“Der Streik” auf der Bühne … in Köln

Welch eine Überraschung: Im Schauspiel Köln gibt es im Oktober Der Streik zu sehen … nach Ayn Rands Erfolgsroman Atlas Shrugged.  Blogger Matthias Heine macht ein wenig Hoffnung, dass das Stück unter der Regie von Stefan Bachmann sich positiv von Capitalista, Baby! unterscheidet, das auf The Fountainhead basierte und 2011 im Deutschen Theater lief: “Es war eine eher witzig-distanzierte Annäherung. Bachmann ist durchaus zuzutrauen, dass er Rand ernster nimmt. Er hat schon einmal leise gegen den linksliberal-ironischen Grundton der deutschsprachigen Theater rebelliert, als er mehrere Stücke des katholischen Bekenntnisautors Paul Claudel inszenierte, zuerst 2003 ‘Der seidene Schuh’ in Basel, dann 2007 im Berliner Maxim-Gorki-Theater ‘Die Gottlosen’”.

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2 Kommentare zu ““Der Streik” auf der Bühne … in Köln

  1. Teilanonymer Leser sagt:

    So, Karten sind bestellt. Leider war die Premiere bereits ausverkauft. Mein erstes Mal im Theather. Wir sind gespannt…

  2. Teilanonymer Leser sagt:

    Ich habe es mir gestern angesehen.
    Vorab muss ich sagen: Ich hatte vorher weder „Der Streik“ komplett gelesen noch war ich jemals im Theather gewesen.
    Aber ich studiere bereits seit einiger Zeit den Objektivismus und kenne immerhin ca 15% von Atlas Shrugged in Buchform.

    Die Charaktere der Helden, welche im Buch ja bereits eindrucksvoll die Objektivistischen Werte verkörpern, werden auf der Bühne durch eine Art Ausdruckssprache bzw durch extreme Körpersprache zum Ausdruck gebracht(Wie denn auch sonst). Einige Zuschauer schienen darüber eher belustigt zu sein, insbesondere wenn ein Held sein eigenes Selbstwertgefühl zum Ausdruck brachte.
    Schade für die Zuschauer. Ich habe nicht gelacht. Das Gute im Menschen kann man garnicht extrem genug darstellen.
    Dennoch ist es hier extrem gut gelungen.
    Bei einzelnen Philosophischen Erläuterungen sind die meisten wohl nicht mitgekommen. John Galts rede war glaube ich etwas gekürzt, ich kann mich aber auch irren. Die Objektivistische Philosophie wurde dadurch allerdings nicht falsch dargestellt(soweit es mir aufgefallen ist).
    Überhaupt fand ich die Wahl der Szenen treffend und bei den Szenen selbst konnte ich keine deutliche Abweichung gegenüber dem Buch feststellen. Ich weiss nicht wie es sonst bei Theatheraufführungen ist, man hört ja, dass sich das Stück oft vollkommen von seiner Vorlage unterscheidet.

    Im Hinblick auf den Objektivismus und das was ich vom Buch bereits gelesen habe, fühle ich mich daher nicht betrogen.
    Ganz im Gegenteil.

    Ayn Rands Vision des Lebens konzentriert in einem 4 Stündigen Theatherstück, traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich glaube, ich bin noch nie in meinem Leben so gut unterhalten worden.Wenn Sie sich auf die Form des Theathers einlassen können, dann gehen Sie hin!

    Am Ende habe ich dann doch gelacht: Als der Generator mit dem John Galt gefoltert wird ausfällt und niemand in der Lage ist ihn zu reparieren.

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