wieso? Ist doch super gelaufen. Zuerst zeigen sie dem Naturvolk einen Film, der von einem abgeschiedenen, primitiven Volk im Amazonas handelt, das Menschen aufisst und total kranke Sachen mit Frauen macht. Das lehrt sie erst einmal, was wir von ihnen halten. Dann hat der weiße Mann ihnen Apple-Produkte gegeben als das beste, was unsere Zivilisation zu bieten hat. Am Ende wollten die Eingeborenen aber nur Metalldächer für ihre Holzhütten haben, weil es dort immer durchgeregnet hat. Also haben die Filmemacher Metalldächer für das Amazonas-Volk gebaut.

Ach ja. Was es alles gibt.