Die globale Erwärmung wird die neue Eiszeit schmelzen

Globale Erwärmung (Cox & Forkum)

Der Himmel wird uns auf den Kopf fallen – und du bist schuld! (Cox & Forkum)

Donald Prothero, ein amerikanischer Geologe und Paläontologe, durfte im eSkeptic (Online-Ausgabe des US-Skeptikermagazins) einen Leitartikel über den Klimawandel veröffentlichen und über dessen Leugner. Diesmal hat der Skeptiker davon abgesehen, Forscher zu Wort kommen zu lassen, die eine andere Auffassung haben. Das ist bei den Kommentatoren nicht gut angekommen, die fast alle den sehr polemischen Artikel von Prothero kritisierten. In der Tat ist einiges merkwürdig an den Klima-Apokalyptikern.

Man findet den üblichen Kitsch im Artikel über eine Verschwörung von Ölkonzernen, Großunternehmen und Freimarktsadvokaten, die angeblich Forscher dafür bezahlen (schön wäre es, wenn ich Forscher für irgendwas bezahlen könnte), kritische Artikel über den Klimawandel zu publizieren. Rupert Murdoch, das Competitive Enterprise Institute, Zigarettenfirmen, die Waffenlobby, Fox News, Glenn Beck, Rush Limbaugh und „Konservative“ – Prothero nennt die wirklich alle explizit! – haben sich angeblich zusammengetan, um von der großen Gefahr der Klimaerwärmung abzulenken.

Ich hatte mal eine Auseinandersetzung mit dem Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume und ich hielt ihm vor, nur über die evolutionären Vorteile des religiösen Glaubens zu schreiben, weil er von evangelischen Organisationen dafür bezahlt wird. Er hielt dagegen, dass ich von atheistischen Organisationen bezahlt wurde und er somit eine vergleichbare Motivation behaupten könnte. Im Grunde wird jeder von irgendwem bezahlt und man sucht sich, sofern man im weltanschaulichen Bereich tätig ist, natürlich den Arbeitgeber heraus, der ähnliche Ansichten vertritt.

In den Kommentaren zum Prothero-Artikel war zu lesen, dass Klimaforscher häufig von der Soros (George Soros ist ein linker Multimillionär) Foundation und anderen linken Stiftungen finanziert werden und sie dadurch auch nicht glaubwürdiger sind als ihre Gegner. Dieses ganze Finanzierungs-Ding sollte zumindest nicht von der Validität der Argumente ablenken.

Repent! (Cox & Forkum)

„Also gut! Ich glaube, dass die Menschheit die globale Erwärmung verursacht!“ – „Nun gut, gebt dem Häretiker seine Forschungsgelder zurück.“ (Cox & Forkum)

Ich habe dabei keine klare Meinung zum menschengemachten Klimawandel. Aber folgendes gebe ich zu bedenken:

1. Wenn das Wetter schlechter wird, können wir am besten damit umgehen, wenn wir die Freiheit haben, damit umzugehen. Es gibt nicht den geringsten Grund, davon auszugehen, dass wir den Klimawandel besser durch staatliche Planung bewältigen können als durch private Initiative. Angenommen, die Dämme bei der Nordsee brechen. Können die Menschen schneller fliehen und sich weiter südlich ansiedeln, wenn sie erst einen Pass dafür beantragen oder einen Beamten bestechen müssen, oder indem sie einfach fliehen? Die Idee, der Klimawandel würde staatliche Planung implizieren, ist nichts als eine gewollte Assoziation der Ökologen. Staatliche Wirtschaftslenkung wird nicht auf einmal effektiv, nur weil das Wetter schlechter wird. Kommunismus funktioniert weder bei gutem, noch bei schlechtem Wetter. Die Idee, es wäre anders, ist vollkommen verrückt.

2. Die Klimawandel-Fraktion behauptet in der Regel nicht nur, dass es menschengemachten Klimawandel gibt. Klimaforscher fordern meistens politische Zwangsmaßnahmen, um das CO2 zu reduzieren. Die übrige Gesellschaft und andere Wissenschaften bestehen nicht zu fast 100 Prozent aus Sozialisten und Staatsgläubigen. Warum ist das bei Klimaforschern anders?

3. Die Behauptung, eine drohende Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes erfordere, dass wir alle unser Verhalten grundlegend zu unserem Nachteil und gegen unseren Willen verändern, ist dieselbe Behauptung, die Weltuntergangssekten seit Jahrtausenden immer wieder in die Welt setzen. Die ökologische Variante ist besonders giftig, da sie weniger unser Verhalten als unsere bloße Existenz als Bedrohung für den übrigen Planeten ansieht. Wir überleben, indem wir natürliche Rohstoffe in menschliche Werte umwandeln, indem wir produktiv tätig sind. Bei absolut jeder Energieumwandlung ist der Wirkungsgrad nicht 100%. Es entstehen also immer „Abfallstoffe“ wie CO2. Um das zu vermeiden, müssten wir das Atmen einstellen.

4. Die Klimawandel-Warner sind häufig ökologische Aktivisten auch in anderen Bereichen, sie warnen etwa auch vor einer drohenden „Überbevölkerung“.

Globale Erkältung (Cox & Forkum)

„Verhindert globale Erwärmung!“ – „Wir müssen an unserem Timing arbeiten.“ (Cox & Forkum)

Prothero ist ein Beispiel dafür. Er schrieb zum Beispiel folgendes:

Vor allem müssen wir [Menschen] eine Balance der menschlichen Bevölkerung erreichen, um die Umwelt und unsere Lebensweise zu bewahren, denn grenzenloses Wachstum zerstört die Stabilität von Ökosystemen. Man erinnere sich an Darwins frühe Beobachtung, dass die meisten natürlichen Populationen in ihrer Größe stabil zu sein neigen, aber wie es ein Comic-Philosoph namens Pogo es in den 1960ern ausdrückte: „Wir sind dem Feind begegnet, und er ist wir.“

So etwas kommt dabei heraus, wenn man glaubt, der Mensch sei ebenso der natürlichen Selektion unterworfen wie andere Tiere. Natürlich ist der Mensch ein Produkt der Evolution, aber seine Überlebensmethode ist eben nicht das blinde Befolgen von Instinkten. Darum geht er im Gegensatz zu anderen Tieren nicht zu Grunde, wenn er Fressfeinden begegnet, wenn die Nahrung zur Neige geht, wenn das Wetter schlechter wird. Darum wächst die menschliche Population, statt dass wir der Natur hilflos ausgeliefert sind und sie Menschen tötet, damit sie eine „stabile Population“ erreichen. Unsere Überlebensmethode ist die Nutzung der Natur für unsere Zwecke durch den Gebrauch unseres Verstandes – nicht unsere Unterordnung unter natürliche Kräfte.

Prothero schreibt, wir selbst seien unser Feind – nur weil mir existieren. Das ist blanker Menschenhass und nichts anderes.

Wachstum ist die notwendige Folge der produktiven Tätigkeit des Menschen. Wir erfinden immer effizientere Methoden, unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Schnellere Computer lösen langsamere Computer ab, besser konstruierte Maschinen schlechtere. Die Landwirtschaft ist unendlich effektiver geworden, als sie das im Mittelalter gewesen ist. Die industrielle Produktion ist um ein Vielfaches effizienter als während der frühen Phase der Industrialisierung. Es gibt nur einen Weg, um das Wachstum zu begrenzen: Dem Menschen das Denken zu verbieten. Das Resultat wäre eine primitive, statische Gesellschaftsordnung, wie wir sie in großen Teilen der islamischen Welt und in Drittweltländern vorfinden. Gesellschaften mit nur geringer oder ohne Arbeitsteilung, in denen jeder dasselbe Wissen hat. In kapitalistischen Ländern hingegen verfügen wir über das akkumulierte Wissen von Milliarden produktiven Menschen, die von ihrem Fachgebiet jeweils mehr verstehen als andere. Und alle profitieren vom Wissen der anderen.

Die ökologische Ideologie wertet bestenfalls die Natur höher als den Menschen. Schlimmstenfalls schreibt sie ausschließlich der Natur einen Wert zu und sieht den Menschen als ihren Zerstörer an. Ökologie ist somit eine eliminatorische Ideologie, deren implizites Ziel mindestens die Zerstörung der modernen Zivilisation und schlimmstenfalls die Zerstörung des Menschen ist.

Dass Klimaforscher so häufig derartige Ideen verbreiten, spricht nicht für wissenschaftliche Unabhängigkeit. Ähnlich wie beim Fach Gender Studies ist es höchst verdächtig, dass so viele politische Ideologen einer bestimmten Ausprägung darin forschen. Eigentlich müsste die Klimaforschung einen ähnlichen Anteil von Linken, Liberalen, Konservativen, Grünen widerspiegeln, wie man ihn in der Gesamtgesellschaft findet. Stattdessen findet man in dem Bereich einen viel größeren Anteil von Ökosozialisten. Die Gender Studies bestehen praktisch nur aus linken Feministen. Eine echte Wissenschaft ist kein Sammelbecken von politischen Ideologen einer bestimmten Kategorie.

3 Kommentare zu “Die globale Erwärmung wird die neue Eiszeit schmelzen

  1. spkr sagt:

    Einmal angenommen, die Wirkung von CO2 auf andere Menschen (z.B. Luftverschmutzung oder in letzter Konsequenz auch die gebrochenen Dämme, Naturkatastrophen usw.) seien zweifelsfrei nachgewiesen.
    Wie würde man im Laissez-faire-Stil damit umgehen? Man kann ja schwierig nachweisen, wer zu welchem Anteil zu welchen Folgen beigetragen hat.
    Wäre es in diesem Fall nicht zweckmässig (und auch das einzig Durchführbare) pauschal den CO2-Ausstoss an der Quelle zu messen und entsprechend zu besteuern, und das Geld allen (Betroffenen) auszuzahlen?

    Oder wie könnte das ohne solche „politischen Zwangsmassnahmen“ aussehen?

    • Man kann immer nur Individuen für das zur Verantwortung ziehen, was sie selbst anrichten. Wenn ich einen an sich harmlosen Beitrag zur CO2-Verschmutzung leiste und erst das kummulierte CO2 von tausenden Bürgern schädlich ist, dann ist das nicht meine Schuld. Da kein individueller Mensch dafür moralisch verantwortlich ist, sollte man diese Art von Schaden als natürliches Phänomen ansehen. So wie Menschen auf natürliche Phänomene reagieren und sich an sie anpassen, Unanehmlichkeiten aus dem Weg gehen oder ihnen Technologie entgegensetzen, so sollten sie es auch handhaben mit kumulativen Effekten. Wenn in einer Stadt der Smog zu stickig ist für mich, dann ziehe ich anderswo hin oder in einen anderen Stadtteil. Wenn ich auf einer Insel wohne, die bald im Meer versinkt, verlasse ich die Insel. Wenn am Nordpol zu wenige Eisbären unterwegs sind, dann schaue ich sie mir im Zoo an.

      Vgl. die Ausführungen des Ökonomen George Reisman (2. Hälfte des Essays):
      http://mises.org/daily/661

  2. Positron sagt:

    Klimawandel hin oder her Panik ist nie eine gute Idee. Abgesehen davon, gibt es bereits Projekte deren Ziel es ist das CO2 z.B.: mit Hilfe von Bakterien nutzbar zu machen. Vom „Klimakiller“ zum Rohstoff so zu sagen.

    Siehe folgende Pressemitteilung: http://corporate.evonik.de/de/presse/pressearchiv/pages/news-details.aspx?newsid=4966

    MfG Positron

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