Video: Was ist Kunst?

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=VQtgGASlvXk[/tube]

Ich arbeite an der ersten deutschen Vorlesungsreihe über die objektivistische Philosophie von Ayn Rand. Ich werde sie in Form von Videos unterschiedlicher Länge auf YouTube gratis zur Verfügung stellen. Die Vorlesungsreihe beruht auf Texten aus meinem Philosophiebereich, die ich verbessere und erweitere. Diese wiederum bauen auf den „offiziellen Texten“ rund um Ayn Rands Philosophie auf. Größtenteils von ihr selbst, teilweise von anderen Mitgliedern der Denkschule. Den Text zum aktuellen Video findet man unter Ästhetik.

Der Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=VQtgGASlvXk

Ich habe mich außerdem zu einigen Veränderungen im Feuerbringer-Magazin durchgerungen. Bislang habe ich immer abwechselnd oder gleichzeitig zwei Zielgruppen angesprochen: Rational denkende, in der Regel intellektuelle Menschen und die breite, interessierte Öffentlichkeit. Von nun an werde ich nur noch rationale Zeitgenossen ansprechen und die breite Öffentlichkeit so breit sein lassen, wie sie möchte. Weiterlesen

Bescherung: Der Westen an Heiligabend gratis

Der Westen. Ein Nachruf Der Westen ist spirituell und ökonomisch pleite gegangen und wird nun verschenkt. Na gut, noch nicht. Tatsächlich ist die Rede von meinem aktuellen Hauptwerk Der Westen. Ein Nachruf. Darin erläutern meine Wenigkeit und Gastautoren wie das ökonomische Urgestein Ludwig von Mises sowie die zeitgenössischen Philosophen Raymond Tallis und Edgar Dahl auf rund 500 Seiten, was die westliche Kultur groß gemacht hat. Und wir verteidigen sie gegen alles, was gegen sie aufgefahren wird – vor allem aus den eigenen Reihen. Trotz des (warnenden) Titels verkörpert das Buch eine optimistische Haltung.

Nach den Erfahrungen mit den letzten zwei Versuchen habe ich mich entschlossen, auf Gratisaktionen so weit es geht zu verzichten. Ich konnte mein Herz jedoch erweisen, wenigstens einen Tag lang, an Heiligabend, interessierten Lesern dieses Geschenk zu machen.

Der Westen. Ein Nachruf gibt es am Heiligabend den ganzen Tag lang gratis. Und danach wieder für den angemesseneren Preis von 8,49 Euro.

Hier gehts zum Angebot.

(Ergänzung: Jetzt gibt es das Buch für heute gratis. Könnt ihr gerne weitersagen.)

Steuergelder für die Verblödung Ihrer Kinder

Das „Haus, das Verrückte macht“ in „Asterix erobert Rom“ macht sich über die ausartende Bürokratie und die seltsamsten Verwaltungsvorschriften lustig. In Hamburg wurde passenderweise entschieden, dass in der staatlichen Wilhelmsburger Ganztagsschule Fährstraße „waldorfpädagogische Elemente“ in den regulären Unterricht übernommen werden sollen. Die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), ein Verein von esoterikkritischen Wissenschaftlern, wandte sich im Vorfeld gegen das Projekt. Doch ihre Einwände wurden nicht ernstgenommen. Weiterlesen

Video: Der Neue Atheismus und die Krise des Humanismus

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=-mRPZ_O9bUU#t=471[/tube]

Brendan O’Neill, Redakteur des britischen Online-Magazins Spiked, kritisiert in dieser aktuellen Diskussionsrunde den Neuen Atheismus rund um Richard Dawkins, Christopher Hitchens und co. Seiner Ansicht nach ignorieren die Neuen Atheisten die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren und haben ein deterministisches, reduktionistisches Menschenbild, das weniger humanistisch ist als alles, was gläubige Menschen vertreten. Die Neuen Atheisten reduzieren den Menschen zu einer rein biologischen Entität. Weiterlesen

Anpasser und Roboter

In meiner Punk-Phase war ich gegen all diese „Anpasser“ voreingenommen, die sich an anderen orientieren, statt selbst zu denken. Jetzt bin ich nicht länger nur gegen sie voreingenommen. In der objektivistischen Philosophie heißen Anpasser „Second Hander“ und ihre Anpassung gilt als die bestimmte Form eines Denkfehlers, des Unvermögens, in Prinzipien zu denken. Jetzt verstehe ich endlich die Reaktionen vieler meiner Gesprächspartner, die mich so oft in den Wahnsinn getrieben haben mit ihren bizarren Antworten. Weiterlesen

Die Islam-Kollektion

Religionskritikern wird häufig vorgeworfen, dass sie auf das Christentum fokussiert sind und das größere Problem, den unaufgeklärten Islam, ignorieren. Das ist auch nicht immer falsch und hängt wohl damit zusammen, dass viele Religionskritiker dieser Tage gegen „Autorität“, gegen die Generation ihrer Väter oder gar Vorväter protestieren. Kann ja nicht sein, dass ihnen jemand solche veralteten Tugenden wie „Treue“ oder irgendeine protestantische „Produktivität“ vorbetet. Das war allerdings noch nie meine Motivation. Ich war immer der Ansicht, dass die christliche Glaubenslehre über Hölle, Gott und Teufel schlicht unlogisch und nicht mit den Belegen vereinbar ist. Christliche Tugenden mögen teils ihre Berechtigung haben, aber nicht darum, weil Gott sie uns befohlen hat.

Der Islam hat so gut wie nichts mit unserer jüngeren Geschichte zu tun und Mullahs haben den deutschen Protestkindern noch nie etwas über die Freuden der Monogamie erzählt, also sagen die 68er-Religionskritiker nicht viel zum Thema. Oder sie schlagen sich gar auf die Seite der erzreaktionären Mullahs, weil die ja eine „Minderheit“ sind, so ein richtiger „Underdog“, der gegen die „Unterdrückung“ durch die westliche Konsumkultur kämpft. Unterdrückung durch zu viele Soßen im Regal beim Supermarkt. Das können die Kommunisten gar nicht leiden. Wann immer ich ein kritisches Wort über das Christentum verlor, war auch dieser Vorwurf des „aber Mohammed zu kritisieren traust du dich nicht“ nahe. Wie meine Leser wissen, ist er unberechtigt. In meinen Büchern und Artikeln bekam der Islam noch stärker Widerworte zu hören als das gezähmte Christentum.

Und so fragte ich mich, was meine christlichen Kritiker nun zu vermelden haben, wo sie wissen, dass ich als Aufklärer nach allen Seiten austeile. Und ihre Religion eben keine besondere Aufmerksamkeit verdient hat. Und ich eben nicht einfach nur zu feige bin, Mohammed zu kritisieren oder zu veralbern; im Gegenteil. Und sie haben absolut nichts zu sagen. Und so fragte ich mich, was sie zu vermelden hätten, wenn ich ihre philosophischen Argumente ernstnehme, ihre letzte Zuflucht, weil sie glauben, dass die niemand versteht (mit Sicherheit nicht sie selbst). Dann habe ich diese ernstgenommen und sie gekontert. Und sie haben absolut nichts zu sagen. Und sie schweigen solange, bis sie mich totgeschwiegen haben und das Problem einfach weggeht. Aber ich gehe nicht weg. Trotzdem ist das eine echt miese Taktik.

Ich nehme nun also die Kapitulation entgegen. 2000 Jahre Christentum waren ja auch wirklich genug. Im Grunde kann das nur bedeuten, dass ich den Streit gewonnen habe und es bald keine Christen mehr geben wird. So würde das jedenfalls laufen, wenn Thomas Jefferson Recht gehabt hätte, dass am Ende in einem freien Diskurs die besseren Argumente siegen müssen. Nun, wenn man bedenkt, dass Amerika heute viel religiöser ist als zur Zeit Jeffersons, lässt dieses Ergebnis auf sich warten. Als Aufklärer haben wir unsere Schuldigkeit jedenfalls getan. Wenn die Leute trotz allem irrational sein wollen, können wir mit der Ratio nichts daran ändern. Als Dank erwarte ich einen Früchtekorb.

Nun also zum Islam. Hier die islamkritische Kollektion aus meinem Shirt-Shop:

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Barbara Branden ist tot

Am 11. Dezember 2013 ist Barbara Branden gestorben. Sie gehörte zum „inneren Kreis“ um die Philosophin Ayn Rand. Ihr Mann Nathaniel Branden hatte eine Affäre mit Rand, der Barbara und Rands Ehemann Frank O’Connor mit wenig Begeisterung zustimmten. Die Affäre hatte die Konsequenzen, die man als Objektivist erwarten würde und die ausgerechnet von Rand nicht vorhergesehen wurden. Ayn Rands Gründe für die Affäre waren ihre Fantasien über Dreiecksbeziehungen, die in vielen ihrer Bücher eine Rolle spielen, ihr Wunsch nach einem intellektuell ebenbürtigen Partner (was ihr Mann nicht war) und ihr Wunsch nach der sexuellen Initiative des Mannes (die O’Connor nicht zeigte). Geht uns das eigentlich etwas an? Wie beim Tagebuch von Anne Frank habe ich bei Rand-Biografien immer wieder den Eindruck, dass mich das eigentlich nichts angeht und ich es auch nicht wissen will. Leider ist es aber schon zu spät, da die Details von Rands Liebesleben bereits Gegenstand vieler öffentlicher Streitereien waren.

Immerhin kann man eine Lehre daraus ziehen. Wer sich in einer ernsthaften Beziehung befindet, sollte niemals eine Affäre beginnen. Wer Probleme mit dem Partner hat, sollte diese lösen oder die Partnerschaft beenden.

Am Ende brach Rand mit den Brandens und nach dem Tod ihres Ehemanns allmählich mit praktisch jedem außer ihrem Erben Leonard Peikoff. Peikoff führte die Praxis fort, aus persönlichen Gründen Mitglieder aus dem Ayn Rand Institute auszuschließen. Darum entstand eine alternative Organisation mit dem aktuellen Namen Atlas Society. Und die Atlas Society ist der Urheber des folgenden, für mich bewegenden Nachrufes auf Barbara Branden:

[tube]http://www.youtube.com/watch?v=TB0jN-mDYUk[/tube]

Barbara Branden selbst ist vor allem für ihre persönliche Involvierung in Ayn Rands inneren Kreis und für ihre Biografie The Passion of Ayn Rand bekannt, die auch von Hollywood verfilmt wurde. Sie hat aber auch eine eigene intellektuelle Leistung vorzuweisen, nämlich ihre geschätzte Vorlesungsreihe The Principles of Efficient Thinking. Der Rechteverwalter The Culture of Reason Center hat Auszüge der Vorlesungsreihe nun gratis auf YouTube zur Verfügung gestellt. In Feminist Interpretations of Ayn Rand verteidigt Barbara Branden Rand außerdem als Feministin im aufklärerischen Sinne.

Ed Hudgins von der Atlas Society hat Branden jährlich bis zum Ende getroffen. Er bestätigt, was Barbara über sich selbst sagte, dass sie sich nicht verändert hatte. „Sie blieb intellektuell scharf und leidenschaftlich bis zum Ende.“ In den letzten Jahren trug Branden einen Davidstern um den Hals. Sie war nicht religiös, sondern blieb eine Atheistin. Aber sie sagte, es sei ein Statement. Ein Statement über den Islam und über die Linken, die Juden und den Staat Israel zerstören wollen, nicht für ihre Laster, sondern für ihre Tugenden.

Schließlich muss ich darauf hinweisen, dass Leonard Peikoff zwar eine persönlich sehr fehlerhafte Figur sein mag, aber seine Bücher sind gut – von seinen Vorlesungs-typischen Plauder-Einlagen abgesehen -und im Grunde unausweichliche Must-Reads für jene, die sich für den Objektivismus ernsthaft interessieren.