„Wir haben Recht, wenn wir Unrecht haben“

Die EU-Kommissarin für Klimaschutz, Connie Hedegaard, sagte gegenüber dem britischen Telegraph:

„Angenommen, dass die Wissenschaft in einigen Jahrzehnten sagt, die globale Erwärmung sei kein Problem – wäre es nicht auf jeden Fall gut, viele der Dinge zu tun, die man tun muss, um den Klimawandel zu bekämpfen?“

Mit anderen Worten: Angenommen, der Klimawandel wäre nachweisbar kein Problem, wäre es nicht trotzdem gut, den Klimawandel zu bekämpfen?

Nein.

Wie wäre es damit?

Angenommen, es würde sich herausstellen, dass es eigentlich keinen guten Grund gab, unsere Wirtschaft zu schädigen, wäre es nicht trotzdem gut gewesen, dass wir es getan haben?“

Wie kann irgendjemand so eine Frage stellen? Erst recht, wenn dieser irgendjemand die EU-Kommissarin für Klimaschutz ist.

„In einer Welt mit neun Milliarden Menschen… inmitten dieses Jahrhunderts, wenn noch immer wörtlich Milliarden Weltenbürger der Armut entkommen müssen und der konsumierenden Mittelschicht beitreten, denken Sie nicht, dass es trotzdem viel Sinn ergibt, energie- und ressourceneffizienter zu leben?“

Die freie Marktwirtschaft hat die Effizienz bei der Förderung und beim Verbrauch von Ressourcen drastisch erhöht. Aus purem Eigeninteresse. Man möchte so viel Geld mit den Ressourcen, die man sich gekauft hat, verdienen, wie es irgendwie geht. Also holt man so viel heraus, wie es irgendwie geht und sorgt dafür, dass in der Produktion möglichst wenig Ressourcen verschwendet werden. Dafür brauchen wir keine EU-Kommissarin. Die ist dafür zuständig, den CO2-Ausstoß mit politischen Zwangsmaßnahmen zu senken, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Wäre die globale Erwärmung kein Problem, dann bräuchten wir keine EU-Kommissarin für Wirtschaftsschädigung.

Mal so nebenbei gesagt. Da sieht man wieder einmal, wie viel Ideologie auch bei den Klimaschützern vorhanden ist.

Edward Hudgins von der Atlas Society glaubt jedenfalls, wir Deutsche wären durchgedreht, weil wir als führende Klimaschützer ausgerechnet die Atomkraftwerke abgeschalten haben. Dank des Umstiegs auf erneuerbare Energien steigen die Strompreise um 20%. Die Grünen müssen arme Menschen wirklich hassen.

2 Kommentare zu “„Wir haben Recht, wenn wir Unrecht haben“

  1. Dr. Webbaer sagt:

    Angenommen, dass die Wissenschaft in einigen Jahrzehnten sagt, die globale Erwärmung sei kein Problem – wäre es nicht auf jeden Fall gut, viele der Dinge zu tun, die man tun muss, um den Klimawandel zu bekämpfen?

    Die Dame meint vermutlich den Einstieg in die staatliche Verwaltung der Individuen, was bspw. deren CO2-Ausstoß betrifft.

    Oder neue Technologien, die bspw. geeignet sind Geräte zentral, also auch staatlicherseits in ihrem Ressourcenbedarf bedarfsweise herunterzufahren.
    Sowas finden Ökologisten, aber auch Bürokraten ganz toll, nicht zu vergessen die Gängelung der Bürger, die erst einmal durchgesetzt und akzeptiert, später auch anders genutzt werden kann von den Politikern.

    MFG
    Dr. W

  2. Martin sagt:

    Naja, das findet man überall.
    Mir fiel das vor einer Weile auch im -seit der Weiterführung durch Hr. Müller immer schlechter werdenden- humanistischen Blog „Wissen bloggt“. http://www.wissenbloggt.de/?p=20027
    Da meint in einem Kommentar in einer Besprechung eines Positionspapiers in Bezug auf reaktionäre islamische Denkmuster, von Hartmut Krauss Hr. Müller tatsächlich:
    „Das trifft nur auf eine Minderheit zu. Die Mehrheit ist integrationswillig und -fähig, auch wenn die Zahlen was anderes nahelegen.“

    Ja, klar. Auch wenn die Fakten anderes nahelegen, es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. So sieht „humanistische Aufklärung“ aus.

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