Islamist rechtfertigt Ermordung von säkularem Intellektuellen

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=Z1tBMQG-Ovs[/tube]

1992 ermordete der Islamist Abu Al-‚Ela Abd Rabbo, der hier vom ägyptischen Fernsehen interviewt wird, den säkularen Intellektuellen Farag Foda. Der Islamist behauptet, das Leid, das Muslime durch die Beleidigung Mohammes erfahren hätten, sei größer als das Leid der beiden Söhne des ermordeten Foda. Eine utilitaristische Argumentation und als solche schwer zu widerlegen. Woher sollen wir wissen, dass das Leid, das Muslime insgesamt durch die Beleidigung ihrer Religion durch diesen Intellektuellen erfahren mussten, nicht größer ist als das Leid von zwei Kindern, deren Vater ermordet wurde? Vielleicht war der Mord im Sinne des utilitaristischen Prinzips, das größte Glück der größten Menge herbeizuführen, legitim.

Gut, dass ich kein Utilitarist bin und mich mit solchen Fragen befassen muss. (Siehe objektivistische Ethik).

Eine weitere Beobachtung: Die übrige Rechtfertigung für den Mord erfolgt aus der Sicht einer intrinsischen Ethik. Diese geht davon aus, dass die richtige Moral von irgendeiner Quelle unmittelbar vorgeschrieben wird. Es gibt eine sensualistische Variante davon, laut der uns unsere Gefühle oder „Instinkte“ oder unser „Gewissen“ sagen, was gut ist. Und es gibt die religiöse Variante, die das Gute an der Übereinstimmung mit einer Autorität, Tradition, Offenbarung bemisst. In diesem Fall gilt als richtig, was der Islam sagt.

Beobachtung Nummer 3: Wenn sich ein Islamist bei einer säkularen Ethik wie dem Utilitarismus bedient, die von Atheisten entwickelt wurde, um einen Mord zu rechtfertigen, so könnte man aus islamisch-instrinsischer Perspektive argumentieren, dass er ein Apostat ist und wiederum für seine Worte ermordet werden sollte.

Gut, dass ich kein Islamist bin und mich mit solchen Fragen befassen muss.

Wisst ihr, was mich in meinen dunklen Momenten amüsieren könnte? Wenn ein westlicher Millionär Kopfgeld auf Islamisten aussetzen würde, weil sie irgendetwas gesagt haben, was nicht islamkonform ist. Praktisch jeder hat irgendwann mal etwas gesagt, was nicht zur fundamentalistischen Auslegung des Islam passt. Anstelle westliche Intellektuelle zu bedrohen, wäre es doch mal eine nette Abwechslung, nur Islamisten, die Apostaten ermordet haben, wegen Apostasie verfolgen zu lassen.

2 Kommentare zu “Islamist rechtfertigt Ermordung von säkularem Intellektuellen

  1. Martin sagt:

    Warum so kompliziert? Man kann doch auch auf dieselbe Weise einfach konstatieren, das bereits das Leid, das ein einzelner Christ allein durch die Existenz von Muslimen erfährt, größer ist, als das Leid, das durch deren Ermordung entsteht. Und schwupp, damit ist mit derselben Argumentation die Ermordung aller Muslime „gerechtfertigt“.

  2. Dr. Webbaer sagt:

    Anstelle westliche Intellektuelle zu bedrohen, wäre es doch mal eine nette Abwechslung, nur Islamisten, die Apostaten ermordet haben, wegen Apostasie verfolgen zu lassen.

    In gewissem Sinne tut Barrack *The future must not belong to those who slander the prophet of Islam* Obama mit seinen Drohnenexekutionen genau dies.

    MFG
    Dr. W

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.