Radikale: Porträts einer zerstörerischen Leidenschaft (David Horowitz)

Horowitz: RadicalsDas Buch Radicals: Portraits of a Destructive Passion von David Horowitz bietet einen Einblick in die Denk- und Gefühlswelt bekannter amerikanischer Linksradikaler. Als Ex-Marxist zeigt Horowitz eindringlich auf, wie das linke Weltbild mit der Realität kollidiert und zerstörte Seelen zurücklässt.

Ungewöhnlich daran ist, wie tief Horowitz die Psyche seiner ehemaligen Genossen und anderer Linker erkundet – und, dass es vornehmlich darum geht, wie sich Linke mit ihrem verqueren Weltbild selbst zerstören. Normalerweise schreiben Konservative Bücher gegen den politischen Gegner, die davon handeln, wie sie andere zerstören. Dieses ist sozusagen humanistischer. Es ist vom Versuch geprägt, Menschen zu verstehen. Weiterlesen „Radikale: Porträts einer zerstörerischen Leidenschaft (David Horowitz)“

Sollten wir westliche Werte für überlegen erklären?

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Über diese Frage debattierten Intellektuelle bei der Royal Geographical Society am 9. Oktober 2007. In diesem Video kann man die interessante, aufschlussreiche und spannende Debatte nachvollziehen.

Ibn Warraq (Islamwissenschaftler, Islamkritiker), David Aaronovich (Linker Journalist) und Douglas Murray (Neocon) haben nach meinem Dafürhalten 100 Prozent Recht mit allem, was sie über die Überlegenheit westlicher Werte sagen – und überhaupt mit im wörtlichen Sinne allem, was sie in dieser Debatte sagen.

Tariq Ramadan, William Dalrymple (hat nichts zu tun mit Theodore Dalrymple), Charles Glass argumentieren, dass wir keineswegs die Überlegenheit unserer freiheitlichen, aufgeklärten Werte versichern sollten, weil es arrogant wäre, weil andere Kulturen auch mal toll waren, weil es hier totalitäre Systeme und Hexenjagten, etc. gab. Also, weil es im geografischen Westen Ereignisse gab, die westlichen Werten widersprechen. Darum sollten wir westliche Werte, die hier als Maßstab auch von der Gegenseite gebraucht werden, nicht als überlegen erklären. I rest my case.

Danke an Tom Buchholz für den Link!

Die geformte Gesellschaft

"Kein Schicksal" (Terminator 2)
„Kein Schicksal“ (Terminator 2)

Offenbar sind unheimlich viele Menschen in Deutschland der Meinung, dass unsere Identität als Person durch folgenden Prozess  entsteht: Wir sind zunächst mit leicht variierenden biologischen Anlagen ausgestattet und werden daraufhin leicht variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt. Produkt dieser externen, vom „Ich“ nicht kontrollierten, Einflüsse ist: Das Ich. Die eigene Person.

Wie es ausschaut, haben „wir“ gar nichts mitzureden, wenn es um „uns“ geht. Wir sind angeblich nur der passive Rezipient von Faktoren außerhalb unserer Kontrolle, die unser Ich schmieden. Weiterlesen „Die geformte Gesellschaft“