Die Bayern eben

Die Bayern haben gewählt, ich mitten unter ihnen, und hier ist das Zwischenergebnis, an dem sich nicht mehr viel ändern soll:

49% der Bayern gaben ihre Stimme der Vetternwirtschaft, 20,7% fordern eine Umverteilung ihres Einkommens auf Beamte. 8,5% der Bayern haben Wälder und Wiesen in den Landtag gewählt. Bürger- und Menschenrechte sowie die Mittelschicht erhielten nur 3% und verlieren somit ihren Platz im Landtag. Nur wenige Bayern wollen Raubkopien legalisieren (1,9%) oder die Bourgeosie enteignen (2,1%). Immerhin 8,5% gab es für Freien Wähler, die sich ihre eigene Politik zusammengepanscht haben.

Die CSU mag da oben machen, was sie will, solange es der Wirtschaft gut geht und die Kirche im Dorf gelassen wird. Wenn Seehofer mit einem Traktor in eine Säuglingsstation rast, bekommt die CSU vielleicht 0,1% weniger, ansonsten muss er einfach nur Landesvater sein, Mitarbeiter anschreien und die Presse aus Bayern werfen wollen.

Immerhin haben die Bayern eingesehen, dass die Natur um 5,5% wichtiger ist als die Freiheit der Menschen. Aber insgesamt bin ich doch froh, dass wenigstens noch immer niemand hier was mit Linksextremen anfangen kann, solange sie keine Bäume umarmen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Politik.

3 Kommentare zu “Die Bayern eben

  1. anti3anti sagt:

    Wer in Bayern nicht die CSU wählen will, braucht nicht zu wählen.

  2. Wolfgang Weege sagt:

    Die FDP steht für „Bürger- und Menschenrechte sowie die Mittelschicht“?

    Und ich Dummerle dachte immer, die lecken die Stiefel des Großkapitals und machen immer das, wofür sie von Hotelbesitzern und Tabakkönigen bezahlt und beauftragt werden!

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