War Merkel schuld an Handyüberwachung?

Die Belege verdichten sich, dass Kanzlerin Angela Merkel der NSA-Überwachung ihres Handys sogar versehentlich zugestimmt haben könnte. Offenbar hatte sich die Kanzlerin ein Spiel aus dem App Store auf ihr Blackberry Z10 runtergeladen und die Berechtigungen nicht gelesen.

In Blackberrys App Store befindet sich eine Spiele-App namens „Guckis Adventures“, mit der man angeblich ranghohe Regierungsvertreter belauschen kann. Was die Nutzer nicht auf den ersten Blick erkennen: Das Spiel wurde von einer Spielefirma namens „Con Games“ entwickelt, die von der NSA dazu beauftragt wurde. Offenbar soll das Spiel ranghohe Regierungsvertreter anlocken, deren Handys von der NSA überwacht werden, sobald die Anwendung gestartet wird.

„Ich fand die Idee einfach ulkig“, erklärte Frau Merkel am Samstag. „Ich wollte schon immer mal die Amerikaner ausspionieren. Und in dem Spiel kann man sich aussuchen, welche Nation man aushorchen möchte.“ Wie viele Handynutzer hatte Frau Merkel die Berechtigungen nicht gelesen, die der Nutzer vor dem Start der App bestätigen muss. Darin heißt es: „Diese App hat Zugriff auf alle Inhalte des Handys und übermittelt die Informationen an die National Intelligence Agency.“

Führende Richter teilen die Auffassung, die neueste Enthüllung binde der Kanzlerin die Hände. Ernst Lucke vom Bundesverfassungsgericht gab zu Protokoll: „Wenn Frau Merkel den App-Berechtigungen zustimmte, so ging sie einen rechtlich bindenden Vertrag mit der NSA ein, welcher die Organisation berechtigt, ihr Handy auszuhorchen.“